Energy Highway

Dieses Bild zeigt den LNG Tanker KITA LNG bei der Durchfahrt unter der noch im Bau befindlichen Atlantikbrücke über die Panamakanal-Einfahrt und zeigt symbolisch neue Entwicklungen im Welthandel.

Gas im Überfluss dank hydraulic fracturing und der erweiterte Panamakanal sorgen dafür, dass Asien ausreichend und bezahlbare Energie bekommt.

Die Wirtschaftsmacht Japan hat keinerlei Öl- oder Gasvorkommen, sondern ist komplett auf Importe angewiesen. Flüssiggas von der US-Golfküste vermindert die Abhängigkeit von arabischen und russischen Lieferanten.

 

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Der Tanker hat Liquified Natural Gas, auf 25 kPa komprimiert und bei -162°C, nach Japan gebracht und ist auf dem Heimweg von Oita nach Beaumont-Port Arthur, Texas.  Mit seiner Breite 44 m bei einer Länge 294,2 m passt das Schiff nur durch die neuen Schleusen und ist auch genau dafür ausgelegt.

Details zu der im Bau befindlichen Brücke habe ich hier und hier gegeben.

 

 

USA Energieverbrauch 2016 – 3% aus Wind und Solar

Immer lustig, wenn Leute mittels Abschaffung von Kohle, Öl und Gas, Nuklear sowieso, das Klima und damit die Welt retten wollen. Die Realität sieht etwas anders aus, wie der neueste Report der US-Energieagentur zeigt:


Kombiniert kommen Wind und Solar als „other renewables“ auf einen mickrigen Anteil von 3,2% und das nach Jahrzehnten massiver Förderung. 

Und trotz des Anstiegs bei Öl und Gas werden die USA weiter, quasi automatisch, ihre CO2-Emissionen reduzieren. Das kommt von der Ablösung alter Kohlekraftwerke durch neue und saubere Gaskraftwerke.

Wie so oft: die einen reißen die Klappe auf und die anderen machen einfach.

„Best time to be alive“

Hier am Panamakanal sehen wir immer mehr Flüssiggastanker gen Asien fahren, ein Rohstoff, exportiert von dem Land, das noch vor wenigen Jahren größter Importeur von Erdöl und Erdgas war.

 

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Quelle: Maran Gas Maritime

 

„Best time to be alive“ – so lautet der Titel eines Artikels von US-Präsident Obama im Wired Magazin. Bezüglich Titelzeile und der Betonung der Rolle technischen Fortschritts stimme ich mit ihm überein.

Ideologisch und lachhaft wird es dort, wo er beispielhaft einen Dad aus North Dakota erwähnt, der sich neue Kenntnisse aneignet, um die grüne Revolution voranzubringen.

North Dakota ist #3 im Ranking der US-Staaten bezüglich ihrer ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit  und eher dafür bekannt, mit neuen Fördertechnologien die USA auf den Weg zu Energie-Autarkie gebracht zu haben.

In diesem Feld hat eine wahre Energie- und keine grüne Revolution stattgefunden. Und wenn die USA als eines von wenigen Länder ihren CO2-Ausstoß in den letzten Jahren deutlich reduziert haben, dann ist das im wesentlichen dem Umstieg vom Energieträger Kohle auf Erdgas zu verdanken, gewonnen mit unkonventionellen Fördermethoden.

Was für eine un-präsidiale Ansprache, die diesen wichtigen Fakt nicht einmal erwähnt, weil es eben nicht zur grünen Agenda passt. Und all das aus dem Munde eines Präsidenten, in dessen Amtszeit „Klimawandel“ zur größten Bedrohung aufgebauscht, Kritik daran massiv unterdrückt und die wissenschaftliche Debatte für beendet erklärt, sozusagen ein Denkverbot verhängt wird.

Für mich bedenklich ist, wie die meisten Technologie-Unternehmer dies hinnehmen und einstimmen. Kein Wunder bei Elon Musk, der als Hersteller von Solarmodulen, Elektroautos und demnächst Batterien massiv an den grünen Subventionen partizipiert, seine Geschäftsmodelle darauf aufgebaut hat. Befremdend bei Apple und anderen, die lauthals und wider besseres Wissen davon reden, dass ihre Datencenter zu 100% von erneuerbaren Energien gespeist werden.

Keine einzige Industrie kann heute mit der wetterabhängigen Energieerzeugung aus Sonne und Wind existieren. Alle Industrien und unser Alltag funktionieren, weil ein kompletter zweiter Kraftwerkspark basierend auf Uran, Öl, Gas und Kohle jederzeit einspringen kann, wenn die Energiequellen der Traumtänzer wegen Dunkelheit, Schlechtwetter, Windstille oder Sturm nichts liefern.

 

 

Der große Umbau

Von meiner Loggia aus kann ich in der Morgensonne die 30 km entfernten knapp 100 Windräder bei Penonome sehen und in der Dunkelheit ihre roten Blinklichter. Imposant und weit genug entfernt.

Sicher leistet diese Anlage einen Beitrag, damit die Speicherseen zur Stromgewinnung in der Trockenzeit nicht so schnell leer laufen. Und inzwischen sind auch einige großflächige Solarkraftwerke geplant. Panama diversifiziert seine Energieerzeugung.

In Deutschland passiert gerade das Gegenteil von Diversifizierung. Nachdem sich Politiker und Klimafanatiker wie kleine Kinder über den Vertrag von Paris gefreut haben, haben Greenpeace Energy und HTW jetzt mal vorgestellt, was das für Deutschland bedeutet:

Ab 2020 dürfen keine herkömmlichen Heizsysteme und ab 2025 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Ende der Kohleförderung bis 2030 und Ausrüstung der Fernstraßen bis 2040 mit Oberleitungen.

Wer bisher schon die Eimischung der EU in den Alltag des Bürgers für eine Zumutung hielt, wird sich noch wundern.

Laut Greenpeace und HTW müssen bis 2040 jährlich neu errichtet werden:

Onshore Windkraft: 6,3 GW (2016: 2,9 GW)

Offshore Windkraft: 2,9 GW

Solar: 15 GW (2016: 1 Gw)

Dazu kommen notwendige Speicherkapazitäten, von denen es großtechnisch auf absehbare Zeit nur die Elektrolyse gibt, ein chemischer Prozess, der mittels erneuerbarer Energie Gas erzeugt, das wiederum im vorhandenen Netz gespeichert werden kann. Der Prozess hat einen niedrigen Wirkungsgrad und ein Großteil des Gases muss ja irgendwann wieder mittels Turbinen in Elektroenergie umgewandelt werden.

Statt also böses und möglicherweise noch gefracktes Naturgas direkt in Gasturbinen zu verbrennen, baut man erst einmal Windräder, nutzt den Strom um mittels Elektrolyse nunmehr gutes Gas zu erzeugen und dieses zu verbrennen.

Was wird Deutschland am Ende haben: die teuerste instabile Energieversorgung der Welt, ein verbautes Land, keinerlei Einfluss auf das Klima und den Spott der Welt.

Absurdistan mitten in Europa.

Quelle:  Greenpeace Energy

Noch ein Ranking – Top Ten der „klimafreundlichsten“ Länder

Präsident Obama hat den Klimawandel zur größten Bedrohung der Menschheit erklärt. Wirklich. Alle Staaten sind aufgefordert, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und wollen das beim Pariser Klimagipfel in Vertragsform bringen.

Hier schon mal die Top Ten der Länder mit den vorbildlich niedrigsten CO2 Emissionen:

10. Guinea

9. Äthiopien

8. Eritrea

7. Zentralafrikanische Republik

6. Burkina Faso

5. Mali

4. Lesotho

3. Republik Kongo

2. Tschad

1. Burundi

Um das Klima zu schützen, finanziert die US-dominierte Weltbank diesen und anderen Ländern auch keine Kraftwerke auf fossiler Brennstoffbasis mehr, sondern nur noch regenerative Energiequellen.

Rette das Klima, egal wie viele Menschenleben es kostet.

Was für eine menschenverachtende Politik. Diese Länder brauchen schnellstmöglich billige Energie. Menschen sterben dort, weil zum Kochen Dung verbrannt werden muss und weil die wenigen Krankenstationen keine stabile Stromversorgung haben.

Hilfe ist in Sicht: China hat die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank AIIB initiiert und selbst Länder wie Kanada und Großbritannien sind dabei, trotz der Warnungen aus Washington.

Es ist davon auszugehen, dass die AIIB Infrastruktur-Projekte ohne Klima-ideologische Scheuklappen vergeben wird.

China weitet damit seinen Einflussbereich in Asien und Afrika weiter aus, die USA verlieren.

Kurztrip nach Baja California Sur

Ein erfreulicher Anlass bringt uns für einige Tage erneut nach Mexiko. Schon immer hat mich interessiert, wie es auf dieser Verlängerung von Kalifornien wohl aussehen mag: Baja California.

Wir fliegen von Panama City 3 Stunden nach Mexico City, eine scheinbar endlose moderne Großstadt mit 20 Mio. Einwohnern, am Fuß des Popocatepetl.

Mecixo City

Von da sind es nochmal 2 Stunden nach Los Cabos International, am Südzipfel der Halbinsel. Unser Hotel ist 40 Minuten entfernt und so haben wir ausreichend Gelegenheit , die Landschaft zu studieren: hohe Berge, wilde Flusstäler, badlands mit Sträuchern und Kakteen.

Und dann öffnet sich der Blick zum Pazifik, mit goldfarbenen Sandstränden und weitläufigen Hotelanlagen. Wilde Natur und ziemlich luxuriöse Zivilisation nebeneinander.

Cabo beach rocks

Cabo San Lucas

Rock homes

Rock homes

Hier, in Baja California Sur, ist mit viel Ideen, Kapital und Energie ein kleines Paradies entstanden und die Gegend um Cabo San Lucas und San Jose del Cabos ist nicht umsonst sehr beliebtes Urlaubsziel. Der Human Development Index der Region liegt mit am höchsten in Mexico.

Der Südzipfel der Halbinsel ist ca. 1600 km von San Diego entfernt. Und jetzt stellen wir uns mal vor, Energie aus fossilen Quellen wäre gebannt, wie es ja viele heute fordern, um die Welt zu retten. Wie sähe das Leben in Baja California Sur aus, wenn man von Solar- und Windenergie abhängig wäre? Naturnaher Eco-Tourismus? Wohl kaum, da es weder Straßen noch Flugplätze gäbe, niemand dort hinkommt und auch 24 Stunden Sonne und Wind nicht ausreichen, um felsiges Land in lebenswerte Städte umzuwandeln. (siehe „The Moral Case for Fossil Fuels“ von Alex Epstein, das es hoffentlich bald in deutscher Übersetzung gibt) 

  

Nach 4 Tagen geht es zurück. Wir haben wieder ein paradiesisches Fleckchen kennengelernt. Tourismus hat in Mexiko einen hohen Stellenwert und der Service ist deutlich professioneller als in Panama.

Verboten!

Das Handelsblatt meldet heute, dass in der Bundesregierung ein Verbot von Hydraulic Fracturing, kurz Fracking, erwogen wird. Das ist dann, soweit ich weiß, nach Gentechnik, Kernenergie, Stammzellen ein weiteres Feld auf dem sich Deutschland in Forschung und Anwendung aus ideologischen Gründen Selbstbeschränkung auferlegt. Was kommt als nächstes?

Roboter und selbstfahrende Autos, Drohnen, Nanotechnologie, künstliche Intelligenz? Wie weit die Technikfeindlichkeit schon Alltag ist, hat man ja schön bei Google Streetview sehen können.

Niemand sagt, dass man neuen Technologien gegenüber unkritisch sein soll. Die Vogel-Strauss-Methode ändert aber nichts daran, dass die Welt sich ändert, ob wir wollen oder nicht. Mitgestalten ist die einzige Option für ein entwickeltes Land.

Lansam aber nahezu unvermeidlich wächst in Deutschland eine Generation in Angst heran. Angst vor Klima, Angst vor Gentechnik, Angst vor Google – Angst vor Fortschritt und Veränderung.

Das oben erwähnte Fracking macht die USA zunehmend unabhängig vom Öl-/Gasimport, macht sie gelassener und verändert spürbar die geopolitische Lage. So werden demnächst die Europäer sich selbst Gedanken um ihre Energieversorgung machen müssen, egal ob aus dem Nahen Osten oder aus Russland, was beides derzeit keine stabilen Partner sind. Und Windmühlen, ein Konzept aus dem Mittelalter, werden dabei kaum hilfreich sein.

Im Silicon Valley denken die Leute „big“, wollen die Welt verändern, während es in Deutschland um Verzicht geht, um Energie sparen, Müll trennen, vegetarisch essen und Kleinwagen fahren. Welche von beiden Strömungen wird wohl unsere Welt von morgen gestalten? Die Angsthasen und Bedenkenträger? Hoffentlich nicht.

Wer also nicht in einem luftdicht gedämmten Haus vegetieren will, sollte mal erwägen in die Tropen zu ziehen.

Wo man ganzjährig draußen lebt, immer frisches Essen auf dem Tisch hat, sich nicht für seinen SUV und diverse Freizeitfahrzeuge am Strand rechtfertigen muss, wo die Menschen immer besser und nicht in verordneter Selbstbeschränkung leben wollen.

Besser leben in Panama. Hier nochmal der Film.

P.S. Und wo glücklicherweise niemand auf die eigenartige Idee kommt, viele Kilometer weit draußen im Meer Windmühlen aufzustellen, mit Dieselgeneratoren am Drehen zu halten, damit sie nicht einrosten. Und seine Bürger dafür zahlen zu lassen.

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