„Best time to be alive“

Hier am Panamakanal sehen wir immer mehr Flüssiggastanker gen Asien fahren, ein Rohstoff, exportiert von dem Land, das noch vor wenigen Jahren größter Importeur von Erdöl und Erdgas war.

 

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Quelle: Maran Gas Maritime

 

„Best time to be alive“ – so lautet der Titel eines Artikels von US-Präsident Obama im Wired Magazin. Bezüglich Titelzeile und der Betonung der Rolle technischen Fortschritts stimme ich mit ihm überein.

Ideologisch und lachhaft wird es dort, wo er beispielhaft einen Dad aus North Dakota erwähnt, der sich neue Kenntnisse aneignet, um die grüne Revolution voranzubringen.

North Dakota ist #3 im Ranking der US-Staaten bezüglich ihrer ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit  und eher dafür bekannt, mit neuen Fördertechnologien die USA auf den Weg zu Energie-Autarkie gebracht zu haben.

In diesem Feld hat eine wahre Energie- und keine grüne Revolution stattgefunden. Und wenn die USA als eines von wenigen Länder ihren CO2-Ausstoß in den letzten Jahren deutlich reduziert haben, dann ist das im wesentlichen dem Umstieg vom Energieträger Kohle auf Erdgas zu verdanken, gewonnen mit unkonventionellen Fördermethoden.

Was für eine un-präsidiale Ansprache, die diesen wichtigen Fakt nicht einmal erwähnt, weil es eben nicht zur grünen Agenda passt. Und all das aus dem Munde eines Präsidenten, in dessen Amtszeit „Klimawandel“ zur größten Bedrohung aufgebauscht, Kritik daran massiv unterdrückt und die wissenschaftliche Debatte für beendet erklärt, sozusagen ein Denkverbot verhängt wird.

Für mich bedenklich ist, wie die meisten Technologie-Unternehmer dies hinnehmen und einstimmen. Kein Wunder bei Elon Musk, der als Hersteller von Solarmodulen, Elektroautos und demnächst Batterien massiv an den grünen Subventionen partizipiert, seine Geschäftsmodelle darauf aufgebaut hat. Befremdend bei Apple und anderen, die lauthals und wider besseres Wissen davon reden, dass ihre Datencenter zu 100% von erneuerbaren Energien gespeist werden.

Keine einzige Industrie kann heute mit der wetterabhängigen Energieerzeugung aus Sonne und Wind existieren. Alle Industrien und unser Alltag funktionieren, weil ein kompletter zweiter Kraftwerkspark basierend auf Uran, Öl, Gas und Kohle jederzeit einspringen kann, wenn die Energiequellen der Traumtänzer wegen Dunkelheit, Schlechtwetter, Windstille oder Sturm nichts liefern.

 

 

Noch ein Ranking – Top Ten der „klimafreundlichsten“ Länder

Präsident Obama hat den Klimawandel zur größten Bedrohung der Menschheit erklärt. Wirklich. Alle Staaten sind aufgefordert, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und wollen das beim Pariser Klimagipfel in Vertragsform bringen.

Hier schon mal die Top Ten der Länder mit den vorbildlich niedrigsten CO2 Emissionen:

10. Guinea

9. Äthiopien

8. Eritrea

7. Zentralafrikanische Republik

6. Burkina Faso

5. Mali

4. Lesotho

3. Republik Kongo

2. Tschad

1. Burundi

Um das Klima zu schützen, finanziert die US-dominierte Weltbank diesen und anderen Ländern auch keine Kraftwerke auf fossiler Brennstoffbasis mehr, sondern nur noch regenerative Energiequellen.

Rette das Klima, egal wie viele Menschenleben es kostet.

Was für eine menschenverachtende Politik. Diese Länder brauchen schnellstmöglich billige Energie. Menschen sterben dort, weil zum Kochen Dung verbrannt werden muss und weil die wenigen Krankenstationen keine stabile Stromversorgung haben.

Hilfe ist in Sicht: China hat die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank AIIB initiiert und selbst Länder wie Kanada und Großbritannien sind dabei, trotz der Warnungen aus Washington.

Es ist davon auszugehen, dass die AIIB Infrastruktur-Projekte ohne Klima-ideologische Scheuklappen vergeben wird.

China weitet damit seinen Einflussbereich in Asien und Afrika weiter aus, die USA verlieren.

Symbole einer gescheiterten Zivilisation

Auch nach mehr als 4 Jahren Leben unter der Sonne Panamas verfolge ich natürlich was in Deutschland passiert. Und wenn etwas die Lebensumstände dort in den nächsten Jahrzehnten massiv negativ beeinflussen wird, sind es in meinen Augen zwei Dinge:

– Staatsverschuldung und Energiepolitik

-Bildungs- und Sozialpolitik.

Zu letzterem will ich mich nicht äußern, zu ersterem schon. Beide Punkte haben sich unabhängig voneinander entwickelt, korrelieren inzwischen jedoch miteinander.

Bevor ich meine Meinung kundtue, will ich einen anderen zu Wort kommen lassen:

Ich bin James Lovelock, Wissenschaftler und Autor, bekannt als der Begründer der Gaia-Theorie, welche die Erde als selbstregulierendes System betrachtet, das an seiner Oberfläche immer Bedingungen für Leben sichert …

Ich bin ein Umweltschützer und Gründungsmitglied der Grünen, aber ich neige mein Haupt in Scham bei dem Gedanken, dass unsere ursprünglichen guten Absichten so missverstanden und falsch angewandt wurden.

Wir haben nie eine fundamentalistische Bewegung der Grünen beabsichtigt, die alle Energiequellen außer erneuerbaren ablehnt, noch haben wir erwartet, dass die Grünen unser unbezahlbares ökologisches Erbe beiseite schieben wegen ihrers Fehlers zu vestehen, dass die Bedürfnisse der Erde nicht getrennt werden können von den Bedürfnissen der Menschen.

Wir müssen dafür sorgen, dass die sich drehenden Windmühlen nicht wie die Statuen auf der Osterinsel, Denkmäler einer gescheiterten Zivilisation werden.

Quelle

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich entschieden die kostspieligste Energieversorgung der Welt aufzubauen. Das trifft nicht nur den privaten Abnehmer, sondern auch die Wirtschaft und belastet die öffentlichen Haushalte.

Forschungskapazitäten werden fehlallokalisiert, Milliarden werden in Projekten versenkt, die sich morgen als überflüssig erweisen werden.

All das basiert auf zwei Endzeitszenarien:

1. Erdöl und Erdgas gehen zur Neige, wir haben den Scheitelpunkt schon überschritten. Die peak-oil-Theorie.

2. Die CO2 Emissionen der industrialisierten Welt werden einen Klimawandel auslösen, der das Leben auf der Erde gefährdet. Eine Theorie, die in Deutschland inzwischen mainstream ist. Einer der führenden Protagonisten, der NASA Wissenschaftler James Hansen, hat vor Obama’s erster Amtszeit verkündet, dass der President genau 4 Jahre hätte, die Erde zu retten.

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Die 4 Jahre sind vergangen. Viele grüne Unternehmen, in die die Obama Administration Millionen und Milliarden investiert hatte, sind pleite oder stehen kurz davor. Ansonsten hat President Obama, zum Glück, nicht viel in Sachen Klima unternommen.

Was ist nun in den 4 Jahren mit der Erde passiert?

Nichts. Die globale Erwärmung ist schon seit Ende der 90er statistisch signifikant nicht mehr nachweisbar. Das führt dazu, dass  nun jeder Sturm, jede Trockenheit, jede Überschwemmung als Zeichen für das globale Klimachaos herhalten muss. Und ja, auch Kälteeinbrüche sind Beweis für globale Erwärmung.

Die USA haben trotzdem ihre CO2 Emissionen deutlich reduziert. Schuld daran ist die „böse“ Öl/Gasindustrie, die mit in Deutschland verpönten Verfahren das Thema peak-oil ad absurdum führt, und nebenbei durch den Umstieg von Schweröl auf Naturgas Emissionen aller Art dramatisch reduziert.

Der technische Fortschritt bringt Verbesserung und Verbrauchernutzen, nicht eine restriktive Politik.

Der neue Öl-/Gas-Boom wird uns wohl genug Zeit geben, um sichere Kernkraftwerke zu entwickeln und damit Energie wieder für alle bezahlbar zu machen.

Und die Windmühlen zu Don-Quichote-Denkmälern.

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