Hut ab, Elon Musk

Bevor ich mit dem ernsthaften Stoff beginne, muss ich erst diesen Scherz von Bill Maher loswerden:

Einige Geimpfte sagen, dass sie auch nach der Entwarnung weiterhin Masken tragen werden. Das ist so, als hätte man Sex mit einem Kondom und würde dann sagen: „Weißt du, ich glaube, ich lasse es für den Rest der Nacht einfach an.

Jetzt aber zum Thema.

Vor wenigen Wochen wurde in Grünheide die Gigafactory Berlin eröffnet, vor wenigen Tagen dann die Gigafactory in Austin, Texas. Ich habe beide Eröffnungen mit großem Interesse verfolgt.

Nach Austin hat EM sich einem TED-Interview gestellt, dass wirkliche Einblicke in den Menschen Elon Musk eröffnet hat. Und mit seiner derzeit laufenden Twitter-Aquisition hat er mich endgültig auf seine Seite gezogen.

Twitter hat während der 2020er Präsidentschaftswahl und während der Covid-Krise, zusammen mit Facebook, eine sehr unrühmliche Rolle als Zensor gespielt. Elon Musk sieht Twitter jedoch als globalen Treffpunkt, um Information und Meinungen auszutauschen. Zensur ist da fehl am Platz und das will er mit seinem Engagement verändern, Twitter zu dem machen, was es wirklich sein kann. Viel Erfolg dabei.

Mit der ersten Tesla-Produktionsstätte in Kalifornien, mit der Giga-Battery-Factory in Nevada, der Giaga Factory 2 in Buffalo NY, sowie mit Giga Shanghai verfügt Tesla nun schon über 6 Produktionsstätten weltweit, eine größer, als die vorherige. Und nirgendwo in der Automobilbranche gibt es derart effiziente Produktionsstätten. Elon Musk beschreibt die Gigafactory als „eine Maschine die Maschinen baut„. Genialer Ansatz.

Berlin und Austin haben ca. 2 Jahre gedauert von Grundsteinlegung bis Eröffnung, was eine Rekordzeit darstellt. Und wer sich mal einen Drohnenflug durch die Fabrik angeschaut hat, kann nur staunen.

Was sagen eigentlich die Wettbewerber dazu?

Mercedes hatte im Mai 2009 ca. 9,1% der Anteile für $50 Mio. gekauft. Heute wären 10% von TSLA Anteile ca. $100 Mrd. wert. Dummerweise hatte Mercedes einen Teil sogleich und den Rest im Oktober 2014 mit Gewinn verkauft. Was für ein Fehler!

Auch die BEV-Verkaufszahlen von Mercedes (EQ) sehen im Vergleich mit Tesla bescheiden aus:

youtube.com/BestInTesla

Und hier ist der Vergleich mit allen anderen Herstellern im BEV Segment in Deutschland:

youtube.com/BestInTesla

Man kann sicher davon ausgehen, dass der Produktionsstart in Giga Berlin für Tesla zusätzlichen Schub im deutschen und europäischen Markt bringt.

In seinem TED Interview erklärte Musk, dass er kein Klimaaktivist sei. Erdöl und -gas seien aber nun einmal endlich und würden auch für chemische Prozesse dringend benötigt.

Als Bill Gates kürzlich anregte, einmal darüber zu reden, was man gemeinsam für das Klima tun könnte, erwiderte Musk, dass es dann doch seltsam sei, dass Gates im erheblichen Umfang TSLA shorten würde, also auf den Niedergang des Unternehmens wette, das weltweit wohl am meisten für Klimaschutz tun würde. Perfekte Antwort.

Muss ich noch mehr zu den anderen unternehmerischen Aktivitäten von Elon Musk ausführen?

SpaceX, Starlink, Tesla Energy, Neurolink, Boring company …

Und hoffentlich bald das Testa (Pi) Smartphone.

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Integriertes Solardach – nicht vom Weltmeister

Da wo ich lebe macht Solarstrom wirklich Sinn. Die Sonne scheint faktisch jeden Tag und kommt die meiste Zeit senkrecht von oben. Südorientierung? Dachneigung? Alles nebensächlich.

Vorgestern hat nun Elon Musk, Mehrheitseigner von Tesla und SolarCity, ein integriertes Solardach vorgestellt. Dachziegel mit integrierter Solarzelle. Und ich bin ziemlich baff.

Da hat sich Deutschland in vielen Jahren und mit viel Subventionen als Spitzenreiter bei solarer Energieerzeugung positioniert. Dann kommen die chinesischen Hersteller, die mit noch mehr Subventionen die deutschen Hersteller aus dem Markt schlagen. Die Antwort der deutschen Solarbranche? Innovation? Keine. Einknicken. Aufgeben.

Man verdient ja, dank EEG, auch mit chinesischen Modulen genug Geld.

Es braucht einen Querdenker wie Elon Musk, ehemaliger Software-Unternehmer, der die Funktionen der Dachbedeckung und Energieerzeugung in einem Produkt integriert. Eine mehr als naheliegende und wirklich elegante Lösung.

 

 

Komplettiert mit einem Batteriespeicher von 14 kWh, dem Powerwall 2, steht genug Energie zur Verfügung um ein großes Haus einen ganzen Tag auch ohne Sonne zu versorgen. Insgesamt ein schlüssiges Konzept, das seine Nutzer in vielen Regionen wirklich autark machen kann.

Solange sich deutsche Universitäten lieber mit Ökobastelei befassen, werden wohl auch künftig wegweisende Produkte zunehmend woanders entwickelt werden.

 

 

 

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