Betreutes Autofahren

Aus einer Zeitungsmeldung:

Als Joshua Neally kürzlich unterwegs mit seinem Tesla Modell X plötzlich Schmerzen in der Brust verspürte, wählte er kurz entschlossen das nächstgelegene Hospital als Fahrtziel im Autopilot und wurde unmittelbar nach Ankunft wegen einer Lungenembolie erfolgreich behandelt. (Quelle)

Diese Meldung erzeugte weniger Aufsehen, als die des Tesla-Fahrers, der mit aktiviertem Autopilot mit einem Truck kollidierte und sein Leben verlor.

Und an Meldungen schwerer und tödlicher Unfälle, ausgelöst durch LKWs die in Staus rasen, haben wir uns längst gewöhnt. Ist es nicht Zeit, das zu beenden?

Passend dazu habe ich heute gelesen, dass mit einem neuen Verfahren die Abstandsmess-Chips (LIDAR) demnächst für $10 pro Stück hergestellt werden können, statt mindestens $1.000 heute. (Quelle)

 

Unabhängig vom Antrieb, sind Autopiloten nun also gut oder schlecht?

Klar ist, dass Autos schon bald so etwas wie Computer auf Rädern sein und den Alltag deutlich entspannen werden. Ein Fahrzeug, das auf Anruf vor der Tür steht, von allein ans Ziel kommt und mit dem man keinen Parkplatz finden muss.

 

teslax

Quelle: performancedrive.com.au

Hardcore-Autofans, die schon eine Automatikschaltung als Eingriff in ihre persönliche Freiheit betrachten, werden noch eine Weile brauchen, das zu akzeptieren.

Klar fahre ich selbst gern und habe meist Spaß beim Autofahren. Mit mehr oder weniger Autonomie werde ich dann mehr Spaß mit meinen Begleitern haben und Entdeckungen entlang der Strecke machen, die bei Fixierung auf die Straße ungesehen bleiben.

Mehr Autonomie bedeutet ganz klar mehr Sicherheit. Und das ist mir wichtiger als CO2 und Feinstaub.

Elektroautos in Panama?

Von den Entfernungen her, ist das Land ideal für E-Autos mit ihrem beschränktem Aktionsradius. Andererseits braucht man hier SUV oder Pickup um am Strand und im Gebirge mobil zu sein und diverse Freizeitgeräte transportieren zu können.

Um die Welt zu retten, kauft hier niemand ein Elektroauto. Was für ein kluges Völkchen.  

 

 

Germanwings …

Ein technisch intaktes Flugzeug crasht mit 150 Menschen an Bord in eine Felswand. Wie kann das passieren?

1. Der Pilot war ernsthaft krank und gehörte nicht in ein Cockpit.

Sein Arbeitgeber hätte dies erkennen und ihn vom Dienst suspendieren müssen. Dass dies nicht geschehen ist, ist ein Fehler im System: Keine regelmäßigen psychologischen Untersuchungen und kein automatisches Aufheben der ärztlichen Schweigepflicht bei aktiven Piloten.

2. Die vernetzten Systeme im Flugzeug, wie GPS und Autopilot, können und müssen Fehlprogrammierung erkennen.

Damit werden zunächst unabsichtliche Bedienungsfehler vermieden, in einem weiteren Schritt auch absichtliche Fehlsteuerung verhindert. Solche Betriebsweise ist in Ansätzen bereits vorhanden und wird nun sicher zügig ausgebaut. Ebenso das live-streaming von Daten und Kommunikation.

In der Vergangenheit waren Flugzeuge unsicher und Piloten notwendig um das auszugleichen. Inzwischen ist die Technik extrem zuverlässig und der Mensch wird zum Risikofaktor.

Neben Germanwings 9525 crashte in San Francisco Asiana 214 wegen Pilotenfehler und möglicherweise wird sich auch bei Malaysian 370 ein ähnliches Szenario herauskristallisieren.

Ich schätze, dass in 5 bis 10 Jahren Verkehrsflugzeuge wie Drohnen autonom sein werden.

3. Sicherheitsmaßnahmen haben nicht nur die erwünschte sondern auch Nebenwirkungen, die zu bedenken sind.

In Folge von 9/11 ist der Zugang zum Cockpit sicher wie ein Tresor gemacht worden, was in diesem Fall komplett nach hinten losging. Die in Punkt 2 erwähnten Maßnahmen werden dieses Problem nebenbei mit lösen.

Diese meine persönliche Meinung basiert auf den vorliegenden Informationen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Familien.

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