Die Große Krise – was tun?

Vor genau 100 Tagen ist Sars-Covid-2 in Panama angekommen und es wird Zeit zu reflektieren, was da passiert und was es für Auswirkungen haben wird. Ganz ohne Statistik, mit Schwerpunkt auf unsere ganz persönliche Situation und Sicht, sowie die Frage

„Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?“

Vorab: es sollte inzwischen klar sein, dass das nicht die normale alljährliche Schlechtwettergrippe ist. Hätten wir sonst hier nicht. Und wer es immer noch nicht glaubt, braucht nur die globale Ausbreitung sowie die Zahlen der weltweit Infizierten und Todesfälle zu analysieren.

Die Realität ist, wie es ein Arzt heute im Zeitungsinterview ausgedrückt hat, „… dass es auf der Welt keine Coronavirus-Experten gebe, man müsse also … bei Bedarf wirtschaftliche und gesundheitspolitische Strategien ändern. Wir lernen immer noch dazu.“

Auch wenn ich das vor einiger Zeit für übertrieben gehalten habe, diese gesundheitliche Krise, deren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen werden unser Leben über Jahre spürbar verändern. Aber wie hat jemand in den frühen Tagen gesagt:

„Unsere Großväter wurden in den Krieg geschickt und von uns wird nur verlangt, dass wir ein paar Wochen auf der Couch sitzenbleiben.“

Klingt beruhigend, aber inzwischen sieht es so aus, als ob auf der Couch sitzen nicht reichen wird.

Fakt ist, dass keiner von uns in seinem Leben eine ernsthafte Krise erlebt hat, die über den persönlichen Rahmen hinausging. Das ist eine neue Situation, die man einfach zu ignorieren und auszusitzen versucht, was aber nach 100 Tagen nicht mehr so leichtfällt.

Wie haben wir das bisher überstanden und war es richtig hierzubleiben?

In vorangegangenen Posts habe ich ja einiges zur Situation vor Ort geschrieben. In dieser weltweit unübersichtlichen und angespannten Situation ist die Homebase für uns ohne jeden Zweifel der bestmögliche Standort.

Zu Hause sein, alles zur Hand haben, ganztägig die Meeresbrise inhalieren und den Ausblick über den Ozean genießen (Lage, Lage, Lage!), mit der Umgebung und den Menschen vertraut sein – das ist unter den gegebenen Umständen schon als optimal zu bezeichnen. Natürlich gehört dazu das schnelle Internet, für Echtzeit-Information, für bequeme Kommunikation mit family & friends, und um Arbeiten zu erledigen, die schon lange auf Erledigung gewartet haben.

Quelle: paoloruffini

Auf unserem Reiseplan stand diesen Monat die chilenische Atacama-Wüste, aber derzeit irgendwo festzusitzen, ist keine verlockende Aussicht. Und die Atacama geht nicht weg.

Angesichts aktuell ansteigender Infiziertenzahlen wurde gestern informiert, dass Panama seine Flughäfen nicht vor dem 23. Juli für den internationalen Passagierflugverkehr wiedereröffnet. Ansteigende Zahlen und Verlängerung von Maßnahmen sind aber nicht Panama-spezifisch.

Gerade hat Australien bekanntgegeben, dass man bis Jahresende keine ausländischen Reisenden ins Land lassen will und das über-liberale Kalifornien hat Maskenpflicht eingeführt.

Was also tun?

Als erstes muss der Realität ins Auge geschaut und über längere Zeit mit mehr oder weniger strikten Beschränkungen gerechnet werden. Egal wo. Umso besser wenn es anders kommen sollte.

Als zweites muss jeder unbedingt dafür sorgen, nicht selbst in den Statistiken als Infektionsfall, oder noch schlechter, aufzutauchen. Dazu habe ich hier Tipps gegeben.

Drittens: die Zeit nutzen und das Leben danach vorbereiten, das definitiv anders aussehen wird. Die aktuellen Unruhen in vielen Ländern sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was sich in einer langandauernden ökonomischen Krise zu harten Verteilungskämpfen zuspitzen kann.

So wie sich CHAZ in Seattle in nur einer Nacht etabliert hat, können die bereits Clan-dominierten Zonen in europäischen Großstädten über Nacht zu exterritorialen Gebieten werden, im günstigen Fall unter der türkischen, im ungünstigen unter der IS-Flagge. Das Personal ist da und vorbereitet.

Und dann gibt es noch ein internationales Netzwerk, dass in Schwarz und mit roten Fahnen auftritt, satt finanziert ist, Sympathisanten in den Parlamenten und in Deutschland bis in Landesverfassungsgerichte hat. Parallel gibt der Staat partiell sein Gewaltmonopol auf.

Wer wird mit diesem Posting eigentlich angesprochen?

Das sind die Nix-wie-wegs, die schon immer auf dem Sprung waren, aber noch mehr Information brauchen, um eine Entscheidung zu treffen oder die schon getroffene Entscheidung vorziehen wollen. Im Normalfall war das für die meisten nur ein Gedankenexperiment, eine intellektuelle Übung, ohne wirklich Ernst machen zu wollen. Das ändert sich gerade.

Das sind die Alles-wird-anders, deren Lebenssituation sich drastisch zu verändern beginnt. Das ist die wohl schwerste Rolle, unter zunehmendem Druck etwas ganz Neues denken und umsetzen zu müssen. Umso wichtiger ist es, die Situation nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen: „Eigentlich wollte ich schon lange anders leben.“ Das hilft auch, wenn Auswandern nicht das Thema ist.

Und es ist für die PlanB-ler, deren Welt noch in Ordnung ist, die aber bei Verschlechterung gerüstet sein wollen. Das ist die komfortabelste Situation, weil es keinen Druck gibt, man in Ruhe planen und verfeinern kann.

Egal, zu welcher Kategorie Du gehörst: den Lebensmittelpunkt verlagern ist sorgfältig geplante Optimierung, nicht hektisches Kofferpacken.

Früher war Auswandern meist ein Abschied für immer. Das ist vorbei. Weiter als eine Tagesreise ist heute kein Ort der Welt entfernt. Nicht mehr als einen Mausklick entfernt ist heute der Kontakt mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern. Das Internet macht uns räumlich wie zeitlich flexibel, Kreditkarte und ATM finanziell unabhängig. Es ist fast egal, ob wir ins Nachbardorf oder ans andere Ende der Welt ziehen. Normalerweise.

Unsere Kriterien für die neue Destination Panama, vor 12 Jahren, waren ja sehr überschaubar:

„Jeden Tag des Jahres, noch um Mitternacht, leicht bekleidet im Freien sitzend, ein Glas Rotwein trinken können.“

Zugegeben, dass wir schon damals neben diesen Hauptkriterien auch einige weniger wichtige Punkte einbezogen haben. Einfacher wird es heute nicht werden.

Ganz im Ernst, die entscheidenden Kriterien sind ja auch eher Klima und Abwesenheit wiederkehrender Naturkatastrophen sowie insgesamt höhere Lebensqualität. Letzteres ist vielschichtig und subjektiv.

Panama war für uns die ideale Wahl, die wir getroffen hatten, ohne vor Ort gewesen zu sein. Nach mehr als einem Jahrzehnt guten Lebens, haben wir beschlossen, die Pandemie auch hier zu überstehen und zu beobachten, wie das Land diesselbe und den Wiederanlauf bewerkstelligt. Da sind wir jetzt mittendrin. Viele meinen, dass die eingeleiteten Schutzmassnahmen zu rigoros gewesen seien und es stehen höchstrichterliche Entscheidungen hinsichtlich deren Verfassungsmäßigkeit ins Haus.

Danach? Mit dem Kanaltransit hat Panama eine stabile Einnahmequelle, ebenso sollte auch die Kupfermine schnell wieder Steuereinnahmen liefern. Große Infrastrukturprojekte waren unterwegs, die zügig wieder aufgenommen werden können. Trotzdem wird es Arbeitsplatzverluste geben und es ist abzuwarten, wie sich das Defizit im Staatshaushalt auswirken wird.

Das ist ein wichtiger Punkt. Jetzt seinen Lebensunterhalt im Tagesgeschäft verdienen zu müssen, wird ziemlich fatal sein.

Wie viel besser ist es doch beispielsweise, einem deutschen Hersteller den Zugang zu Großabnehmern hier und weltweit geöffnet zu haben, von da an nur noch Provision für die selbstlaufenden Geschäfte zu kassieren. Im Detail ist das hier beschrieben und passt am besten für die Alles-wird-anders-Kategorie.

Für den gutsituierten Plan-B-ler, der es langsam angehen will, gibt es hier umfassende Information und ein attraktives Komplettpaket.

Egal, was der Plan ist: Viel Erfolg und bleibt gesund.

Panamas eigener Virus

Es ist bekannt, dass das Coronavirus mutiert, verschiedenste Varianten entstehen. Jetzt haben wir unsere eigene Version.

Eine Drehscheibe des Flugverkehrs zu sein, ist der Stolz von Tocumen International Airport in Panama City. Aber alles hat eben zwei Seiten. So wurde jetzt herausgefunden, dass in Panama vier verschiedene Linien des Virus aus den Vereinigten Staaten, drei aus Europa (Frankreich, Italien und Spanien) und eine aus Asien (vermutlich via Air China) eintrafen.

Dieses zeitgleiche Aufeinandertreffen mehrerer Linien hat nun zu einer neuen, für Panama typischen Abstammungslinie geführt, die als A2 PAN bezeichnet wird, wie gestern der Direktor des Gorgas Memorial Institute gegenüber der Zeitung LaEstrella erklärt.

Das Institut ist benannt nach William C. Gorgas, einem US-General, unter dessen medizinischer Führung Malaria und Gelbfieber in der Kanalzone erfolgreich bekämpft und der Kanalbau erst ermöglicht wurde.

Der Artikel beschreibt, dass 4 der tradionellen Coronavirusstämme nur Grippe verursachen, wohingegen drei weitere aggressiver und tödlicher sind. Dazu gehört das aktuelle Sars-CoV-2 Virus, dessen weltweite Infektionszahlen die anderen beiden (Sars-CoV-1 und Mers-CoV) weit überstiegen hat. Es sieht so aus, als ob die Letalitätsrate geringer sein wird, aber das wird verlässlich erst zum Ende der Pandemie festzustellen ein.

Der Artikel vermittelt mir den Eindruck, dass es regional unterschiedliche Versionen des Virus in großer Zahl gibt und von einem generellen Abflauen noch nicht die Rede sein kann.

Als wir am 10. Februar aus Deutschland hier ankamen, waren am Flughafen Tocumen schon flächendeckende Kontrollen der Einreisenden eingerichtet. Das hat, zusammen mit dem Stopp der AirChina-Flüge aus Houston, sicher zum beherrschbaren Verlauf im Land geführt.

Die aktuellen Zahlen lassen eine schnelle Reaktivierung allerdings eher nicht erwarten.

Eine deutsche Übersetzung des LaEstrella-Artikels kann hier abgerufen werden.

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Revolution!

Eigentlich ist das, was da gerade in einigen US-Städten passiert, nicht lustig. Aber es gibt immer ein paar Episoden, die einfach zum Lachen sind.

Die Revoluzzer der 60er konnte man an der unvermeidlichen Harley und den langen Haaren erkennen. Die Revoluzzer von heute kommen eher auf dem eScooter und tragen Fahrradhelme. Leider finde ich das Bild dazu nicht mehr in meiner Sammlung. So lachhaft.

Kommt aber noch besser:

Die „Helden“ in der Seattle Autonomen Zone geben hier gerade zu, dass sie sich von ein paar Obdachlosen die ganze Verpflegung haben klauen lassen. Und betteln mit diesem Tweet um Nachschub … und jetzt kommt das Beste:

Sie wünschen sich veganen Fleischersatz und Soya-Produkte.

Damit es nicht allzu lächerlich aussieht, haben sie ein Mädchen, die Laura, den Tweet machen lassen. OMG.

Und wenn ich schon mal bei Tweets zum Thema bin, hier ist die Lori, gleich mit Übersetzung:

Das nächste Posting wird wieder ernsthaft, versprochen.

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Gezielte Tötung

Panama hat aufgrund einer Lancet-Studie und darauffolgender WHO-Empfehlung vor 2 Wochen die Verabreichung von Hydroxy/Chloroquin eingestellt. Hier ist der Hintergrund:

Vor Monaten schon hat Präsident Trump auf Grundlage erster positiver Ergebnisse das bewährte Malariamittel Hydroxy/Chloroquin gegen den Chinavirus empfohlen und die FDA als zuständige Behörde angewiesen, eine Ausnahmegenehmigung für diesen ursprünglich nicht vorgesehenen Einsatzfall zu erteilen.

Und sofort meldeten sich Mediziner, warnten vor ernsthaften gesundheitlichen Risiken – bei einem Medikament das seit Jahrzehnten in Milliarden Stück in den Malariagebieten der Welt verabreicht und von Tropenreisenden prophylaktisch eingenommen wird. Das war nur der erste Versuch, etwas offensichtlich deshalb zu diskreditieren, weil Trump es erwähnt hatte.

Ungeachtet desssen wurden in aller Welt Testreihen gestartet, bis vor einigen Tagen im ehemals renommierten Fachjournal Lancet eine umfassende Studie erschien, die wiederum vor dem Einsatz von Hydroxy/Chloroquin warnt, dieses Mal also auf wissenschaftlicher Basis.

Die Mainstreammedien konnten sich kaum einkriegen, darauf hinzuweisen, was für eine lebensgefährliche Empfehlung der ungeliebte US-Präsident da ausgesprochen hatte. Typisch Trump eben.

Prompt schloss sich auch die WHO den Schlussfolgerungen der Studie an, Großbritannien und Frankreich unterbrachen eigene laufende Studien.

Bis vor wenigen Tagen drei der Autoren der Studie zurückzogen, aufgrund fragwürdiger Datenbasis. Quellen zufolge kamen die wesentlichen Daten alle aus einer Analytikfirma, die sie mit Hilfe von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz aufbereitet hat. Bei diesen Begriffen schlägt mein Bullshit-Meter schon immer weit aus. Genauer hinschauen ist angesagt.

Surgisphere ist eine Einmann-Unternehmen mit Sitz in einem Wohnhaus nahe Chicago. Die klinischen Quellen der Zahlen werden nicht genannt, und da, wo solche Daten abgerufen werden können, ist das Unternehmen unbekannt.

Betrug? Das weiß ich nicht und das interessiert mich auch wenig. Was auffällt ist. wie leichtfertig eine solche Studie akzeptiert (peer review?) und wie blitzschnell die Ergebnisse von allen Massenmedien widergekäut werden. Offensichtlich doch deshalb, weil sie, wie die Spiegel-Artikel des Herrn Relotius, in den vorfabrizierten Kontext vom unqualifizierten Präsidenten passen, den man dem leichtgläubigen Konsumenten seit Jahr und Tag einhämmert und der dafür auch noch bezahlt.

Und es funktioniert.

Die Autorität des Lancet und der WHO haben nicht nur zum Abbruch von Studien geführt. Hier in Panama, und sicher auch anderswo, hat man sofort die Behandlung mit diesen Mitteln ausgesetzt.

Wie viele Menschenleben mag diese skandalöse Aktion gekostet haben und noch kosten?

An was sonst erinnert mich das? Richtig, wissenschaftliche Studien zum Thema Klimawandel …

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Ausblick: Panama nach der Krise

Ja, die Coronakrise fordert nicht nur Menschenleben, sondern bringt manche auch um den Verstand, ganz ohne infiziert zu sein. Und so sieht das aus:

Ganz zu Beginn der Corona-Pandemie gab es Hochrechnungen ehemals renommierter epidemiologischer Institutionen, Imperial College London, die für die USA 2,2 Mio. und für Großbritannien 500.000 Todesopfer prognostizierten.

Quelle: motherjones.com

Auf Basis dieser Zahlen musste Panama mit ca. 25.000 Toten rechnen. Das ist mehr, als sonst in einem ganzen Jahr versterben und das innerhalb weniger Monate. Mit massiven, langandauernden Einschränkungen hätte man das bestenfalls auf ca. 2.000 bringen können. Und selbst dafür ist das Land, insbesondere was die notwendige Intensivmedizin betrifft, nicht gerüstet. Kein Land ist in der Lage, solche Zahlen verträglich zu meistern.

Was war zu tun? Panama entschied sich, diese Warnungen ernst zu nehmen und setzte zügig einen Katalog von strikten Massnahmen in Kraft, so wie ich das von einer funktionierenden Administration auch erwarte. Und genau so habe ich das in diesem Blog bewertet und kommuniziert.

Natürlich sind strikte Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot usw. keine Spaßveranstaltungen. Und natürlich kann man alle möglichen Dinge dabei auch kritisieren. Wie beim Fußball, wo es ja auch Tausende Schiedsrichter auf der Tribüne gibt, die natürlich alles ganz anders gepfiffen hätten.

Geschenkt. Was mich jedoch massiv stört, ist diese leider typisch deutsche Großkotzigkeit mit der einige Expats, also Leute, die gut und gern hier gelebt haben, das Land sofort und für alle Zeit lauthals als Polizeistaat disqualifizieren.

Auf die Frage, wohin man denn jetzt mit dem vermeintlichen Ausfall von Panama als Ziel ausweichen könnte, werden dann Länder vorgeschlagen, die jedermann mit Verstand schon vor der Krise aus guten Gründen nicht auf seiner Liste hatte. Glaubt jemand, dass sich die Lage dort, infolge der Coronakrise verbessern würde? Das Gegenteil wird der Fall sein.

Wo steht Panama heute?

Das Imperial College hatte seine Prognose inzwischen auf 1/10 korrigiert, was für Panama immer noch 2.500 Opfer wären. In der Realität sind wir gerade bei 400.

Panama hat 95 Tote pro 1 Million Einwohner. Schweden, Vorbild aller Freiheitsfanatiker, hat 460 Tote. Musterschüler Deutschland hat 105.

Profi-Tipp: Freiheit nützt nichts wenn man mausetot ist. Vor der nächsten Pandemie also besser nach Panama auswandern.

Übrigens, ein Polizeistaat ist in meinen Augen, wenn man beim Hochhalten des Grundgesetzes abtransportiert und erkennungsdienstlich behandelt wird.

Zurück nach Panama: Wir sind in Phase 2 des Wiederanlaufs und das geht mit einigen Problemen einher, nicht unerwartet.

Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten „Polizeistaat“-Flüchtlingen gibt es genug Großinvestoren, die es nicht erwarten können, ihre Panama-Projekte zu starten. Gute Aussichten also.

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Situationsbericht

Seit Montag, dem 1. Juni, hatte Panama die wochenlange Ausgangssperre gelockert und man konnte endlich wieder ganztägig zu zweit im Auto spazieren fahren oder Wege erledigen. Zwischen den Provinzen sollten allerdings sanitäre Kontrollpunkte bestehen bleiben.

Sanitärkontrolle

Das mussten wir ausprobieren. Also machen wir uns am Dienstag auf den Weg in Richtung Panama City und wollten unseren bevorzugten Supermarkt besuchen: Riba Smith oder Rübenschmidt, wie ich ihn liebevoll ins Deutsche übersetze. Gibt genug Supermärkte, die nicht 80 km entfernt sind, aber es gibt dort eine große Auswahl an besseren Produkten.

In unsere Richtung ist freie Fahrt, Richtung heimwärts mehr Verkehr, aber das hatte sich dann aufgelöst. Vor dem Supermarkt ca. 20 Personen, mit Abstand und Maske natürlich. Am Eingang Temperaturmessung, Desinfektionsmatte und Alkoholgel, nur für die Hände. Es geht trotzdem zügig vorwärts, alles eingekauft und in Ruhe nach Hause gefahren.

Antizyklisches Fahren

Ende des Jahres werden wir einen großen Rübenschmidt auch in Coronado haben, also nur noch 30 Minuten von Zuhause entfernt.

Unterwegs besuchen wir noch Freunde in Chame und es gibt fast nur ein Thema.

Weil es so schön war und weil schönes Wetter ist, machen wir die gleiche Tour nochmal am Donnerstag. Gibt nicht mehr viel einzukaufen, nach nur 2 Tagen, und wir fahren für ein schnelles Mittagessen bei NacionSushi vorbei, mit hervorragender asiatischer Küche und viel Auswahl. Alle Restauants sind in dieser Phase, dem Bloque 2, noch geschlossen, bieten aber Abholung und Hauslieferung an. Wir bekommen am Eingang die normale und sehr umfangreiche Karte, wählen und bestellen. Dann werden im Auto die Vordersitze ganz nach vorn gefahren, Musik eingestellt, auf den Hintersitzen die Mittelkonsole als Tisch heruntergeklappt und nach zehn Minuten kommt der Anruf in Whatsapp: Essen fertig. Wir haben Salat und Sashimi bestellt und alles schmeckt sehr gut. Allerdings haben wir den sonst obligatorischen Wein vergessen.

Wir fahren zurück und hoffen, dass auch heute der Stau in unserer Richtung sich aufgelöst oder zumindest verkleinert hat. Falsch.

Mittendrin statt nur dabei

Nach 10 Minuten freier Fahrt sind wir schon am Stauende angekommen und 4 (vier) Stunden später erreichen wir den 10 km entfernten Kontrollpunkt. Die Kontrolle besteht aus „wohin?“ und einem lässigen Winken, weiterzufahren. Vielen Dank, das war es wirklich wert. Ausser uns stehen Tausende Fahrzeuge im Stau, überwiegend schwer beladene LKW und Service-Trucks, die sicher Besseres zu tun hätten.

Wenn ich anfangs für die strengen Maßnahmen noch viel Verständnis hatte, lässt das jetzt deutlich nach. Dazu kommt, dass seit fast zwei Wochen die Fallzahlen nicht nachvollziehbar ansteigen. Von durchschnittlich 120 pro Tag und über Wochen, sind es auf einmal 250 und das dann jeden Tag. Inzwischen sind es ebenso sprunghaft um die 500 geworden. Damit kann man keine seriöse Statistik betreiben und ich habe dafür auch keine halbwegs plausible Erklärung gefunden.

Gestern abend hat nun die Gesundheitsministerin verkündet, dass in 2 Schwerpunktprovinzen die Ausgangssperre ab Montag wieder verschärft wird. Es betrifft die Hauptstadtregion Panama selbst und Panama Oeste.

Quelle: wikipedia.org

Wir selbst in der Provinz Cocle behalten unsere Freizügigkeit. Die 3-ha-Salzwasser-Lagune im Ressort und die Pools der Apartmenthäuser gehen wieder in Betrieb.

Einkaufen in Costa Verde wird eher ausfallen, was uns nach der Erfahrung am Donnerstag derzeit nicht fehlen wird. Coronado, das 30 Minuten ostwärts, also in Richtung Feuerland, gelegene Unterzentrum mit 4 großen Supermärkten, gehört zu Panama Oeste (West). Wir werden für besondere Fälle also nach Penonome ausweichen, das Zentrum der Provinz Cocle und 30 Minuten westwärts gelegen, also Richtung Alaska.

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EXKLUSIV: Der 100-Jahre-Plan für alle ab 40

Das überwältigende Interesse unserer Freunde und vieler Bekannter, sich um einen gesunden Lebensstil zu bemühen, ist faszinierend. Der Fakt selbst ist altersunabhängig, die Methoden unterscheiden sich.

Für viele hat allein schon der Umzug nach Panama mit seinem tropischen Klima Erleichterung bei Gelenk- und Nervenerkrankungen gebracht.

In einem neuen eBook

#Langbesserlebigkeit – der 100-Jahre-Plan für alle ab 40

stelle ich die These auf, dass die Lebenserwartung in den kommenden Jahrzehnten noch schneller steigen wird, als in den vergangenen Dekaden und mache Vorschläge für persönliche Schlussfolgerungen.

Nie zuvor hatten die Menschen nämlich so viel Wissen über Gesundheit, die Mittel und die Zeit, dieses Wissen auch mehr oder weniger konsequent umzusetzen. Das wird verstärkt durch den sich exponentiell entwickelnden Fortschritt in der Medizin.

Wer also zur Kategorie 40+ gehört und trotzdem noch viel vorhat, den will ich hier anregen, über seinen persönlichen 100-Jahre-Plan nachzudenken.

Viel Spaß beim Lesen und Erfolg in der Umsetzung.

Drachensteigen

Es war der Abend des 27. Juli 1999, ein wolkenloser Himmel und Vollmond über Texas. Für etwa 22 Uhr war der Überflug des Spaceshuttle „Columbia“ beim Wiedereintritt in die Atmosphere angekündigt.

Es war das Finale der STS 93 Mission, die mit der Landung auf dem 6 km langen Runway (KSC) in Cape Canaveral, Florida enden würde.

Pünktlich auf die Minute stieg am westlichen Horizont ein grell leuchtender Feuerball auf, zog gemächlich und majestätisch seine Bahn quer über das Firmament, immer an der Spitze eines eindrucksvollen Schweifs. Es wirkte wie ein mächtiger, langsamfliegender Komet – ein Anblick, der einen überwältigt zurücklässt und den man für immer im Kopf behält.

Hier ist ein Video, aufgenommen am Johnson Space Center in Houston. Ich befand mich ein paar hundert Kilometer nordwestlich, näher unter der Flugbahn und kann versichern, dass es noch 100-mal eindrucksvoller war.

Nach der Beendigung des Spaceshuttle-Programms (1981 bis 2011) hatten die Vereinigten Staaten kein eigenes Gerät mehr, um Menschen in die Umlaufbahn und zur ISS zu bringen, eine ausgesprochen unbefriedigende Situation.

Bis heute.

Da hob die SpaceX Falcon 9 mit der Dragon-Kapsel pünktlich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Ein Bilderbuchstart und auch der weitere Verlauf klappte bisher planmäßig. Damit sind die Vereinigten Staaten zurück im space launch business, NASA im Verbund mit dem Privatunternehmen SpaceX.

Alles Gute für den weiteren Verlauf an die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley, sowie herzlichen Glückwunsch an NASA und insbesondere an Elon Musk & Team, die damit der beeindruckenden Erfolgsgeschichte von SpaceX ein weiteres bedeutsames Kapitel hinzugefügt haben.

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Die nächste Pandemie – was tun?

The Libertarian Institute hat hier 16 einfache Regeln aufgelistet, wie man nur mit gesundem Menschenverstand die nächste Corona-Pandemie angeht. Einiges davon lässt sich für das eigene Verhalten adaptieren. Ich habe die Punkte nicht einfach übernommen, sondern kompakt zusammengefasst:

  1. Grossveranstaltungen, öffentliche Verkehrsmittel, sonstige Menschenansammlungen und schlecht belüftete Räume meiden oder Maske tragen
  2. Die Jungen und Gesunden ihr Leben leben lassen, deshalb Strände, Parks, Spielplätze usw. offenhalten
  3. Fenster offenhalten oder Lüftungssysteme nutzen, Aktivitäten ins Freie verlagern und so viel wie möglich Zeit im Freien verbringen
  4. Telemedizin statt Arztbesuch für Verdachtsfälle. Puls-Oximeter und Thermometer zur Überwachung derselben und von positiv Getesteten
  5. Besonderer Schutz für gefährdete Gruppen

Das sind die für das persönliche Verhalten wichtigen Regeln. Weitere Punkte befassen sich mit Quarantäne usw., sind hier nicht relevant.

Der Punkt mit den gefährdeten Gruppen birgt die eigentliche Sprengkraft. Wir haben es hier und heute mit Gesellschaften zu tun, in denen ein großer Teil übergewichtig ist, mit allen daraus resultierenden Erkrankungen.

Und so findet sich auf einmal der quietschvergnügte 30-jährige mit seinem Großvater in der Coronavirus-Risikogruppe, nur weil er einen BMI von 30 und Pre-Diabetes hat. Zeit etwas zu tun, bevor die nächste Welle anrollt.

Guter Einstieg wäre es, mein neues eBook „Der 100-Jahre-Plan“ zu lesen, das ich im nächsten Post kurz vorstelle und zum Gratis-Download verlinke.

Also wiederkommen.

Sonnig, sorglos, steuerfrei

Unter diesem Titel findet man hier ein eBook aus meiner edition besserpanama. Und darum geht es:

Du willst schon lange dein Leben komplett ändern, hast aber noch nicht das richtige Rezept gefunden? Du hättest gern

  • tropischen Lebensstil
  • stabiles Einkommen
  • keinerlei Steuerbürokratie 

und denkst, dass dies zusammen legal nicht zu haben ist? Falsch.

Vor Dir liegt eine komplette Anleitung zum Handeln.“

Die dann folgenden Kapitelüberschriften sind:

  • Persönliche Freiheit beginnt bei jedem selbst
  • Ohne Überwachung und Zensur digital kommunizieren
  • Finanzielle Unabhängigkeit …
  • Keiner Finanzverwaltung legal Rechenschaft schuldig sein …
  • Staat, Individuum und persönliche Freiheit
  • Globaler Standortwettbewerb
  • Unternehmer in eigener Sache
  • Welches Geschäft?
  • Welches Land?
  • Was kostet der Start?
  • Sprachbarriere?
  • Aus meinem Blog

Nun ja, wird der eine oder andere Leser jetzt denken, „ein Posting mit product placement, um ein Büchlein für €9,95 zu verkaufen. Nicht mit mir.“

Glückwunsch, gut aufgepasst und da sowieso niemand auf meinen Trick hereinfällt, gibt es das eBook „Sonnig, sorglos, steuerfrei“ aus der edition besserpanama hier und heute umsonst. Für jeden, der bis hierher gelesen hat.

Viel Spaß.

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