Obamas Vineyard

Vor der Küste des Bundesstaates Massachusetts liegt die Insel Martha’s Vineyard, ein beliebtes Ziel Prominenter: John F. Kennedy Jr., der Sohn des Präsidenten crashte mit seinem Flugzeug auf dem Weg dorthin, ich selbst landete dort, um die besten Shrimp zu essen und jetzt haben die Obamas eine Strandvilla in 1a Lage gekauft.

Quelle: Google Earth

Das Objekt hat heftige $15 Mio. gekostet, liegt allerdings nur 3 Meter (drei) über dem Meeresspiegel. Was ist denn das für eine Fehlinvestition?

Der ganze Komplex wird doch wegen der Klimakatastrophe demnächst von genau dem ansteigenden Meeresspiegel verschlungen werden, vor dem uns der Präsident Obama jahrelang gewarnt hat.

Oder wollte er damit nur den Preis drücken?

(Titelbild: realtor.com)

Ich kriege nasse Füße

Muss ich mir Sorgen machen, der ich nur wenige hundert Meter vom Pazifikstrand wohne? Sind all meine Lieblings-Strandrestaurants bald unter Wasser? Und wo soll ich dann mit Ehefrau und Freunden essen gehen? Muss ich bald verhungern?

 

velero

 

Die Wirtschaftswoche kolportiert am 6.8.2016 folgendes:

„Die Meeresspiegel werden um mehrere Meter steigen, das ist sicher. Billionen Dollar von Vermögen drohen in den nächsten Jahrzehnten zu versinken.“ (Hervorhebung von mir)

Der erste Teil der Aussage wird durch den zweiten Satz zeitlich genau definiert:

In den nächsten Jahrzehnten … werden die Meeresspiegel sicher um mehrere Meter steigen.“

Da kommen mir sofort Fotomontagen des überfrorenen New York aus den 70ern, wegen der nächsten Eiszeit, und des abgesoffenen Kölner Doms aus den 90ern, wegen der globalen Erwärmung, in den Sinn. Hört das denn nie auf?

Nehmen wir also mal den Taschenrechner in die Hand und als „die nächsten Jahrzehnte“ die Zeit bis Ende des Jahrtausends an, also noch 84 Jahre. Und für „mehrere Meter“ nehmen wir der Einfachheit halber 4,2m, also 420 cm.

Daraus folgt, dass der Meeresspiegel ab sofort jedes Jahr um spektakuläre 5 cm steigen müsste, im Jahrhundert um ganze 5 Meter.

Während der letzen Jahrhunderte hat der Anstieg des Meeresspiegels allerdings bei nur 18 cm pro Jahrhundert gelegen. Und das soll jetzt innerhalb weniger Jahrzehnte sicher auf 5 Meter ansteigen? Wo kommt all das Wasser her? Ausdehnung wegen Erwärmung? Abschmelzen des Grönlandeises und der Antarktik? Und wo kommt dafür die Energie her, auf die Schnelle? Da muss man nicht Ingenieur sein, um ins Grübeln zu kommen.

Noch fragwürdiger wird es, wenn man weiß, dass Al Gore in seinem Propagandafilm „Eine unbequeme Wahrheit“ schon in 2006 einen solchen Anstieg angekündigt hat, sogar bis auf 6 m pro Jahrhundert. Zu bemerken war davon in den seitdem bereits vergangenen 10 Jahren allerdings nichts, kein Anstieg um 50 cm und auch keine Beschleunigung des üblichen langsamen Anstiegs um ca. 1,8 mm pro Jahr.

Hier die offizielle Bestätigung.

Und Al Gore scheint seinen Prognosen selbst nicht zu trauen. Hätte er sonst zu gleicher Zeit ein Oceanfront (!) Apartment in San Francisco gekauft?

Leichtsinnig, Mr. Vice President.

Was mich geradezu entsetzt ist, wie eine der Sachlichkeit verpflichtete Wirtschaftszeitung grüne Horrorstories verbreiten und auch noch als sicher deklarieren kann, die schon mit gesundem Menschenverstand als völlig haltlos einzuordnen sind.

Ist es nicht mehr Aufgabe von Journalisten zu zweifeln, zu hinterfragen und zu entlarven? Hat man das in der Tätigkeitsbeschreibung ersetzt durch „Du sollst jeden Müll nachdrucken, ohne nachzudenken, solange es zur Regierungspolitik passt!“? 

„Wirtschaftswoche“ – wieder ein Titel weniger auf der Leseliste. Das ist sicher.

Unsere Lieblings-Strandrestaurants bleiben in Betrieb und Sie können, wie Vice President Al Gore, unbesorgt ein Oceanview Apartment kaufen. Hier.

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