Leben, wo es vorwärtsgeht

Wer in den Vorstädten Arraijan oder La Chorrera lebt, hat es nicht leicht, am Morgen in die Stadt und nachmittags wieder nach Hause zu kommen. Sowohl die Strecke über die Brücke der Amerikas, als auch über die Centenario-Brücke sind zur Stoßzeit komplett überlastet.

Um das zu entspannen, gibt es das Projekt der 4. Kanalbrücke. In Sichtweite der Amerika-Brücke wird bereits an einer neuen vielspurigen Überbrückung des Kanals gearbeitet, direkt über die beiden Häfen rechts und links des Kanals, Puerto Balboa und Puerto Rodman.

Ursprünglich war geplant, auch die neue Metro-Linie 3 darüber zu führen, was inzwischen zugunsten einer Kanal-Unterquerung aufgegeben wurde. Auf der Westseite des Kanals kommt die Metro dann wieder ins Freie und führt entlang der Straße bis La Chorrera, in der Erwartung, möglichst viele Pendler von derselben zu locken, die Strecke als Verbindung ins Landesinneren zu entlasten.

Die Straße soll dann über 90 km bis San Carlos sechsspurig ausgebaut werden, was auch den Ausflug von der Hauptstadt zu den zentralen Pazifikstränden um Coronado deutlich angenehmer machen wird.

Quelle: google.com

Seit geraumer Zeit kann man auf der Strecke zwischen der Hauptstadt und Arraijan schon die Arbeiten an Straße und Metro beobachten und seit wenigen Tagen wird ein erstes Straßenstück genutzt. Das mussten wir heute ausprobieren und in einem Video festhalten. In wenigen Jahren wird sich niemand mehr vorstellen können, wie das zuvor ausgesehen hat.

Der Film beginnt stadtauswärts, 3 km hinter der Amerikabrücke in Richtung Arraijan. Rechts geht der Straßenbau seit geraumer Zeit zügig voran, während links die Trasse der Metro mühsam dem Gelände abgerungen wird und erste Pfeiler der Metrostationen in die Höhe wachsen.

Wenige Kilometer weiter wird von der bisherigen Streckenführung auf die neue vierspurige Trasse geleitet, derzeit noch nur für wenige Kilometer. Aber wir haben wieder einmal ein neues Stück Infrastruktur für uns in Betrieb genommen. Es geht vorwärts.

Auf der Höhe von Arraijan angekommen, wird gewendet und es geht zurück in die Hauptstadt. Nochmal Trassenwechsel, dann über die Amerikabrücke zum Amador Causeway und wir sind zu Hause.

Das Video von der heutigen Tour ist 1,4 GB groß geworden und ich habe noch keine Idee, wie ich das auf youtube hochladen kann. Sobald es getan ist, steht hier der Link.

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2 Antworten zu „Leben, wo es vorwärtsgeht”.

  1. Wow, spannend! Und gut zu wissen, dass das geplant ist.

    Ich bin vorletzte Woche von David nach PTY sonntags gefahren, da waren mindestens 100 km stop and go aufgrund der Strandrückkehrer. Dank Autopanne mit dem Mietwagen, den ich in PTY zurückgeben und mir Montag dann ein eigenes Auto kaufen wollte, ein Höllentrip und 12 Stunden unterwegs gewesen. Neben mir meine panamesische Nachbarin, die glücklicherweise alles geregelt hatte mit Autovermietung & Co, mir aber auch zwölf Stunden Intensivunterricht nebenbei mitverpasst hat.

    Dienstag bin ich dann mit meinem eigenen nach David zurück und habe geschlagene zwei Stunden für die ersten 20 km aus der Stadt raus gebraucht. Einfach nur grauenhaft.

    Danke für die tollen Reports, lese ich immer wieder gerne.

    Saludos Ulrike

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    1. Saludos zurück und Glückwunsch zum neuen Auto., Ulrike.
      Ja, der Verkehr ist schon manchmal zum Haare raufen.
      Wenn Du über ein paar Tippfehler gestolpert sein solltest, die sind jetzt korrigiert.
      Vielen Dank für den freundlichen Kommentar.

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