So gemein!

Bis 10 Minuten vor Halbzeit haben wir die Partie Panama – England zu Hause verfolgt und haben uns beim Stand von 2:0 auf den Weg zum Frühstück mit Public Viewing im CocoBlue am Strand von Farallon gemacht.

Das dauerte nicht länger als 15 Minuten, aber in der Zwischenzeit waren 3 weitere Tore gefallen und das Schicksal unserer Heimmannschaft besiegelt.

Schade.

P.S. Die zweite Halbzeit ging 1:1 aus – erstes WM-Tor für Panama ever!

 

Mit der Express-Fähre nach Isla Contadora

Eine unserer Lieblingsdestinationen hier in Panama war mal wieder an der Reihe.

Zuerst wurde anhand der Gezeitentabelle ein Tag ausgesucht, an dem wir zwischen 10 und 13 Uhr hohen Wasserstand haben würden. Bei Tiefstand haben wir zwar mehr Strand, aber auch jede Menge Felsen im Wasser.

Und es ergab sich, das die Betreiber der Express-Fähre ein Sonderangebot hatten: $49 statt $95 für Hin- und Rückfahrt. Perfekt, und so wählten wir Donnerstag den 21. Juni aus und buchten.

Da die Fähre schon 7:30 ablegt, kommen wir immer schon einen Tag früher in die Stadt und übernachten unweit der Anlegestelle. Diesmal im Amador Ocean View Hotel & Suites – ordentliche Zimmer und sehr akzeptabler Preis, da keine Saison.

Hier ist der Blick auf die Skyline der erwachenden Hauptstadt vom Balkon aus:

Frühstück gibt es erst ab 7 Uhr und deshalb schlendern wir die 200 Meter zum Check-in von Sea Las Perlas. Dort findet man uns nicht auf der Buchungsliste, aber ich habe meine Bestätigung ja als Mail. Die zeige ich vor und bekomme gesagt, das wir bei Ferry Las Perlas gebucht haben. Deren Ablegestelle ist eine halbe Stunde entfernt im ehemaligen Trump Ocean Club, dessen neuen Namen ich noch nicht im Gedächtnis habe. Verflixt.

Rein ins Auto und aufgrund der frühen Stunde sind wir um 7:10 Uhr dort. Auto beim Valet Parking lassen und schnell zum Check-in. Da stehen wir auf der Liste!

Gerade haben wir noch Zeit für Kaffee und Croissant, schon heißt es Boarding und es geht los.

90 Minuten später erreichen wir Isla Contadora im Las Perlas Archipel und unser Kapitän hat kurz vorher noch eine Notbremsung wegen eines Buckelwals hingelegt. Deren Saison hat also schon begonnen und geht bis in den Oktober.

An der Anlegestelle treffen wir Gerald, den Besitzer des gleichnamigen Bed & Breakfast mit populärem Restaurant. Wir melden uns für 13 Uhr zum Mittagessen an und machen uns auf den Weg zu unserem Geheimstrand, wo wir die nächsten vier Stunden mutterseelenallein sein werden.

Wie abgesprochen erscheinen wir bei Gerald zum Mittagessen. Seine Frau Sabine empfiehlt uns frische Dorade und die nehmen wir dann auch. Alles sehr gut, ein Glas Wein dazu und ein paar Neuigkeiten ausgetauscht, so vergeht die Zeit.

Gerald hat 8 Zimmer mit Doppelbett, der Strand ist 150m entfernt. Weisser Sand, klares türkisfarbenes Wasser. Buchen kann man hier.

Um 15:30 bringt uns die Fähre zurück in die City und nach 2 Stunden Autofahrt sind wir dann wieder zu Hause.

Atomalarm abgesagt

Am 1. Dezember 2017 wurde im US-Bundesstaat Hawaii erstmal seit 30 Jahren wieder ein Atomalarm-System getestet.

Am 13. Januar 2018 löste die Hawaii Emergency Management Agency versehentlich einen Alarm aus, der nicht nur die dortige Bevölkerung, sondern auch direkte Nachbarn wie Japan und weiter entfernte Pazifik-Anleger wie uns hier in Panama zutiefst beunruhigte.

Es war offensichtlich, dass die Appeasement-Politik des völlig überschätzten Friedensnobelpreis-Trägers Barack Obama zu nichts anderem als der nuklearen Bewaffung Nordkoreas geführt hatte.

Und nun hat es der völlig unterschätzte und in Deutschland geradezu verteufelte Donald Trump geschafft, eine 70-jährige Blockade zu beenden und erste Schritte zu einer atomwaffen-freien koreanischen Halbinsel einzuleiten.

Eine exzellente Nachricht, nicht nur für Pazifik-Anlieger.

Congratulations, Mr. President.

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Quelle: washingtonpost.com

 

Ex-Regierungschef in Ketten

Nach einem Jahr in US-Auslieferungshaft ist Panamas Ex-Präsident Ricardo Martinelli gestern an sein Heimatland Panama überstellt worden. Hier hat er Verfahren wegen illegalem Abhören politischer Konkurrenten und wegen Korruption zu erwarten.

 

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Quelle: LaPrensa.com

Natürlich war das gestern ganztägig Thema in den hiesigen TV-Sendern. Es bleibt abzuwarten, welche Position die Mehrheit der Bevölkerung einnehmen wird.

Neben den vor einem ordentlichen Gericht zu beweisenden Vorwürfen ist immer noch im öffentlichen Bewußtsein präsent, dass die Regierung Martinelli sichtbare positive Veränderungen in der Infrastruktur des Landes bewirkt und Zuwächse im Geldbeutel des Mittelstandes gebracht hat. Gegenüber der Wirtschaftspolitik der derzeitigen Regierung um Präsident Varela gibt es diesbezüglich eher Unzufriedenheit.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Gerichtsbarkeit Martinellis mutmaßliche Vergehen aufarbeitet und sanktioniert und welche Rolle diese Verfahren im Umfeld der 2019er Wahlen spielen werden.

In jedem Fall ist es gut zu wissen, dass auch Regierungschefs nicht Narrenfreiheit genießen, sondern für schwerwiegende Verfehlungen vor Gericht gestellt werden.

Noch mehr Fahrverbote

In diesem alten Beitrag habe ich mich ja schon mal über das in Deutschland bestehende generelle Einfahrtverbot in Innenstädte lustig gemacht. Nun werden die Ausnahmen schrittweise abgebaut, wie demnächst hier in Hamburg.

 

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Quelle: welt online

 

Wer meinte, dass er mit einem Euro5-zertifizierten Dieselfahrzeug sicher sei, merkt nun, dass er sich zu früh gefreut hat.

Nun hoffe ich, dass nicht alle meine Leser jetzt sagen „Was der nur hat. Es geht doch um eine saubere Umwelt und unsere Gesundheit.“

Nein, darum geht es schon lange nicht mehr.

Und nun hoffe ich, dass ich wegen der im Bild sichtbaren Personen nicht auch noch gegen die nagelneue DSGVO verstoßen habe …

 

Unruhe im politischen Panama

Ein gutes Auswanderungsziel zeichnet sich dadurch aus, dass dem zuerst Aus- und dann Eingewanderten die lokale Politik des Ziellandes ziemlich egal sein kann. Das war auch in Panama während der vergangenen 10 Jahre so. Wir erleben derzeit den dritten Präsidenten, zugleich Regierungschef, haben deren Politik stets nur peripher verfolgt. Das könnte sich gerade ändern.

Von 2009 bis 2014 hieß der Präsident Ricardo Martinelli, war als Besitzer der Super99 Supermarktkette ein aktiver Geschäftsmann. Das schlug sich in vielen Infrastruktur-projekten und hohem Wirtschaftswachstum nieder. Allerdings wurden er und seine Partei in 2014 nicht wiedergewählt.

 

 

Ins Amt kam Juan Carlos Varela, Martinellis früherer Vize-Präsident, inzwischen Intimfeind.

Gegen Martinelli und viele seiner Minister und Beamten gab es nach der Abwahl massive Vorwürfe wegen Korruption, sowie Ermittlungen wegen illegaler Lauschangriffe auf die politische Opposition. Martinelli verließ deshalb Panama und ließ sich im Vertrauen auf den Rückhalt der USA in Miami nieder. Dort wurde er vor mehr als einem Jahr aufgrund eines Ersuchens der panamesischen Behörden verhaftet, sitzt seitdem in Auslieferungshaft bzw. Hausarrest.

Am 14. Mai hat hat Ricardo Martinelli einen Offenen Brief an US-Regierung und Volk geschrieben, in dem er sich heftig darüber beklagt, dass er während seiner Amtszeit ein zuverlässiger Partner der USA im Kampf gegen Drogen und Terror gewesen ist, nun nicht den zugesagten Schutz genießt. Das Schreiben findet sich hier und ist ein hochinteressantes Zeitdokument.

Es bleibt abzuwarten, wie das den politischen Diskurs im Lande und ob es die Auslieferung beeinflussen wird.

 

 

Crash!

Seit einigen Jahren haben wir hier in der Gegend um Penonome, der Hauptstadt der Provinz, einen deutschsprachigen Stammtisch. Eingeladen dazu hat immer unser Freund Andreas Schubert, der auch die zugehörige Facebook-Gruppe „Deutschsprachige in Panama“ aufgebaut und betrieben hat.

Meist sind es zwischen 10 und 20 Teilnehmer, wobei jeder Essen und Trinken zum Teilen mitbringt. Das Wichtigste ist aber der Meinungsaustausch, insbesondere zwischen denen, die sich hier schon niedergelassen haben und solchen, die gerade erkunden, ob Panama als neue Heimat geeignet ist.

So sind viele Freundschaften entstanden.

Gestern nun hat uns die Nachricht erreicht, dass „Schubi“ mit seinem Motorrad Sonntag nacht, nüchtern auf dem Heimweg von der Disko, auf der Panamericana gegen einen unbeleuchteten Lastwagen geprallt ist und dabei ums Leben kam.

schubi

Wir haben uns deshalb heute im kleinen Kreis zusammengefunden und Erinnerungen ausgetauscht – was man so tut, wenn man einen guten Freund verloren hat.

Erstes Fazit ist, dass der Stammtisch in Schubis Sinn weitergeführt wird, alle Interessenten eingeladen und Besucher herzlich willkommen sind.

Danke für alles, Andreas, und R.I.P.

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