USA Energieverbrauch 2016 – 3% aus Wind und Solar

Immer lustig, wenn Leute mittels Abschaffung von Kohle, Öl und Gas, Nuklear sowieso, das Klima und damit die Welt retten wollen. Die Realität sieht etwas anders aus, wie der neueste Report der US-Energieagentur zeigt:


Kombiniert kommen Wind und Solar als „other renewables“ auf einen mickrigen Anteil von 3,2% und das nach Jahrzehnten massiver Förderung. 

Und trotz des Anstiegs bei Öl und Gas werden die USA weiter, quasi automatisch, ihre CO2-Emissionen reduzieren. Das kommt von der Ablösung alter Kohlekraftwerke durch neue und saubere Gaskraftwerke.

Wie so oft: die einen reißen die Klappe auf und die anderen machen einfach.

100.000 km

… kann man mit einem Benziner fahren, bis er so viel CO2 emittiert hat, wie allein die Herstellung einer Tesla -Batterie (85 kWh) erzeugt. Und der fährt ja dann auch nicht „emissionsfrei“.

insideevs_tesla

Tesla S Batterie / Quelle insideevs.com

Woher ich das weiß?

Aus der taz, die es wiederum von der schwedischen Energieagentur hat. Und die haben es ausgerechnet. Bei kleineren Autos/Batterien, wie beim Nissan Leaf sind es immer noch 30.000 km. (Keine Gewähr für die Zahlen, habe nicht nachgerechnet)

Was bedeutet, dass jegliche Förderung von e-Autos zum Zweck der CO²-Einsparung völliger Käse ist. Oder schlimmer noch: gezielte Umverteilung von unten nach oben, vom steuerzahlenden Durchschnittsverdiener zum Großverdiener, der sich eben einen Tesla S oder X für 100.000 Euro leisten kann.

Und kann sich das nicht mal die Politik vorrechnen lassen, bevor sie entsprechende Subventionen beschließt? Nicht? Ach so, wir sind ja gerade auf Weltrettungsmission.

Nicht falsch verstehen, ich liebe solche technologischen Meisterwerke und sie passen auch perfekt zu Panama:

  • 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • nur 440 km zwischen den Zentren Panama City und David
  • kein Winter

Was ich nicht ausstehen kann, ist die penetrant zur Schau getragene Bessermenschen-Weltrettungsattitüde, egal ob von Merkel oder Musk.

Noch ein Ranking – Top Ten der „klimafreundlichsten“ Länder

Präsident Obama hat den Klimawandel zur größten Bedrohung der Menschheit erklärt. Wirklich. Alle Staaten sind aufgefordert, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und wollen das beim Pariser Klimagipfel in Vertragsform bringen.

Hier schon mal die Top Ten der Länder mit den vorbildlich niedrigsten CO2 Emissionen:

10. Guinea

9. Äthiopien

8. Eritrea

7. Zentralafrikanische Republik

6. Burkina Faso

5. Mali

4. Lesotho

3. Republik Kongo

2. Tschad

1. Burundi

Um das Klima zu schützen, finanziert die US-dominierte Weltbank diesen und anderen Ländern auch keine Kraftwerke auf fossiler Brennstoffbasis mehr, sondern nur noch regenerative Energiequellen.

Rette das Klima, egal wie viele Menschenleben es kostet.

Was für eine menschenverachtende Politik. Diese Länder brauchen schnellstmöglich billige Energie. Menschen sterben dort, weil zum Kochen Dung verbrannt werden muss und weil die wenigen Krankenstationen keine stabile Stromversorgung haben.

Hilfe ist in Sicht: China hat die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank AIIB initiiert und selbst Länder wie Kanada und Großbritannien sind dabei, trotz der Warnungen aus Washington.

Es ist davon auszugehen, dass die AIIB Infrastruktur-Projekte ohne Klima-ideologische Scheuklappen vergeben wird.

China weitet damit seinen Einflussbereich in Asien und Afrika weiter aus, die USA verlieren.

Symbole einer gescheiterten Zivilisation

Auch nach mehr als 4 Jahren Leben unter der Sonne Panamas verfolge ich natürlich was in Deutschland passiert. Und wenn etwas die Lebensumstände dort in den nächsten Jahrzehnten massiv negativ beeinflussen wird, sind es in meinen Augen zwei Dinge:

– Staatsverschuldung und Energiepolitik

-Bildungs- und Sozialpolitik.

Zu letzterem will ich mich nicht äußern, zu ersterem schon. Beide Punkte haben sich unabhängig voneinander entwickelt, korrelieren inzwischen jedoch miteinander.

Bevor ich meine Meinung kundtue, will ich einen anderen zu Wort kommen lassen:

Ich bin James Lovelock, Wissenschaftler und Autor, bekannt als der Begründer der Gaia-Theorie, welche die Erde als selbstregulierendes System betrachtet, das an seiner Oberfläche immer Bedingungen für Leben sichert …

Ich bin ein Umweltschützer und Gründungsmitglied der Grünen, aber ich neige mein Haupt in Scham bei dem Gedanken, dass unsere ursprünglichen guten Absichten so missverstanden und falsch angewandt wurden.

Wir haben nie eine fundamentalistische Bewegung der Grünen beabsichtigt, die alle Energiequellen außer erneuerbaren ablehnt, noch haben wir erwartet, dass die Grünen unser unbezahlbares ökologisches Erbe beiseite schieben wegen ihrers Fehlers zu vestehen, dass die Bedürfnisse der Erde nicht getrennt werden können von den Bedürfnissen der Menschen.

Wir müssen dafür sorgen, dass die sich drehenden Windmühlen nicht wie die Statuen auf der Osterinsel, Denkmäler einer gescheiterten Zivilisation werden.

Quelle

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich entschieden die kostspieligste Energieversorgung der Welt aufzubauen. Das trifft nicht nur den privaten Abnehmer, sondern auch die Wirtschaft und belastet die öffentlichen Haushalte.

Forschungskapazitäten werden fehlallokalisiert, Milliarden werden in Projekten versenkt, die sich morgen als überflüssig erweisen werden.

All das basiert auf zwei Endzeitszenarien:

1. Erdöl und Erdgas gehen zur Neige, wir haben den Scheitelpunkt schon überschritten. Die peak-oil-Theorie.

2. Die CO2 Emissionen der industrialisierten Welt werden einen Klimawandel auslösen, der das Leben auf der Erde gefährdet. Eine Theorie, die in Deutschland inzwischen mainstream ist. Einer der führenden Protagonisten, der NASA Wissenschaftler James Hansen, hat vor Obama’s erster Amtszeit verkündet, dass der President genau 4 Jahre hätte, die Erde zu retten.

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Die 4 Jahre sind vergangen. Viele grüne Unternehmen, in die die Obama Administration Millionen und Milliarden investiert hatte, sind pleite oder stehen kurz davor. Ansonsten hat President Obama, zum Glück, nicht viel in Sachen Klima unternommen.

Was ist nun in den 4 Jahren mit der Erde passiert?

Nichts. Die globale Erwärmung ist schon seit Ende der 90er statistisch signifikant nicht mehr nachweisbar. Das führt dazu, dass  nun jeder Sturm, jede Trockenheit, jede Überschwemmung als Zeichen für das globale Klimachaos herhalten muss. Und ja, auch Kälteeinbrüche sind Beweis für globale Erwärmung.

Die USA haben trotzdem ihre CO2 Emissionen deutlich reduziert. Schuld daran ist die „böse“ Öl/Gasindustrie, die mit in Deutschland verpönten Verfahren das Thema peak-oil ad absurdum führt, und nebenbei durch den Umstieg von Schweröl auf Naturgas Emissionen aller Art dramatisch reduziert.

Der technische Fortschritt bringt Verbesserung und Verbrauchernutzen, nicht eine restriktive Politik.

Der neue Öl-/Gas-Boom wird uns wohl genug Zeit geben, um sichere Kernkraftwerke zu entwickeln und damit Energie wieder für alle bezahlbar zu machen.

Und die Windmühlen zu Don-Quichote-Denkmälern.

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