Ein bißchen Geopolitik und historische Parallelen

In diesem Video wird ein Eisenbahnprojekt vorgestellt, das die Hauptstadt Panama City mit der zweitgrößten Stadt des Landes, dem 444 km entfernten David verbinden soll – gebaut von der Volksrepublik China.

Inzwischen scheint der Plan vom Tisch zu sein und ich, obwohl Freund großer Infrastrukturprojekte, bin darüber erleichtert.

Präsident Cortizo, der in Texas studiert hat, scheint nicht ein so großer Freund der chinesischen Kommunisten zu sein, wie sein Vorgänger Varela. Und das ist gut so.

Sprung nach Deutschland, wo letzte Woche eine Lieferung Schutzmasken aus der Volksrepublik China am Leipziger Flughafen die Ehre hatte, von der Bundesministerin der Verteidigung persönlich empfangen zu werden.

Einer wenige Tage zuvor erfolgten Schenkung(!) solcher Masken aus der Republik China (Taiwan) war solche regierungsoffizielle Präsenz nicht zuteil geworden.

Das befremdet umso mehr, als die Vorgehensweise der KP Chinas in der Frühphase der Epidemie es dem Virus erst ermöglicht hat, die Welt zu erobern, mit mehr als zweihunderttausend Toten, unermesslichen wirtschaftlichen und sozialen Schäden. Verschärfend kommt hinzu, dass es in vielen Ländern massive Beschwerden über die miserable Qualität der Ware aus Peking gibt und oftmals sogar zurückgeschickt wurde.

Wie kann sich in dieser Konstellation die deutsche Regierung im Verhältnis zu Peking derart anbiedernd und im Fall von Taipeh so ignorant verhalten?

Der VR China ist es über die Jahre gelungen, mit Aussicht auf einen riesigen Absatzmarkt, ihren Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen. Frage ist, ob die regierende KP Chinas die der epidemologischen Krise nachfolgenden wirtschaftlichen und politischen Krisen überstehen wird. Ich glaube nicht und es gibt dafür historische Parallelen.

Die Atomkatastrophe von Tchernobyl und die damit einhergehende, für Diktaturen typische Verschleierungstaktik, waren ein Meilenstein im Niedergang der Sowjetunion und damit des gesamten sozialistischen Weltsystems.

Heute ist es der Unfall von Wuhan, wo die KPCh fast ebenso agiert, wie die KPdSU damals.

In Folge der Coronakrise wird es weltweit, zuerst in den USA, massive Bestrebungen geben, sich aus Abhängigkeiten von Peking zu lösen. In den 80ern war es Präsident Reagan, der seine Berater fragte, ob die Russen wirklich wirtschaftlich so stark wären, dass man sie fürchten müsse. Es stellte sich heraus, dass die Sowjetunion, damals wie heute, wirtschaftlich ein Papiertiger war. So beschloss man, sie auszubluten, was erfolgreich war.

China ist heute, dank dem Westen, wirtschaftlich viel stärker als die Sowjetunion damals war und heute ist. Nichtsdestotrotz wird das Rückverlagern von industrieller Produktion, das schrittweise Abschneiden Chinas vom US-Finanzsystem sich ähnlich auswirken, wie damals.

Unter solchen Rahmenbedingungen, schwache Wirtschaft und zunehmende Repression, sind in Russland und Osteuropa die kommunistischen Parteien letztlich auf der Straße, von der eigenen Bevölkerung, zu Fall gebracht worden. Ist das in China auch vorstellbar?

Die Volksrepublik China hat ca. 1.440 Mio. Einwohner und davon sind 90 Mio. Mitglieder der KP. Das sind ca. 6% der Bevölkerung. Sind das genug engagierte Parteimitglieder, auf die die Führung in Peking bei Unruhen zählen kann? Klares Nein!

In der abgeschafften Deutschen Demokratischen Republik gab es bei nur 16 Mio. Einwohnern immerhin 2,3 Mio. Parteimitglieder. Das waren 14%, also mehr als doppelt so viele wie in China. Hat es den Betonköpfen um Honecker, Mielke und Krenz genützt? Nein, zum Glück nicht.

Man muss dazu wissen, dass die Mitgliedschaft in solchen Parteien ja keineswegs immer bedingungslose Gefolgschaft bedeutet. Neben der geringen Zahl an wirklichen Fanatikern sind die meisten nur dabei, um ihr berufliches Fortkommen nicht zu gefährden. Eine weitere Kategorie sind die Idealisten, die meinen, dass man so ein System von innen verändern muss.

Diese beiden Gruppen sind nicht nur nicht loyal, sondern wechseln bei erstbester Gelegenheit die Seiten. Und meine Prognose ist, dass genau das demnächst in der VR China passieren wird.

Noch eine Parallele: Sowohl Ronald Reagan als auch Donald Trump waren Quereinsteiger und wurden vom jeweiligen Establishment lange nicht ernst genommen.

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Höhepunkt in Panama und die teuflische Rolle Chinas

Gestern hat es erstmals in diesem Jahr wieder geregnet, die grüne Jahreszeit beginnt.

Markiert es zugleich den Höhepunkt der Coronakrise im Land und wie wird die Rückkehr in den Normalzustand aussehen?

Und was wissen wir inzwischen über die Quelle und das Agieren Chinas?

Die Neuinfektionszahlen der letzten Tage lauten: 260 – 166 – 72 – 102. Unter den 1.800 Genesenen befindet sich auch diese 99-jährige Dame, eine gute Nachricht für viele Senioren, die nicht multiple Gesundheitsprobleme haben.

Quelle: prensa.com

Das ist ein deutlicher Trend, der die strengen Quarantänemaßnahmen zu rechtfertigen scheint. Diese waren zunächst bis heute angesetzt. Das Land wartet nun auf die nächsten Schritte und mögliche erste Entspannung.

Hoffen wir mal, dass die Regierung bei der Lockerung und Revitalisierung der Wirtschaft eine ebenso glückliche Hand hat.

Die Multi-Trillion-Dollar-Frage ist nun: Woher kam der Virus und wer bezahlt den Schaden?

Meine primäre Informationsquelle ist der War room Pandemic, ein tägliches und außerordentliches journalistisches Format, das als Podcast und auf einer Vielzahl Rundfunksender, via youtube und Twitter Millionen Menschen weltweit erreicht und, mit Untertiteln versehen, auch den chinesischen Firewall überwindet.

Stephen K. Bannon, Trumps Wahlkampf- und einige Zeit strategischer Berater hat dieses Format während des Impeachment-Prozesses geschaffen und frühzeitig erkannt, dass der Ausbruch in Wuhan in eine Pandemie umschlagen wird, in der wie im Krieg agiert werden muss. Deshalb passt der Begriff war room. In jeder Episode werden dort wirkliche Insider aus Medizin, Politik, Wirtschaft, Finanzindustrie und China zugeschaltet, was die Sendung zu einer Informationsquelle erster Güte macht.

Nachdem es zuerst um Infektionen und Maßnahmen sowie die Reaktion der Politik ging, bewegt sich der Schwerpunkt nun zur Ursache und zur Revitalisierung der US-Wirtschaft.

Es ist offensichtlich, dass die China-Euphorie der letzten zwei Dekaden in bestimmten Kreise dazu geführt hat, die hässliche Seite Chinas komplett auszublenden. Die billigen Preise Made in China haben zu unglaublichen Profiten einerseits, zum Verlust von Millionen Arbeitsplätzen in den USA andererseits geführt.

Das Vorgehen der Kommunistischen Partei Chinas in dieser Krise war hinterhältig und extrem gefährlich. Nachdem längst klar war, dass es eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt, hat die Führung in Peking das nicht nur verheimlicht, sondern auch die willfährige WHO eingespannt und seelenruhig chinesische Bürger weiter in alle Welt reisen lassen.

Dieser Virus ist nicht gezielt, sondern durch Schlamperei aus einem der beiden Wuhan-Labore entsprungen, aber das Verhalten der Führung in Peking hat es zur Biowaffe gemacht. Nicht China ist schuld, sondern die kommunistische Partei Chinas. Das chinesische Volk leidet darunter mehr noch, als der Rest der Welt.

Du zweifelst? Nun, als die chinesische Führung wusste, dass in Wuhan etwas grob schiefgelaufen war, und bevor man warnte, wurde in aller Welt im großen Stil Schutzausrüstung eingekauft und nach China transportiert.

Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wie große Unternehmen ihre Zulieferer in der VR China schrittweise ablösen, essentielle Bestandteile von Endprodukten im eigenen Land oder zumindest nicht mehr in China fertigen lassen. Globalisierung wird neu definiert werden.

Die KPCh wird erhebliche Probleme bekommen, das Volk weiterhin mit Konsum ruhigzustellen und hoffentlich schnellstens hinweggefegt werden – „the biggest killing machine in history“ (Steven Mosher)

Quelle: cfr.org

Geopolitisch wird neu sortiert werden. China war auf dem Weg zur Weltmacht, mit zunehmend aggressivem Verhalten. Das ist vorbei.

Taiwan, ausgeschlossen auf Druck der VR China, wird triumphal in die Weltgemeinschaft zurückkehren.

Schon gibt es erste Stimmen, China wegen Verstoß gegen internationale Abkommen schadenersatzpflichtig zu verklagen und ggf. Chinas Guthaben in der Welt zu pfänden.

Ach ja, wer war es eigentlich, der lange vor der Krise die Rückholung von Arbeitsplätzen und das Ende der Abhängigkeit in ein Regierungsprogramm geschrieben und mit der Umsetzung begonnen hat?

  • Obama?
  • Biden?
  • Merkel?
  • keiner von denen?

Spannende Zeiten. Her mit dem Popcorn!

Panama und CoronaVirus

Mitten in meinen Fokus auf #Langbesserlebigkeit platzt die Corona-Epi/Pandemie. Was bedeutet das generell und speziell hier in Panama?

Als wir am 9. Februar, mit Lufthansa von Frankfurt kommend, in Tocumen ankamen, stand an jedem Gate medizinisches Personal in kompletter Schutzbekleidung und prüfte die Körpertemperatur aller Einreisenden. Panama City als Luftkreuz oder Hub of the Americas kommt da eine besondere Verantwortung zu, die auch sichtbar wahrgenommen wird.

Ist das übertriebene Vorsicht, angesichts der seinerzeit noch niedrigen Fallzahlen? Eher nicht, wie eine Meldung der TaiwanNews zeigt.

Hier die offiziellen Zahlen, von links nachweislich Infizierte, Verdachtsfälle, Geheilte und rechts Todesfälle:

Und dann gab es eine kurzzeitige Einblendung dieser Zahlen:

Sieht so aus, als ob die Kommunistische Partei Chinas alles im Griff hat, statistisch gesehen.

In Lateinamerika gab es bis vor wenigen Tagen keine Verdachtsfälle, inzwischen meldet allerdings Brasilien erste Positivtests.

Was bedeutet es wirtschaftlich? Quellen melden, dass derzeit nur 12% (!) der üblichen Mengen an Rohöl aus dem Persischen Golf auf dem Weg nach China sind und Containerschiffe die chinesischen Häfen kaum halbvoll verlassen – alles deutliche Zeichen eingeschränkter Wirtschaftstätigkeit und Vorzeichen für ein massives Einbrechen des Wirtschaftswachtums.

Da China zur Werkbank der Welt geworden war, kann das nicht ohne Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleiben und bestätigt indirekt das Vorhaben der Trump-Administration industrielle Fertigungskapazitäten aus China zurück in die USA zu holen. Was wird die deutsche Presse dazu sagen?

Der Panamakanal ist immer auch ein Barometer der Weltwirtschaft und damit kommt die Krise dann auch hier an.

Quelle: globaltrademag.com

Ich kann mir vorstellen, dass die Einnahmen in 2020 um 20% geringer ausfallen und damit auch eine Budgetlücke hinterlassen werden.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten:

Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer des Virus und wir haben ausreichend Gegenmittel gebunkert.

Quelle: engagementlabs.com

Brücken und Chancen

Vor drei Tagen ist die Puente Atlantico eröffnet worden, die nun als neues Wahrzeichen stolz die aus dem Karibischen Meer in den Panamakanal einfahrenden Schiffe begrüßt.

Gleichzeitig erschließt sie die Costa Abajo, also die Untere Küste, die sich von Colon bis Bocas del Toro erstreckt – 250 km weitgehend unberührter Karibikstrand!

Erst drei Jahre ist es her, dass 3 km entfernt die großen neuen Schleusen in Betrieb genommen wurden. Ein Großprojekt folgt dem anderen. So ist es, in einem Land zu leben, das sich dynamisch und positiv entwickelt.

Quelle: acp.com

Mit dem Abschluss der Brückenkonstruktion auf der Atlantikseite hat auf der Pazifikseite schon der Bau der nächsten Kanalbrücke Nr. 4 sowie der 6-spurige Ausbau der Autostraße in Richtung Coronado begonnen. Es ist unglaublich, was hier in Sachen Infrastruktur passiert.

Diese neue Brücke wird von einem chinesichen Konsortium gebaut, wie auch schon das neue Kongresszentrum. Gut und schön. Der neue Präsident hat allerdings klargestellt, dass die Kooperation mit China keinesfalls zu Lasten der strategischen Partnerschaft mit den USA gehen wird.

Die aktuellen Vorgänge in Hongkong, wie auch die Aufrüstung im Südchinesischen Meer verdeutlichen nochmals, dass die Volksrepublik China unverändert von einer kommunistischen Partei geführt wird und deren Ziele rücksichtslos verfolgt. Die Zeiten des ungebremsten Aufstiegs sind allerdings vorbei und mit schwächerem Wachstum werden in den kommenden Jahren an vielen Stellen soziale Spannungen aufbrechen.

Quelle: baltimoresun.com

Wer Hongkong für einen sicheren Hafen hielt, muss jetzt neu denken.

Mit 10 Jahren Erfahrung meine ich, dass Panama die viel bessere Lösung ist. Vor einigen Monaten hatte ich in diesem Blog schon mal das Projekt LiBERTADO angesprochen. Das Konzept ist fix und fertig, muss jetzt nur noch final gegliedert werden. Das soll in den nächsten 4 Wochen erledigt sein und wird dann in diesem Blog publiziert. Also wiederkommen.

Und noch eine Ankündigung:

Im Herbst 2020 startet hier ein spannendes Bauprojekt, für das qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte gebraucht werden. Wer Schreiner, Tischler oder Dachdecker ist und bereit, für 3 Jahre auf einer Pazifikinsel im Golf von Panama das Startkapital für sein Leben in Panama zu verdienen, ist gern willkommen. Interesse? Bitte Mail an office(at)luckxus.com senden.

Geht doch …

möchte man angesichts der Fertigstellung des Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 sagen, das Berlin nun mit München verbindet und Erfurt zum zentralen deutschen Bahnknoten macht, wo täglich 80 ICE halten. Unvorstellbar.

Und natürlich ist das die einzig sinnvolle Streckenführung.

 

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Also ehrlicher Glückwunsch in die alte Heimat. Allzeit Gute Fahrt, und pünktlich.

In Panama, wo es, außer der Panama Canal Railway mit ca. 80 km Länge, keine weiteren Eisenbahnstrecken gibt, wird demnächst mit China über eine Expressverbindung zwischen der Hauptstadt und David im Westen des Landes gesprochen. Da wäre wohl ein Hyperloop die bessere Variante.

 

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Quelle: dailamail.co.uk

 

Gibt also immer was zu meckern.

Beziehungen zu China aufgenommen

Vor wenigen Wochen hat Panama diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik aufgenommen. Dies wird die bereits bestehenden ökonomischen Aktivitäten erheblich ausweiten:

  • Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern betrug 1,1 Mrd. USD in 2016
  • China ist der zweitgrößte Kunde bei Kanalpassagen
  • China baut derzeit einen eigenen Hafen an der Atlantikeinfahrt (Margarita Isl.)
  • China Construction America baut das Kongresszentrum in Panama City
  • 20% der Immobilien-Käufer in Avenida Balboa/Punta Pacifica in 2017 waren Chinesen (5% in 2016)
  • das Panama City Büro der Bank of China finanziert solche Käufe.

 

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Quelle: shanghaidaily.com.cn

 

China hat in ganz Lateinamerika bereits erhebliche Investitionen getätigt und Panama wird mit dieser Entscheidung künftig zu den Empfängern und Profiteuren chinesischer Auslandsinvestitionen gehören.

Immobilienwirtschaft und Tourismus werden als erste profitieren. Eine Erhöhung der im Vergleich moderaten Immobilienpreise ist in Sicht, aber hoffentlich nicht dem Beispiel von Vancouver folgen.

Quelle

 

 

 

Die Trans-Panama-Pipeline

Es war Ende der 70er, als Rohöl aus Alaska in großen Mengen anfiel und zwecks Verarbeitung zu den Raffinierien an der Golfküste transportiert werden musste, wo 7 der 10 größten US-Raffinierien angesiedelt sind.

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Die Very Large Crude Carriers (VLCC) konnten und können auch nach Erweiterung den Panamakanal nicht passieren. Ihre Ladung wurde daher ab 1979 auf der Pazifikseite am Terminal von Charco Azul (südlich von Puerto Armuelles) gelöscht und auf mehrere kleinere Tanker verteilt.

In 1980 schlug das Unternehmen PetroTerminal Panama der Regierung vor, eine Pipeline zur Karibikküste bei Chiriqui Grande zu bauen und das Rohöl auf diesem Weg zu transportieren. Die 132 km lange Pipeline ging 1982 in Betrieb und transportierte bis 1996 insgesamt 2,7 Mrd. Barrel Rohöl. Dann waren die Quellen in Alaska weitgehend erschöpft, kein Bedarf mehr für die Pipeline, die jetzt nur noch gewartet wurde.

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In 2003 wurde die Pipeline wiedereröffnet, um zunächst Rohöl aus Ecuador zur Golfküste zu transportieren. In 2005 begann Venezuela Gespräche mit dem Ziel die Förderrichtung umzukehren und auf diesem Weg venezolanisches Rohöl nach China liefern zu können. Das von Chavez und Maduro total abgewirtschaftete Land hat Milliardenkredite von China aufgenommen, die mit Rohöllieferungen zu tilgen sind. In 2014 waren dafür 500,000 bbl pro Tag vereinbart.

In 2008 sicherte sich auch BP langfristig Transport- und Speicherkapazitäten, was zum Ausbau der Terminal-Standorte an beiden Küsten führte.

Das Pipeline-Unternehmen PetroTerminal Panama gehört zu 40% der Republik Panama und es gibt Bestrebungen, das auf 100% aufzustocken.

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Nochmal zum Nikaraguakanal

Wer ein Hochhaus mit 57 Stockwerken in 19 Tagen komplett errichtet, schafft auch eine 50-Mrd.-Infrastruktur in 5 Jahren zu bauen: den Nikaragua Canal. China.

Meine bisherigen Kommentare zum Projekt waren ja eher verhalten, abwartend, skeptisch. Inzwischen gehe ich davon aus, dass es funktionieren wird.

Warum?

  1. China verfügt über 4 Billionen (trillions) in Devisen, die bisher überwiegend in US-Staatsanleihen investiert wurden. Direktinvestitionen im Ausland bringen in Niedrigzins-Phasen jedoch mehr Profit und befördern zusätzlich den Handel.
  2. China hat im Inland ein riesiges Infrastruktur-Programm absolviert und exportiert diese Fähigkeit längst in Entwicklungsländer rund um den Globus.
  3. Der Initiator des Kanals, die HKND mit Investor Wang Jing stehen zwar im Brennpunkt, können auf jede Unterstützung bauen, da das Projekt für China strategische Bedeutung hat.
  4. Der neue Kanal bringt Wettbewerb und billigere Transporte, bedient Superschiffe, die sogar für den erweiterten Panamakanal zu groß sind.
  5. Zum Kanal gehört Infrastruktur, wie Häfen, Flugplätze, Freihandelszonen, Versorgung, Beherbergung. Also  noch mehr Geschäft.
  6. Für Nikaragua ist das Projekt das Ticket in die Zukunft. Man wird alles daran setzen, es zum Erfolg zu führen. Vom zweitärmsten Land Lateinamerikas mit an die Spitze, in ein oder 2 Dekaden.

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Quelle: bbc.com

Was bedeutet es für Panama?

  • Mehr Wettbewerb und langfristig sinkende Einnahmen
  • Die Notwendigkeit, Alternativen zu entwickeln

Die Welt von morgen hat für mich 2 Schwerpunkte:

  • die USA, unverändert als Quelle innovativer Technologien, basierend auf IT
  • China, die hochmoderne Infrastruktur in alle Welt exportieren, sich im Gegenzug Absatzmärkte sichern.

Europa? Da sehe ich noch nicht einmal eine Vision.

Noch ein Ranking – Top Ten der „klimafreundlichsten“ Länder

Präsident Obama hat den Klimawandel zur größten Bedrohung der Menschheit erklärt. Wirklich. Alle Staaten sind aufgefordert, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und wollen das beim Pariser Klimagipfel in Vertragsform bringen.

Hier schon mal die Top Ten der Länder mit den vorbildlich niedrigsten CO2 Emissionen:

10. Guinea

9. Äthiopien

8. Eritrea

7. Zentralafrikanische Republik

6. Burkina Faso

5. Mali

4. Lesotho

3. Republik Kongo

2. Tschad

1. Burundi

Um das Klima zu schützen, finanziert die US-dominierte Weltbank diesen und anderen Ländern auch keine Kraftwerke auf fossiler Brennstoffbasis mehr, sondern nur noch regenerative Energiequellen.

Rette das Klima, egal wie viele Menschenleben es kostet.

Was für eine menschenverachtende Politik. Diese Länder brauchen schnellstmöglich billige Energie. Menschen sterben dort, weil zum Kochen Dung verbrannt werden muss und weil die wenigen Krankenstationen keine stabile Stromversorgung haben.

Hilfe ist in Sicht: China hat die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank AIIB initiiert und selbst Länder wie Kanada und Großbritannien sind dabei, trotz der Warnungen aus Washington.

Es ist davon auszugehen, dass die AIIB Infrastruktur-Projekte ohne Klima-ideologische Scheuklappen vergeben wird.

China weitet damit seinen Einflussbereich in Asien und Afrika weiter aus, die USA verlieren.

Blick in die Region – Mexiko

 

Panama liegt in Mittelamerika, was geografisch südlich von Mexiko beginnt. Und Mexiko ist heute hauptsächlich wegen der blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Drogenkartellen untereinander und mit der Staatsgewalt in den Schlagzeilen.

Weniger bekannt ist die ökonomische Entwicklung des Landes. Mexiko ist beim Bruttoinlandsprodukt die Nr. 14 in der Welt, direkt hinter Australien und vor Südkorea. Und Nr. 2 in Nordamerika, vor Kanada. (Quelle: OECD)

Historisch gesehen war Mexiko einst auf dem Weg das stärkste Land Nordamerikas zu werden.

Manche wissen, dass mit Carlos Slim ein Mexikaner derzeit reichster Mensch der Welt ist.

Im Bruttosozialprodukt pro Kopf lag Mexiko 2010 nur auf Platz 62 in der Welt. Zum Vergleich: China liegt auf Platz 91.

Mexiko ist mit 30% des Bruttoinlandprodukts (GDP) ebenso exportorientiert wie China. Hinzu kommt, dass der Erlös aus dem Drogenhandel in etwa ebenso hoch ist, wie der aus dem regulären Export.

Demgegenüber ist die Ungleichheit im Land extrem.  50% der Bevölkrerung leben unter der Armutsgrenze und 15% in extremer Armut. Ein hohes Potential für Instabilität. (Quelle: Stratfor)

Die mexikanische Regierung geht gegen den Drogenhandel vor, ohne ihn wirklich Erfolgsaussichten zu haben. Stattdessen versucht man, trotzdem solides ökomomisches Wachstum zu erzielen und die Gewalttätigkeiten vom Kernland fernzuhalten. Ein Weg, der bisher funktioniert.

Panama hat noch deutlich bessere Wachstumsraten als Mexiko, ist aber von der Bevölkerungszahl her viel kleiner und damit weniger bedeutsam.  (115 Mio. gegen 3 Mio. ) Die Auswirkungen des Drogenhandels bekommt Panama als Transitland zu spüren: Drogen werden nach Norden geschmuggelt, das eingenommene Geld nach Süden. In den letzten Jahren hat Panama jährlich ca. 50 Tonnen beschlagnahmt, geschätzte 10% des Gesamtvolumens auf diesem Weg. Der überwiegende Teil der Schwerkriminalität findet in diesem Milieu statt und beeinträchtigt nicht den Alltag. Die konzertierten Bemühungen der USA und betroffenen Länder haben bereits dazu geführt, dass Transportwege um Panama herum genutzt werden.

 

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