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Die Panama Papers – schon wieder mal

Eine offshore-Firma zu haben, ist nicht illegal, aber der Vertreter des Netzwerks für Steuergerechtigkeit sagt mit wichtiger Miene, „dann ist die Versuchung groß, illegale Transaktionen stattfinden zu lassen.“

Interessante Logik. Da kommt mir ein alter Witz in den Sinn:

Bei einer Hausdurchsuchung findet die Polizei im Keller eines Hause eine Druckmaschine und verhaftet den Besitzer wegen Herstellung von Falschgeld.

„Ich habe aber doch kein Falschgeld hergestellt“, sagt der.

„Das nicht, aber Sie haben die Anlage dazu“, erwidert die Polizei.

Der Mann denkt kurz nach und sagt „Warum verhaften Sie mich denn nicht wegen Vergewaltigung?“

„Haben Sie denn eine solche Straftat begangen?“

„Das nicht“, sagt der Mann, „aber ich habe die Anlage dazu.“

Die „Panama Papers“ sind heute Aufmacher in vielen deutschen Zeitungen und eine der hiesigen Offshore-Kanzleien steht im Mittelpunkt.

Die Süddeutsche liefert mir damit sicher Stoff für einige Postings in den nächsten Wochen.

Ungerecht finde ich allerdings, dass es Panama Papers heißt, wo doch viele der Offshore-Firmen auf den British Virgin Islands registriert sind. Und die gehören bekanntlich zum Commonwealth des EU-Mitglieds Großbritannien.

 

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Panama aus Sicht der Süddeutschen Zeitung

Deutsche Milliardäre sind „in Firmen in der Steueroase Panama verwickelt“. So der Aufmacher eines Artikels in der Süddeutschen vom 20.3.

„Panama gilt …. als verschwiegene Steueroase. Die von der Süddeutschen Zeitung recherchierten Namen stammen aus der offiziellen Datenbank des Landes.“

Wie genau passt das zusammen, liebe Journalisten der Süddeutschen?  Da wollen „Miliardäre und Millionäre“ Geld verstecken und machen das unter ihrem Namen, obwohl es in Panama Firmen mit Inhaberanteilen gibt? Firmen also, wo die Besitzer eben nicht im Register eingetragen sind?

Egal, für die Süddeutsche ist das natürlich nichts anderes als Steuerhinterziehung. Ein Vertreter des „Netzwerk Steuergerechtigkeit“ meint dass „Firmen in Panama etwas Anrüchiges anhaftet“.

Wo waren diese Herrschaften eigentlich, als deutsche Landesbanken Ableger in aller Welt gegründet haben, um ihre hirnlosen Investments in US-Immobilien nicht in der Bilanz zu haben? Und dabei Milliarden versenkten, die dann mit Steuergeldern ausgeglichen werden mussten?

„Mir fallen wenige legitime Gründe ein, warum jemand der in Deutschland wohnt und arbeitet, in Panama eine Briefkastenfirma unterhalten sollte.“

Nun, vielleicht um sein Geld nicht im krisengeplagten Euroraum zu konzentrieren?  Oder um ein aus versteuertem Geld finanziertes Immobilieninvestment in einem aufstrebenden Land zu verwalten?

Aber wenn es ums Geld geht, ist in Deutschland ja inzwischen die Beweislast umgekehrt worden. Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils.

Die Kommentare der Leser sind entsprechend und können eigentlich nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen werden: „Danke SZ, dass ihr etwas zur Austrocknung dieses Steuerschwerstverbrechersumpfes in Panama beitragt, in dem Staatsverbrecher aus aller Welt sich tummeln.“

Starker Tobak von Leuten die sich „auskennen“. Politisch korrekt gibt es im deutschen Sprachgebrauch keine „Neger“ mehr, aber andere Länder dürfen ungehemmt verunglimpft werden. Keine Ahnung warum Panama Deutschland als „befreundeten Staat“ führt und den dauernden Aufenthalt für deutsche Bürger gerade vereinfacht hat.

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