Keine Dauertouristen mehr in Panama

Wer in Panama leben wollte, ohne sich um eine Daueraufenthaltsgenehmigung (Residencia) zu bemühen, hatte es bisher ziemlich einfach:

Vor Ablauf des 6 Monate gültigen Touristenvisums mal kurz über die Grenze nach Costa Rica aus- und gleich wieder einreisen. Neues Visum und wieder 6 Monate Aufenthalt. Und dieses Procedere konnte man faktisch endlos wiederholen.

Bis jetzt. Wer nun die maximale Aufenthaltsdauer ausgenutzt hat, muss mindestens einen Monat außer Landes gewesen sein, bevor eine Wiedereinreise nach Panama möglich ist.

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Wichtig für europäische Panama-Einwanderer? Nicht so sehr. 6 Monate sind Zeit genug, um herauszufinden, ob das Land passt und den Immigrationsprozess zu beginnen. Und die Bewerber aus den meisten europäischen Ländern haben es leicht, im Rahmen des „friendly nations“ Programms den Residentenstatus zu erlangen.

Bienvenidos.

Besser doch nicht Panama?

Neben all den positiven Informationen die ich hier präsentiere, ist es natürlich wichtig, ein reales Bild zu zeichnen. So waren wir in ein besonders krasses Beispiel für schlecht funktionierende Justiz vor 3 Jahren am Rande involviert, wie hier schon berichtet.

Der darin erwähnte Schweizer Luis Pereira hat nun kürzlich in einem Interview einem schweizerischen Journalisten ausführlich über seine Zeit im Panama-Knast berichtet. Hier.

Das liest sich alles andere als einladend und zeigt, dass es auch eine Art von Paradies nicht ohne Schattenseiten gibt. Wir wünschen ihm, dass er das Erlebte vollständig verarbeiten und weitgehend vergessen kann.

Erfolgsgeschichte fortgesetzt: 5,8% Wachstum

Für viele potentielle Auswanderer ist Panama immer noch ein kleines, unbedeutendes Land irgendwo in Mittelamerika. Solche Ignoranz kann leicht dazu führen, dass man das ideale Ziel für privaten oder geschäftlichen Neuanfang nicht auf dem Radar hat und deshalb eine sub-optimale Entscheidung trifft.

Panama hat über viele Jahre mit stetig hohen Wachstum viele Länder Lateinamerikas überholt und wird in 2018 Chile vom ersten Platz verdrängt haben. Das ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte und sollte das Land am Kanal in den Fokus rücken.

 

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Deutschland: Von 1,43% in 2017 auf 1,26% in 2020

Wirtschaftswachstum ist die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft, für steigenden Wohlstand und glückliche Menschen.

Mit den für dieses Jahr prognostizierten 5,8% Wirtschaftswachstum wird die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre fortgesetzt, die Panama in 2018 an die Spitze Lateinamerikas bringen wird.

Sie wollen an dieser Erfolgsgeschichte teilhaben? Dann ist Panama die richtige Wahl, egal ob als Unternehmer, Freischaffender, Investor.

Raus aus dem Grau, rein in die wirklich bunte Welt des tropischen Panama.

 

 

Panama #1 in 2018

Als wir 2008 in Panama ankamen, lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei ca. $14.000 und Panama noch an 6. Stelle unter den entwickelten Ländern in Lateinamerika. (nach Kaufkraftparität)

Nach einer Reihe von Jahren mit außerordentlichem Wachstum wird Panama in 2018 das lange führende Chile mit ca. $26.000 überholen, #1 in Lateinamerika sein.

 

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Quelle: La Tercera/IMF

Was für eine Erfolgsstory. Und man kann es täglich sehen: bei Infrastrukturprojekten, im Wohnungsbau und Straßenverkehr.

Kein Wunder das hier ausgelassen Karneval gefeiert wird, mit einem folkloristischen Hintergrund – ein wohltuender Kontrast gegen das was man an „Karneval“ dieser Tage aus Deutschland zu sehen bekommt.

 

 

Ausgebürgert, oder was?

Viele Leser dieses Blogs tragen sich aus unterschiedlichen Gründen mit dem Gedanken Deutschland oder Europa zu verlassen, irgendwo anders zu leben. Viele haben das auch schon getan. Und die alle haben jetzt ein Problem, wenn die Ansage der deutschen Kanzlerin ernst gemeint ist:

„Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt.“

Wie bitte? Nach „Jetzt sind sie halt da!“ gehören sie jetzt schon alle zum Volk?

Das ging flott.

Der Begriff Volk, konkreter Staatsvolk, ist als eine der Komponenten, die juristisch einen Staat überhaupt definieren, ein höchst sensibler Begriff und eine Regierungschefin weiß natürlich zwischen Volk und Bevölkerung zu unterscheiden. Wenn sie das unklar ausdrückt, dann ist es Absicht.

Zählt die Bundeskanzlerin statt uns derzeit im Ausland Lebenden eher die zum deutschen Volk, die seit Jahren mitten in Deutschland in Ghettos leben, nicht die deutsche Sprache lernen, unsere Kultur verachten und sich aushalten lassen? Die mit Doppelpass für Erdogan auf die Straße gehen?

Jenen Afghanen, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt und letztens seine Ehefrau mit siedendem Öl übergossen hat, weil sie sich langsam zu emanzipieren begann?

Jenen Türken, der kürzlich seine Frau an der Anhängerkupplung irgendwo durch das Ruhrgebiet gezogen hat?

Oder all die Immigranten, die gleich nach Ankunft untergetaucht sind oder das Sozialsystem mittels Mehrfach-Identitäten geschickt überlisten? Darf, wer mehrfach kassiert, dann auch mehrfach wählen?

Ich zähle also nicht mehr zum deutschen Volk, meine Ehefrau nicht, unsere ausgewanderten Freunde nicht? Hunderttausende Leute nicht, die Deutschland mit aufgebaut, hart gearbeitet, Steuern gezahlt und Arbeitsplätze geschaffen haben?

Zählen demnächst Kritiker, das sog. „Pack“, auch nicht mehr dazu und nicht die Bewohner „Dunkeldeutschlands“?  Ausgebürgert wie Biermann und Lengsfeld?

Und dieses Merkel-Statement ist von CDU-Mitgliedern euphorisch beklatscht worden? Zuhören und kritisches Denken? Fehlanzeige?

Und wie lange findet man dann in der ZDF Mediathek noch die sehr sehenswerte Dokumentation „Die Deutschen“, in der „ein Jahrtausend deutsche Geschichte“ präsentiert wird?

Fragen über Fragen …

Klarstellung: Ich will meine alte Heimat nicht schlecht reden, aber es fallen mir zunehmend Parallelen auf zur abgeschafften DDR. Und das ist nicht gut.

 

 

 

Typisch Dritte Welt

Ja, ich muss jetzt mal einräumen, dass Panama gegenüber Ländern wie Deutschland weit zurück ist. Ungern, aber es führt kein Weg daran vorbei.

  • Hier gibt es offiziell nur Männlein (caballeros) und Weiblein (damas).
  • Es gibt keine (!) Unisex-Toiletten.
  • Es gibt vermutlich wenige Leute, die ihr gefühltes Geschlecht von Tag zu Tag wechseln wollen und die erwarten nicht, dass die Gesellschaft dafür umgebaut wird.

Und auch in Sachen Demokratie sieht es hier nicht gut aus:

Anders als ihr da drüben haben wir hier keinerlei Modellprojekte zu ausgewählten Phänomen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung … (Quelle: bee emm eff ess jott) .

Oder es steht hier besser, weil wir solch drakonische Maßnahmen nicht brauchen? Dann strengt euch an. Ihr schafft das mit der Demokratiestärkung und Menschenfeindlichkeit. Also nicht-Menschenfeindlichkeit natürlich.

Im Ernst, wenn man nicht täglich mit dieser Art von Neusprech berieselt wird, klingt das richtig ungewohnt, freundlich ausgedrückt. Hirnrissig wenn man ehrlich ist.

Auch deshalb bleibe wohl ich besser hier.

Übrigens, hätte nicht Stasi-Chef Mielke perfekt in diese neue supertolerante Welt gepasst, mit seinem Bekenntnis: „Ich liebe doch alle Menschen“? /sarc off

 

Koffer weg – Tipps für Flugpassagiere

Nachdem im Juni 2015 unser gemeinsamer Koffer von Condor verschlampert wurde und ich hier schon den Abschluss postuliert hatte, kommen noch ein paar nützliche Tipps, damit auch meine Leser ggf. zu ihrem Recht kommen:

Für Flugverspätungen gibt es ein eingespieltes System und Anwaltsfirmen, die sich spezialisiert haben, dieses im Interesse der Passagiere reibungslos abwickeln. Einfach zu finden.

Bei Gepäckverspätung und -verlust gibt es ein solches Standardverfahren nicht; dazu sind die Fälle zu unterschiedlich gelagert.

 

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Quelle: economicalmommy.worpress.com

Der erste Schritt ist natürlich die Regeln der Airline einzuhalten, also Verlust pünktlich zu melden und Schaden bestmöglich nachzuweisen.

Wenn das nicht hilft, meistens also, dann eine Beschwerde an die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr (SÖP) richten. Das funktioniert ohne Kosten, online und mit den Unterlagen, die man schon bei der Airline gebraucht hat.

Die SÖP hat in unserem Fall einen guten Job gemacht, aber die Condor hat den Vergleich leichtfertig abgelehnt. Zum Glück, denn das hat uns am Ende deutlich mehr gebracht.

Wenn die Airline den Vergleich ablehnt, ist die SÖP am Ende und man bleibt auf dem Schaden sitzen, was die Airline möchte, oder sucht einen Anwalt.

Wichtig dabei ist, eine Kanzlei zu wählen, die auf Basis Gebührenordnung arbeitet und nicht mit vereinbarten Sätzen. Bei denen kann man sich am Ende den Sieg nämlich nicht leisten. Und Sonderhonorare sagen noch nichts über die Qualifikation, wie man gleich sehen wird.

Wir sind zunächst auch auf eine Kanzlei reingefallen, die in Sachen Suchmaschinenoptimierung perfekt ist, jeden Tag Referenzen posten lässt, allerdings das Reiserecht weniger kannte, als ich selbst. Man wusste z.B. nicht, dass wenn 2 Personen einen gemeinsamen Koffer haben, beide Anspruch auf Schadenersatz gemäß Montrealer Übereinkommen haben. Eine auf Reiserecht spezialisierte Kanzlei!

Nicht genug, man kam bei einem Schaden von mehr als €3.000 ernsthaft mit einem Condor-Angebot über €200 zurück. Als daraufhin der Auftrag gekündigt werden sollte, meinte man noch ein ganz besonderes As im Ärmel zu haben:

Es stellte sich heraus, dass diese Kanzlei den Fall hinter unserem Rücken bei der SÖP einreichte, statt uns über diese außergerichtliche Problemlösung aufzuklären.

Als Antwort auf die längst verdiente Kündigung schickte uns die Kanzlei Bartholl in Berlin dann umgehend eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Keine gute Idee.

Schließlich fanden wir eine kompetente und engagierte Kanzlei, mit der wir den Fall erfolgreich zu Ende bringen konnten. Danke dafür.

 

 

 

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