Feierabend am Pazifik

Ein glockenklarer Himmel.

Am Horizont orangerot, nach oben in dunkelblau übergehend, die Venus strahlend und auf ihrer Bahn folgt Jupiter.

Beide werden in den nächsten Stunden langsam zum Horizont sinken und bis morgen abend verschwunden bleiben.

Zeit zum Nachdenken … und für ein Bier.

10 Jahre Panama – war das eine gute Idee?

Als ich vorige Woche mal wieder den Las Perlas Archipel in niedriger Höhe überflogen habe, lagen irgendwo zwischen Isla del Rey und Isla Casaya 2 große Buckelwale unter mir an der Wasseroberfläche. Immer wieder ein eindrucksvolles Bild. Und ein kleiner Baustein in einem Mosaik, das sich über 10 Jahre gebildet hat.

Als wir uns zum 1. Oktober 2008 aus Deutschland abgemeldet hatten, war noch nicht klar, ob das gut ausgeht. Heute wissen wir: es war keine gute Idee.

Es war eine der besten Ideen, die wir je hatten. Wir haben sozusagen ein neues Leben gewonnen.

Ein neues Leben, mit neuen Menschen, ihrer Kultur und Sprache, ein neues Land mit seiner Natur und seinem Klima, mit neuen persönlichen und geschäftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, mit neuen Reisezielen, die jetzt vor der Haustür liegen.

Eine neue Welt.

Was würden wir heute anders machen? Nichts, alles gut.

Und was sollte man bedenken, wenn man einen solchen Schritt erst plant?

  • Gründlich den Ausstieg planen, insbesondere wenn man in der alten Heimat ein Unternehmen/Anteile oder Immobilien besitzt.
  • Geografie, Geschichte und mögliche Perspektiven des Landes kennen
    • am Beispiel Panama spielt natürlich der Kanal als Ader der Weltwirtschaft eine Rolle, sorgt für stabile Einnahmen, Investitionen und Weltoffenheit
  • die Mentalität der Bewohner und ihre Sprache kennenlernen
    • aufgrund der katholischen Prägung teilt man gewisse Grundwerte, ohne religiös sein zu müssen
  • wichtige Risiken realistisch einschätzen (allg. Sicherheit, Politik, Natur)
    • außerhalb der Drogentransitszene gibt es wenig Kriminalität
    • Panama hat seit Noriega keine Armee mehr, Venezuela als abschreckendes Beispiel für Sozialismus in der weiteren Nachbarschaft und die Bedeutung des Kanals für die Weltwirtschaft ist auch eine Garantie für stabile Verhältnisse
    • was Naturkatastrophen anbelangt, ist Panama wohl eines der glücklichsten Länder in der Region: keine Hurricans, keine schweren Erdbeben
  • komplett umziehen, keine Rückkehr einplanen
    • halb hier und halb da zu Hause sein, führt nur dazu, dass man nirgendwo zu Hause ist
    • Internet-Kommunikation macht die räumliche Trennung von Familie und Freunden einfach und Flugpreise sind ja auch nicht unerschwinglich
  • Plan B für unvorhersehbare Fälle
    • wenn mein Gastland morgen aus whatever Gründen nicht mehr richtig wäre, würden wir irgendwo anders hingehen. Wer es einmal gemacht hat, schafft es immer wieder und überall. Auf keinen Fall einfach zurück.

Wer seinen Lebensunterhalt jeden Monat verdienen muss, hat natürlich einiges mehr zu bedenken. Einige Tips dazu und ein mögliches Modell habe ich hier im Band 2 der edition besserpanama gegeben.

Ich hoffe, mit diesem Post all denen einen Anstoß zu geben, die weg wollen, sich aber noch nicht getraut haben.

Heiraten in Panama

Nein, nicht ich.

Unser Freund Mathias und seine Frau Mayra haben dieses Abenteuer auf sich genommen und mit ihrer süßen Tochter Maybella sozusagen erfolgreich vollendet.

 

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Vor dem Link zu ihren Hinweisen will ich kurz die Vorgeschichte schildern:

Vor geraumer Zeit hat Mathias, ein Web-Software-Spezialist, einen Job für mich erledigt und die Frage nach dem Preis mit „Lade mich einfach mal zum Essen ein“ beantwortet. Und da ich damals schon in Panama lebte, war meine Antwort natürlich

„Gern, aber nur hier in Panama“.

Wenige Monate später stand Mathias vor der Tür, sein erster Ausflug in die westliche Hemisphäre. Das Essen wurde ausgegeben, wir zeigten ihm die üblichen Höhepunkte, wie den Kanal, auf Isla Contadora erfüllte er sich den Wunsch nach einer Taucherausbildung und war begeistert.

Dann schickten wir ihn auf eine mehrstündige Busreise in die Provinz Chiriqui und erhielten am Abend seinen Anruf, dass er auf dieser Fahrt eine ganz besondere junge Frau kennengelernt habe. Und er war schon wieder begeistert.

Das war dann der Anfang und ein Jahr später hatten wir das Vergnügen, Trauzeugen der beiden zu sein.

Hier ist der Link.

Contadora, KLM und mein grober Fehler

Gestern habe ich mal wieder gemerkt, wie old-fashioned mein Hirn verdrahtet ist. Grrrr.

Wir waren mit der SeaLasperlas Expressfähre auf dem Weg zu einem Strandtag auf Isla Contadora. Mit an Bord war eine komplette KLM Crew, die ihre 48 Stunden Aufenthalt in Panama City für eine Waltour im Las Perlas Archipel genutzt hat.

Alles nette Leute und als wir so auf dem Außendeck in der Sonne sitzen, frage ich ganz selbstverständlich den mit den meisten grauen Haaren „Du bist sicher der, der diese wunderschöne Boeing 777 fliegt.“

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„Nein“, kommt die Antwort. “ Ich bin der Purser. First Officer ist die junge Frau hier neben Dir und der junge Mann dort ist ihr Ehemann und Captain.“

Sieht so aus, als ob die 190 Gender-Professuren in Deutschland doch nötig sind.

Klar hätte ich zuerst eine der hübschen jungen Frauen fragen sollen und Punkte sammeln, um dann erwartungsgemäß an den Grauhaarigen verwiesen zu werden.

Passiert mir nicht wieder und als Wiedergutmachung habe ich die First Officerin für ihren nächsten Stop-over zu einem Las-Perlas-Rundflug in meiner Maschine eingeladen.

Hier noch ein paar Bilder von Isla Contadora:

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Verkehrskontrolle

Gestern abend auf dem Heimweg wird direkt vor der Polizeistation in Anton angehalten. „Guten Abend. Führerschein bitte.“

Der wird mittels Smartphone gescannt und die Rückmeldung aus der Datenbank gecheckt.

Ich bin sauber wie ein Neugeborenes.

„Gute Fahrt.“

Quelle: interpol.int

Das alles dauert keine Minute.

Warum muss ich jetzt an Deutschland denken?

Kontraste – Fotos zum Wochenende

Zum Wochenende einfach mal ein paar kontrastreiche Bilder:

Die City am Pazifik in der Morgensonne und die Karibikinsel bei Sonnenuntergang.

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Einsamer Strand in der Sonne und Resort-Zufahrt mit Regenbogen.

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Und abschließend ein Aufruf zu mehr Bewegung:

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(C) besserpanama.com

Gebaggert!

Man muss hier wirklich immer eine Kamera oder Smartphone am Mann haben.

Innerhalb ganz kurzer Zeit ist mir doch demonstriert worden, wie hilfreich ein Bagger sein kann, außer zum Löcherbuddeln.

Beispiel 1 im Campaña Nationalpark: Wie kommt ein mit Betonsteinen schwer bepackter Truck einen wirklich steilen Berg hinauf? Indem ein Bagger von hinten schiebt.

 

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Der Palmenbusch verdeckt leider die Ladung, aber da gibt es ja noch dieses Video:

 

 

Was man nicht sehen kann ist, dass es stark nach Kupplung roch und ich denke dass man später umladen und mit dem Bagger transportieren musste.

Beispiel 2: Weniger spektakulär  war am Vortag zu sehen gewesen, wie man kraftsparend ein Fischerboot ins Wasser bekommt.

 

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Auch mit dem Bagger. Das war direkt an der Baustelle der neuen Buenaventura Marina und wenn schon mal schweres Geräte verfügbar ist, dann nutzt man das hier.

 

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