Der große Umbau

Von meiner Loggia aus kann ich in der Morgensonne die 30 km entfernten knapp 100 Windräder bei Penonome sehen und in der Dunkelheit ihre roten Blinklichter. Imposant und weit genug entfernt.

Sicher leistet diese Anlage einen Beitrag, damit die Speicherseen zur Stromgewinnung in der Trockenzeit nicht so schnell leer laufen. Und inzwischen sind auch einige großflächige Solarkraftwerke geplant. Panama diversifiziert seine Energieerzeugung.

In Deutschland passiert gerade das Gegenteil von Diversifizierung. Nachdem sich Politiker und Klimafanatiker wie kleine Kinder über den Vertrag von Paris gefreut haben, haben Greenpeace Energy und HTW jetzt mal vorgestellt, was das für Deutschland bedeutet:

Ab 2020 dürfen keine herkömmlichen Heizsysteme und ab 2025 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Ende der Kohleförderung bis 2030 und Ausrüstung der Fernstraßen bis 2040 mit Oberleitungen.

Wer bisher schon die Eimischung der EU in den Alltag des Bürgers für eine Zumutung hielt, wird sich noch wundern.

Laut Greenpeace und HTW müssen bis 2040 jährlich neu errichtet werden:

Onshore Windkraft: 6,3 GW (2016: 2,9 GW)

Offshore Windkraft: 2,9 GW

Solar: 15 GW (2016: 1 Gw)

Dazu kommen notwendige Speicherkapazitäten, von denen es großtechnisch auf absehbare Zeit nur die Elektrolyse gibt, ein chemischer Prozess, der mittels erneuerbarer Energie Gas erzeugt, das wiederum im vorhandenen Netz gespeichert werden kann. Der Prozess hat einen niedrigen Wirkungsgrad und ein Großteil des Gases muss ja irgendwann wieder mittels Turbinen in Elektroenergie umgewandelt werden.

Statt also böses und möglicherweise noch gefracktes Naturgas direkt in Gasturbinen zu verbrennen, baut man erst einmal Windräder, nutzt den Strom um mittels Elektrolyse nunmehr gutes Gas zu erzeugen und dieses zu verbrennen.

Was wird Deutschland am Ende haben: die teuerste instabile Energieversorgung der Welt, ein verbautes Land, keinerlei Einfluss auf das Klima und den Spott der Welt.

Absurdistan mitten in Europa.

Quelle:  Greenpeace Energy

Beinahe perfekt

Gestern stolperte ich über die Website eines deutschen Anbieters „nachhaltiger“ Email-Dienste und war ziemlich beeindruckt:

„Unsere Mitarbeiter kommen mit ÖPNV oder Fahrrad zur Arbeit … sitzen an FSC-zertifizierten Holzschreibtischen … erhalten biologisch-vegetarisches Essen … die nachhaltigen Email-Postfächer werden mit 100% Greenpeace-Energie betrieben … wir sparen so CO2, Atommüll “ usw.

Was so vorbildlich klingt, ist in Wirklichkeit ziemlich egoistisch gedacht. Wenn IHR nämlich den ganzen Ökostrom verbraucht, bleibt für die Restbevölkerung nicht mehr viel übrig und die MÜSSEN dann den Dreckstrom aus fossilen und Kernkraftwerken verwenden. Klar dass IHR da moralisch weit überlegen seid.

Und solch gefühlte moralische Überlegenheit führt bei anderen Leuten dann schon mal dazu, dass man

  • Bücher von Wissenschaftlern verbrennt, die von der IPCC-Linie abweichen Link
  • Kampagnen startet, damit solche Wissenschaftler von ihren Arbeitgebern gefeuert werden Link
  • auch schon mal Gefängnis und sogar Todesstrafe für sog. Klimawandel-Leugner fordert Link

Was ist nur aus dem guten alten Umweltschutz geworden: eine aggressive Ideologie, die abweichende Meinungen diktatorisch unterdrückt. Klingt inzwischen genau wie „Die Partei, die Partei die hat immer recht …“

Nein, danke.

Hier ist, was Dr. Patrick Moore sagt, ein Ökologe der Greenpeace mitgegründet, aber längst verlassen hat, nachdem die Organisation „ihre humanitäre Orientierung verloren hat“:

“Es gibt eine mächtige Interessenkonvergenz unter den Eliten, die das Klimathema vorantreiben:
Umweltschützer verbreiten Angst, erhöhen damit ihr Spendenaufkommen. Politiker treten auf als retten sie die Welt vor dem Untergang. Die Medien haben ein Dauerthema voller Sensationen und Konflikte. Wissenschaftseinrichtungen werben Milliardenzuschüsse ein, gründen ganze neue Institute und schüren immer mehr beängstigende Szenarien.
Unternehmen wollen grün erscheinen und Zuschüsse für Projekte erhalten, die wirtschaftlich nicht tragfähig sind, so wie Wind- und Solarfarmen. Und die Linke sieht den Klimawandel als ein perfektes Mittel, um Reichtum aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer und die UN-Bürokratie zu verteilen.”

Übrigens, unser Email-Postfachanbieter ist gendermäßig ja ganz schwach aufgestellt: Nur 3 Frauen, aber 9 Wesen, die wie Männer aussehen. Da geht noch was!

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