Herzlich willkommen

Dieser Post bleibt an erster Stelle, neue Posts folgen darunter.

Janosch, Kanal, Hut und Panama Papers – das ist alles was viele mit Panama verbinden. Und Janosch hatte recht: Panama ist wirklich schön.

Als Urlaubsziel zum Erleben, oder als neues Ziel zum Leben.

Für alle, die als Aussteiger am Strand oder in den Bergen oder in einem Penthouse an der Avenida Balboa leben wollen. Und für alle, die sich irgendwo dazwischen einordnen.

Dieses Blog beschreibt die vielen Facetten des Lebens in Panama, welchen Einfluss die Nachbarländer in Lateinamerika oder auch der große Nachbar im Norden haben.

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Und da viele Leser hier sind, weil sie planen, Deutschland dauerhaft zu verlassen, wird auch gelegentlich auf die deutsche Politik Bezug genommen. Dabei muss niemand meine Sicht teilen, so wie mir Ihre Sicht völlig egal ist.

Nachdem wir in Europa, Asien und Amerika sorgfältig nach einem sonnigen Domizil gesucht haben, fiel die Entscheidung in 2008 zugunsten Panama – und das war gut so.

Lesen Sie weiter, teilen Sie den Inhalt mit Freunden und kommen Sie oft zurück.

 

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Zurück in der Sonne

Nach vier ereignisreichen Wochen in Deutschland, mit Familienfeier, Abi-Jahresfeier, Ostsee-Urlaub und Spargel essen hat uns die Lufthansa am Montag nachmittag wieder planmäßig in Panama eingeflogen. Und zur Einstimmung bekommen wir das volle Programm: Blick zu Las Perlas, Überflug Punta Chame und dann Amador, Kanaleinfahrt mit Brücke und die City Skyline in der Nachmittagssone.

Wir haben eine Menge schöne Zeit verbracht mit Familie und Freunden – und nun wieder Alltag am Pazifischen Ozean.  30°C und 100 km/h statt 5°C und 200 km/h.

Auf der Insel Rügen wollte ich mir unbedingt die Luxusquartiere von Prora anschauen, über die ich hier schon geschrieben hatte. Nachdem wir am ersten Tag bei Regensturm und 4°C unterwegs waren, kamen dann doch sonnige, wenn auch kühle Tage.

In Prora gab es außer einem einzigen Wegweiser zum „ehemaligen KdF-Bad“ keinerlei Werbung für irgendwelche Luxusapartments zu sehen. Auf dem Weg zu dem monströsen Bauwerk standen wir dann erstmal vor einem verschlossenen Tor. Kein Pförtner, keine Information, viele Graffiti. Nach einigen unentschlossenen Minuten näherte sich von hinten ein Auto und das Tor öffnete sich wie von Geisterhand.

Ein Teil des Komplexes vor uns ist Baustelle, der andere Teil ist fertiggestellt und mehr oder weniger bewohnt. Wir suchen Sales Office und Demo Apartment. Kein Hinweis nirgendwo. Die Klingelschilder an den verschlossenen Türen helfen auch nicht weiter. Als schließlich eine Dame aus dem Gebäude kommt, fragen wir nach. Von Sales Office und Demo Apartment weiß sie nichts, aber um die Ecke ist das Büro der Hausverwaltung.  Dort bekommen wir die freundliche Auskunft, dass alles verkauft sei und demnächst noch betreutes Wohnen einzieht. Sehen wir wirklich so bedürftig aus?

Die Visitenkarte des nicht anwesenden Vertriebskollegen stecken wir zwar ein, wissen aber schon, dass wir das nicht mehr brauchen. Wer, bitte schön, hat denn in diesem Umfeld noch Lust, ein sauteures Apartment zu erstehen?

Das Gelände verlassen geht genauso wie bei der Ankunft: warten auf ein Fahrzeug mit irgendeinem Geber zur Torsteuerung. Hat nur 10 Minuten gedauert.

Im Internet, wo sonst, finden wir dann ein schickes Hotel in dem Komplex, das wir vor Ort nicht entdeckt haben. Eigenartig …

Ansonsten ist die Insel und ihre Gastronomie sehr empfehlenswert. Herausheben will ich das „Pier32“ in Glowe, mit einer Speisekarte die schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und die Auswahl schwer macht.

Was beim Besuch in der alten Heimat auffällt, ist eine starke Polarisierung in politischen Fragen. Das geht verbissen quer durch Freundeskreise und einer meiner Blog-Follower hat mir letztens sogar ernsthaft geraten, nicht so „Deutschland-feindlich“ zu schreiben, sondern mich auf die Beschreibung von Sonne und Strand zu beschränken. Danke für den Hinweis, aber wie wir ja gelernt haben, schützt nicht mal das Schreiben von Kinderbüchern davor, heutzutage anzuecken.

Ich habe gelernt und glaube daran, dass Meinungsfreiheit eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Zivilisation ist. Das gibt man nicht freiwillig auf und wenn eine Demokratie das nicht aushält, dann ist es keine.

Und nachdem ich eine Stunde den „Spiegel“ gelesen hatte, empfehle ich Abonnenten gelegentlich mal hier vorbeizuschauen. Broder, Lengsfeld, Maxeiner und andere stehen bei der „Achse des Guten“ für niveauvollen kritischen Journalismus.

Ich werde mich hier also weiterhin gelegentlich kritisch zur deutschen Politik äußern, zumal ein Großteil meiner Leser wegen der „Alternativlosigkeit“ von Eurorettung, Zuwanderungsspolitik und Energiewende ihre persönliche Zukunft längst anderswo plant.

Willkommen in Panama.

Ostertour

Ina und Tom haben zum Osterbrunch eingeladen. Also machen wir uns am Samstagmorgen auf den Weg nach El Cope, direkt am Eingang des Nationalpark Omar Torrijos.

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Quelle: wikipedia

Wir brauchen etwas länger als eine Stunde dorthin und treffen als letzte ein. Der Tisch ist einladend gedeckt und jeder der anwesenden 11 Freunde hat etwas beigetragen. Wir sitzen auf der Terrasse mit wunderschönem Ausblick in die Berge, genießen das Essen und das Gespräch.

Das geräumige Haus unserer gastgebenden Freunde ist in den Hang gebaut, auf ca. 500 Meter Höhe und mitten im Grünen.

Tom ist Landschaftsgärtner von Beruf, hat eine beeindruckende Kollektion an Bäumen und Kräutern, teils mit Aquaponik, aufgezogen. Das Ziel heißt Selbstversorgung und damit ist man schon weit gekommen.

Hier ein paar Bilder vom gedeckten Tisch, der Umgebung und vom Weg dahin:

 

Ganz anders als im Flachland regnet es hier oben in den Bergen auch während der Trockenzeit. Im Laufe des Tages gibt es einen ständigen Wechsel von Sonne, Wolken und Regen. Egal, wir sitzen geschützt und im Trockenen, die Zeit vergeht wie im Flug.

Unseren Gastgebern Ina und Tom ein herzliches Dankeschön, meinen Lesern hier ein Frohes Osterfest.

 

Die wahrscheinlich beste Panama-Website …

Unsere Freunde Mathias und Mayra, ein deutsch-panamesisches Ehepaar haben die Marke bonitopanama kreiert und publizieren aktiv auf ihrer Website, in Facebook, Instagram und Twitter.

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Mathias ist u.a. Designer und Fotograf, was attraktive Bilder garantiert und Mayra trägt naturgemäß ihre intime Kenntnis des Heimatlandes bei. Eine perfekte Mischung.

Und hier ist der Link zum Panama Travel Guide von BonitoPanama.

Vom Tiger zum Bettvorleger

 

Es geht doch nichts über eine Sensationsmeldung, die man als Anlass für seine tief empfundene Empörung und für die Ankündigung ernsthafter Schritte nehmen kann.

Wer die leicht zugängliche Datenbank zum Thema Panama Papers studiert, wird ernüchtert fragen, ob das schon alles war.

Ich habe mal nach dem Registrierungsland Panama und Verbindungen zu Deutschland gesucht. Es gibt dazu genau 129 Einträge, also Firmenregistrierungen.

Nicht so viel, oder?

Der Registrierungszeitraum beginnt in den 1970er Jahren. Meine Recherche habe ich auf den Zeitraum ab dem Jahr 2000 beschränkt.

Es bleiben 39 Firmen übrig, wovon 34 nicht mehr existent, also inaktiv oder abgemeldet sind.

Lediglich 5 Firmen sind aktiv, die mit deutschen Firmen oder Personen zusammenhängen.

Das sieht jetzt aber echt nach einem Riesenschaden für den deutschen Fiskus aus, obwohl ja alle immer wieder versichern, dass solche Firmen nicht automatisch illegal sind.

Viel Lärm um nichts also, aber doch nicht umsonst:

Ich meine nämlich, dass die Kampagne bei deutschen Politikern und Medien eine tiefsitzende und bösartige Fremdenfeindlichkeit offenbart hat.

Wie sonst kann man ohne jede Detailkenntnis, geschweige denn Beweise, lauthals fremde Länder bezichtigen, dass sie Terrorismus, Geldwäsche und Steuerhinterziehung unterstützen?

Weil sie weit weg und exotisch sind, diesen dunkelhäutigen Südländern ja ohnehin alles zuzutrauen ist?

Sie werden diskriminierend als „Steueroasen“ eingeordnet und mit Sanktionen bedroht, weil ihr Steuersystem nicht dem kaputten DEUTSCHEN Standard entspricht. Wirklich?

Und warum traut man sich eigentlich nur an kleine und weit entfernte Länder, wohingegen die USA, Großbritannien und Herrn Juncker’s EU-Musterland Luxemburg meist unerwähnt bleiben?

Abschließend könnte ich dem Herrn Böhmermann folgen und anregen, dass deutsche Politiker sich wohl sachkundig zu Unisex-Toiletten äußern können, nicht aber zu offshore business. Mache ich aber nicht.

 

 

 

Keine Sternstunde des Journalismus

Stellen Sie sich vor, jemand geht heute zum Notar und gründet eine GmbH.

Nachdem ihm die Registrierungsunterlagen vorliegen, begibt er sich zum Sitz des Notars und verkündet den anwesenden Mitarbeitern, dass dies ja nun sein Büro sei und er mit dem Notar über seine weiteren geschäftlichen Absichten reden wolle.

Als die ihm verständnislos die Tür weisen, ist für ihn klar, dass so eine GmbH-Gründung nichts anderes als ein großer Schwindel und außerdem gefährlich ist.

Sie denken ich halluziniere? Niemand käme auf so eine abwegige Idee?

Doch, wenn man beim NDR den Beitrag „Im Schatten der Offshore-Firmen“ produziert.

Der investigative Journalist wollte es genau wissen.

Er ordert in Panama eine Firmengründung. Nachdem ihm die Registrierungsunterlagen vorliegen, reist er dorthin und sucht die angegebene Adresse der Gründungskanzlei auf, wo er sein neu registriertes Unternehmen zu finden hofft.

Er wandert zunächst durch benachbarte leere Büroräume und ist enttäuscht. Seine Recherche hatte ergeben, dass da 6.000 Firmen ihren Sitz haben.

Dann wird es ganz peinlich:

Am Empfangstresen der Anwaltskanzlei erklärt er der jungen Frau, „Das hier muss doch meine Firma sein, is this my company, ich habe alle Unterlagen dabei.“

Auch als die junge Frau ihm freundlich erklärt, dass dies nur die lokale Registrierung sei, bleibt er hartnäckig: „Ich habe es hier schriftlich. Ich bin der Eigentümer. I want to talk with somebody about the business, what can we do, what are the next steps.“

Jetzt weiß ich wie Fremdschämen sich anfühlt.

Seine umwerfende Schlussfolgerung: „In einer leeren Etage, eine Briefkastenfirma, mit der ich die schlimmsten und profitabelsten Sachen machen könnte, ohne dass das zu Hause einer merkt.“

Da kann einem wirklich Angst werden.

P.S. Den Film findet man in der ARD Mediathek.

 

Die Panama Papers Hysterie

Kaum war das auf einem Datendiebstahl beruhende Panama Papers Projekt online, hatten sich mit Gysi und Giegold schon reflexartig die Kapitalismus-am-liebsten-Abschaffer zu Wort gemeldet. Geschenkt.

Kaum ein Beitrag zum Thema vergisst zu erwähnen, dass Offshore-Firmenkonstrukte in der Tat nicht illegal sind. Warum aber dann all die als Tatsachen dargestellten Vermutungen und Aufbauschungen, die Unterstellungen und hysterische Wortwahl?

Es gibt offensichtlich interessierte Kreise:

  • die Presse, die unter rückläufigen Einnahmen und schwindender Glaubwürdigkeit leidet
  • die Regierungen hochverschuldeter Länder, die stetig ihre Steuerbasis verbreitern müssen
  • die rot-grüne Antikapitalismus-Bewegung, die 25 Jahre nach dem Crash des Sozialismus wieder im Kommen ist

Wozu werden offshore-Firmen genutzt?

In erster Linie zum Schutz von Vermögenswerten, geschäftlich und privat.

  • Unternehmen trennen seit jeher Vermögensgegenstände vom operativen Geschäft. Damit wird im Insolvenzfall oder bei gerichtlichen Auseinandersetzungen der Kern des Geschäfts geschützt. Das ist nicht nur legitim, sondern zwingend notwendig. Wer das als Unternehmer nicht tut, handelt unverantwortlich.
  • Vermögende Privatpersonen tun dasselbe, um ihr Vermögen vor dem berechtigten oder unberechtigtem Zugriff von Gläubigern zu schützen. Das ist nicht nur legal, sondern höchst sinnvoll.

Eine solche asset protection company wird vorzugsweise dort installiert, wo Errichtung und Betrieb unkompliziert und preisgünstig sind. Keine deutsche GmbH. An dieser Stelle kommen oft kleine Länder zum Zug, die weder Bodenschätze noch Industrie haben und stattdessen solche Dienstleistungen fördern und anbieten.

Wenn Sie heute in Panama ein Haus oder Apartment kaufen, rate ich Ihnen dringend, es in einer Panama Corporation zu halten. Es schützt Ihr neu erworbenes Eigentum und die Übertragung von Firmenanteilen statt Immobilien ist hier legal steuerfrei.

Sie werden dann beim nächsten Mal in den Panama Papers auftauchen, aber sind unschuldig wie ein Neugeborenes.

Solche Firmen brauchen weder Schreibtische noch Angestellte, noch muss der Eigentümer sich in fremder Jurisdiktion als Direktor angreifbar machen. Genau dafür gibt es nominee directors, die standardmäßig von der Gründungskanzlei gestellt werden. Legal und zweckmäßig.

Bankkonten wird diese Firma in Panama und nahezu überall in der Welt heutzutage nicht bekommen, ohne wirtschaftlich Berechtigte und Herkunft des Geldes offenzulegen.

Die offshore services Industrie ist für viele Inselstaaten und kleine Länder, wie auch US-Staaten, mangels Alternativen eine wichtige Einnahmequelle. Gab und gibt es Missbrauch? Natürlich. Offshore-Firmen sind dabei aber nur ein Instrument, nicht die Ursache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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