Ausblick: Panama nach der Krise

Ja, die Coronakrise fordert nicht nur Menschenleben, sondern bringt manche auch um den Verstand, ganz ohne infiziert zu sein. Und so sieht das aus:

Ganz zu Beginn der Corona-Pandemie gab es Hochrechnungen ehemals renommierter epidemiologischer Institutionen, Imperial College London, die für die USA 2,2 Mio. und für Großbritannien 500.000 Todesopfer prognostizierten.

Quelle: motherjones.com

Auf Basis dieser Zahlen musste Panama mit ca. 25.000 Toten rechnen. Das ist mehr, als sonst in einem ganzen Jahr versterben und das innerhalb weniger Monate. Mit massiven, langandauernden Einschränkungen hätte man das bestenfalls auf ca. 2.000 bringen können. Und selbst dafür ist das Land, insbesondere was die notwendige Intensivmedizin betrifft, nicht gerüstet. Kein Land ist in der Lage, solche Zahlen verträglich zu meistern.

Was war zu tun? Panama entschied sich, diese Warnungen ernst zu nehmen und setzte zügig einen Katalog von strikten Massnahmen in Kraft, so wie ich das von einer funktionierenden Administration auch erwarte. Und genau so habe ich das in diesem Blog bewertet und kommuniziert.

Natürlich sind strikte Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot usw. keine Spaßveranstaltungen. Und natürlich kann man alle möglichen Dinge dabei auch kritisieren. Wie beim Fußball, wo es ja auch Tausende Schiedsrichter auf der Tribüne gibt, die natürlich alles ganz anders gepfiffen hätten.

Geschenkt. Was mich jedoch massiv stört, ist diese leider typisch deutsche Großkotzigkeit mit der einige Expats, also Leute, die gut und gern hier gelebt haben, das Land sofort und für alle Zeit lauthals als Polizeistaat disqualifizieren.

Auf die Frage, wohin man denn jetzt mit dem vermeintlichen Ausfall von Panama als Ziel ausweichen könnte, werden dann Länder vorgeschlagen, die jedermann mit Verstand schon vor der Krise aus guten Gründen nicht auf seiner Liste hatte. Glaubt jemand, dass sich die Lage dort, infolge der Coronakrise verbessern würde? Das Gegenteil wird der Fall sein.

Wo steht Panama heute?

Das Imperial College hatte seine Prognose inzwischen auf 1/10 korrigiert, was für Panama immer noch 2.500 Opfer wären. In der Realität sind wir gerade bei 400.

Panama hat 95 Tote pro 1 Million Einwohner. Schweden, Vorbild aller Freiheitsfanatiker, hat 460 Tote. Musterschüler Deutschland hat 105.

Profi-Tipp: Freiheit nützt nichts wenn man mausetot ist. Vor der nächsten Pandemie also besser nach Panama auswandern.

Übrigens, ein Polizeistaat ist in meinen Augen, wenn man beim Hochhalten des Grundgesetzes abtransportiert und erkennungsdienstlich behandelt wird.

Zurück nach Panama: Wir sind in Phase 2 des Wiederanlaufs und das geht mit einigen Problemen einher, nicht unerwartet.

Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten „Polizeistaat“-Flüchtlingen gibt es genug Großinvestoren, die es nicht erwarten können, ihre Panama-Projekte zu starten. Gute Aussichten also.

P.S. Wer Corona überlebt hat, hat gute Chancen, 100 zu werden. Hier ist mein Plan.

Situationsbericht

Seit Montag, dem 1. Juni, hatte Panama die wochenlange Ausgangssperre gelockert und man konnte endlich wieder ganztägig zu zweit im Auto spazieren fahren oder Wege erledigen. Zwischen den Provinzen sollten allerdings sanitäre Kontrollpunkte bestehen bleiben.

Sanitärkontrolle

Das mussten wir ausprobieren. Also machen wir uns am Dienstag auf den Weg in Richtung Panama City und wollten unseren bevorzugten Supermarkt besuchen: Riba Smith oder Rübenschmidt, wie ich ihn liebevoll ins Deutsche übersetze. Gibt genug Supermärkte, die nicht 80 km entfernt sind, aber es gibt dort eine große Auswahl an besseren Produkten.

In unsere Richtung ist freie Fahrt, Richtung heimwärts mehr Verkehr, aber das hatte sich dann aufgelöst. Vor dem Supermarkt ca. 20 Personen, mit Abstand und Maske natürlich. Am Eingang Temperaturmessung, Desinfektionsmatte und Alkoholgel, nur für die Hände. Es geht trotzdem zügig vorwärts, alles eingekauft und in Ruhe nach Hause gefahren.

Antizyklisches Fahren

Ende des Jahres werden wir einen großen Rübenschmidt auch in Coronado haben, also nur noch 30 Minuten von Zuhause entfernt.

Unterwegs besuchen wir noch Freunde in Chame und es gibt fast nur ein Thema.

Weil es so schön war und weil schönes Wetter ist, machen wir die gleiche Tour nochmal am Donnerstag. Gibt nicht mehr viel einzukaufen, nach nur 2 Tagen, und wir fahren für ein schnelles Mittagessen bei NacionSushi vorbei, mit hervorragender asiatischer Küche und viel Auswahl. Alle Restauants sind in dieser Phase, dem Bloque 2, noch geschlossen, bieten aber Abholung und Hauslieferung an. Wir bekommen am Eingang die normale und sehr umfangreiche Karte, wählen und bestellen. Dann werden im Auto die Vordersitze ganz nach vorn gefahren, Musik eingestellt, auf den Hintersitzen die Mittelkonsole als Tisch heruntergeklappt und nach zehn Minuten kommt der Anruf in Whatsapp: Essen fertig. Wir haben Salat und Sashimi bestellt und alles schmeckt sehr gut. Allerdings haben wir den sonst obligatorischen Wein vergessen.

Wir fahren zurück und hoffen, dass auch heute der Stau in unserer Richtung sich aufgelöst oder zumindest verkleinert hat. Falsch.

Mittendrin statt nur dabei

Nach 10 Minuten freier Fahrt sind wir schon am Stauende angekommen und 4 (vier) Stunden später erreichen wir den 10 km entfernten Kontrollpunkt. Die Kontrolle besteht aus „wohin?“ und einem lässigen Winken, weiterzufahren. Vielen Dank, das war es wirklich wert. Ausser uns stehen Tausende Fahrzeuge im Stau, überwiegend schwer beladene LKW und Service-Trucks, die sicher Besseres zu tun hätten.

Wenn ich anfangs für die strengen Maßnahmen noch viel Verständnis hatte, lässt das jetzt deutlich nach. Dazu kommt, dass seit fast zwei Wochen die Fallzahlen nicht nachvollziehbar ansteigen. Von durchschnittlich 120 pro Tag und über Wochen, sind es auf einmal 250 und das dann jeden Tag. Inzwischen sind es ebenso sprunghaft um die 500 geworden. Damit kann man keine seriöse Statistik betreiben und ich habe dafür auch keine halbwegs plausible Erklärung gefunden.

Gestern abend hat nun die Gesundheitsministerin verkündet, dass in 2 Schwerpunktprovinzen die Ausgangssperre ab Montag wieder verschärft wird. Es betrifft die Hauptstadtregion Panama selbst und Panama Oeste.

Quelle: wikipedia.org

Wir selbst in der Provinz Cocle behalten unsere Freizügigkeit. Die 3-ha-Salzwasser-Lagune im Ressort und die Pools der Apartmenthäuser gehen wieder in Betrieb.

Einkaufen in Costa Verde wird eher ausfallen, was uns nach der Erfahrung am Donnerstag derzeit nicht fehlen wird. Coronado, das 30 Minuten ostwärts, also in Richtung Feuerland, gelegene Unterzentrum mit 4 großen Supermärkten, gehört zu Panama Oeste (West). Wir werden für besondere Fälle also nach Penonome ausweichen, das Zentrum der Provinz Cocle und 30 Minuten westwärts gelegen, also Richtung Alaska.

Du bist Ü40 oder nahe dran? Dann unbedingt hier meinen „100-Jahre-Plan“ gratis downloaden.

EXKLUSIV: Der 100-Jahre-Plan für alle ab 40

Das überwältigende Interesse unserer Freunde und vieler Bekannter, sich um einen gesunden Lebensstil zu bemühen, ist faszinierend. Der Fakt selbst ist altersunabhängig, die Methoden unterscheiden sich.

Für viele hat allein schon der Umzug nach Panama mit seinem tropischen Klima Erleichterung bei Gelenk- und Nervenerkrankungen gebracht.

In einem neuen eBook

#Langbesserlebigkeit – der 100-Jahre-Plan für alle ab 40

stelle ich die These auf, dass die Lebenserwartung in den kommenden Jahrzehnten noch schneller steigen wird, als in den vergangenen Dekaden und mache Vorschläge für persönliche Schlussfolgerungen.

Nie zuvor hatten die Menschen nämlich so viel Wissen über Gesundheit, die Mittel und die Zeit, dieses Wissen auch mehr oder weniger konsequent umzusetzen. Das wird verstärkt durch den sich exponentiell entwickelnden Fortschritt in der Medizin.

Wer also zur Kategorie 40+ gehört und trotzdem noch viel vorhat, den will ich hier anregen, über seinen persönlichen 100-Jahre-Plan nachzudenken.

Viel Spaß beim Lesen und Erfolg in der Umsetzung.

Die nächste Pandemie – was tun?

The Libertarian Institute hat hier 16 einfache Regeln aufgelistet, wie man nur mit gesundem Menschenverstand die nächste Corona-Pandemie angeht. Einiges davon lässt sich für das eigene Verhalten adaptieren. Ich habe die Punkte nicht einfach übernommen, sondern kompakt zusammengefasst:

  1. Grossveranstaltungen, öffentliche Verkehrsmittel, sonstige Menschenansammlungen und schlecht belüftete Räume meiden oder Maske tragen
  2. Die Jungen und Gesunden ihr Leben leben lassen, deshalb Strände, Parks, Spielplätze usw. offenhalten
  3. Fenster offenhalten oder Lüftungssysteme nutzen, Aktivitäten ins Freie verlagern und so viel wie möglich Zeit im Freien verbringen
  4. Telemedizin statt Arztbesuch für Verdachtsfälle. Puls-Oximeter und Thermometer zur Überwachung derselben und von positiv Getesteten
  5. Besonderer Schutz für gefährdete Gruppen

Das sind die für das persönliche Verhalten wichtigen Regeln. Weitere Punkte befassen sich mit Quarantäne usw., sind hier nicht relevant.

Der Punkt mit den gefährdeten Gruppen birgt die eigentliche Sprengkraft. Wir haben es hier und heute mit Gesellschaften zu tun, in denen ein großer Teil übergewichtig ist, mit allen daraus resultierenden Erkrankungen.

Und so findet sich auf einmal der quietschvergnügte 30-jährige mit seinem Großvater in der Coronavirus-Risikogruppe, nur weil er einen BMI von 30 und Pre-Diabetes hat. Zeit etwas zu tun, bevor die nächste Welle anrollt.

Guter Einstieg wäre es, mein neues eBook „Der 100-Jahre-Plan“ zu lesen, das ich im nächsten Post kurz vorstelle und zum Gratis-Download verlinke.

Also wiederkommen.

Sonnig, sorglos, steuerfrei

Unter diesem Titel findet man hier ein eBook aus meiner edition besserpanama. Und darum geht es:

Du willst schon lange dein Leben komplett ändern, hast aber noch nicht das richtige Rezept gefunden? Du hättest gern

  • tropischen Lebensstil
  • stabiles Einkommen
  • keinerlei Steuerbürokratie 

und denkst, dass dies zusammen legal nicht zu haben ist? Falsch.

Vor Dir liegt eine komplette Anleitung zum Handeln.“

Die dann folgenden Kapitelüberschriften sind:

  • Persönliche Freiheit beginnt bei jedem selbst
  • Ohne Überwachung und Zensur digital kommunizieren
  • Finanzielle Unabhängigkeit …
  • Keiner Finanzverwaltung legal Rechenschaft schuldig sein …
  • Staat, Individuum und persönliche Freiheit
  • Globaler Standortwettbewerb
  • Unternehmer in eigener Sache
  • Welches Geschäft?
  • Welches Land?
  • Was kostet der Start?
  • Sprachbarriere?
  • Aus meinem Blog

Nun ja, wird der eine oder andere Leser jetzt denken, „ein Posting mit product placement, um ein Büchlein für €9,95 zu verkaufen. Nicht mit mir.“

Glückwunsch, gut aufgepasst und da sowieso niemand auf meinen Trick hereinfällt, gibt es das eBook „Sonnig, sorglos, steuerfrei“ aus der edition besserpanama hier und heute umsonst. Für jeden, der bis hierher gelesen hat.

Viel Spaß.

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Bild des Tages

Quarantäne hin und her, die Lockerung steht vor der Tür, es gibt schon Alkohol und unser Lieblingsrestaurant liefert frei Haus.

Unser Chef Rolando vom CoconutBlu in Farallon kocht schon immer vorzüglich und mit konstanter Qualität, aber dieses Mal hat er sich wieder selber übertroffen.

Manchmal denke ich, das Auswandern hat sich schon allein wegen der guten pazifischen Küche gelohnt …

Panama als Plan B

Langes Wochende und immer noch Corona. Mit Blick auf die künftige Entwicklung in der Heimat denkt sicher der eine oder andere jetzt verschärft über einen Plan B nach.

Es ist offensichtlich, dass die Krise genutzt werden soll, um den Vereinigten Staaten von Europa unumkehrbar näher zu kommen. Schon jetzt sind aber die Zahlungsverpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland im Inland und Haftungsverpflichtungen zur Aufrechterhaltung des EURO-System geradezu unüberschaubar.

Keiner, der diese Verpflichtungen eingegangen ist, wird die dramatischen Folgen zu spüren bekommen, aber Du und unsere Kinder.

Ich selbst auch nicht, weil ich schon 2008 gesagt habe: „Deutschland ist mit dieser Europäischen Union auf einem abschüssigen Kurs“ und dann die Konsequenzen gezogen habe.

Juncker , Schultz und Draghi waren damals die Garanten des Scheiterns dieses bürokratischen Molochs. Wer glaubt, dass es heute mit van der Leyen, Lagarde und Merkel anders aussieht, muss völlig ahnungslos oder Spiegel-Abonnent sein.

Für alle, die das auch wissen, aber noch keinen Plan haben, hat mein Freund und Geschäftspartner Michael Jähne eine umfassende und aktuelle Broschüre erstellt. Wer das gelesen hat, muss nicht weitersuchen.

Hier ist der Download.

Und hier noch ein paar Einblicke:

Nicht zuletzt: wir hätten in Ruhe nach Deutschland fliegen und dort die Coronakiste im Kreis der Familie verbringen können. Klare Entscheidung war aber, hier zu bleiben.

Alles richtig gemacht.

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Das Recht des Volkes …

„Als die Abriegelungen in ganz Amerika begannen, taten die Texaner das, was die Texaner am besten können. Sie leerten die Regale aller Schusswaffenläden des Staates.“

So beginnt ein interessanter Artikel des Spectator darüber was mancherorts passiert, wenn der Staat die Freiheit seiner Bürger einzuschränken beginnt.

In Deutschland sind es Hygiene- und Grundgesetzdemos, wo Bürger ihren Unmut ausdrücken und in Panama passiert – nichts.

Wir haben hier einen sehr erfreulichen Rückgang bei Neuinfizierten und Intensivpatienten, aber die Gesundheitspolitiker führen ein strenges Regiment.

Ab heute darf ich zu meiner festgelegten Ausgangszeit, also dienstags, donnerstags und samstags von 11 Uhr bis 13 Uhr ausser Einkaufen auch noch allein um den Block spazieren. Meine Frau hat natürlich andere Ausgangstage. Lächerlich.

Und wenn ich bisher einiges Verständnis für die Politik im Land hatte, kann ich solches Mikromanagement nur noch als groben Unfug bezeichnen. Zum Glück können wir hier im Ressort außerhalb solcher Regeln agieren, bei Bedarf zum Strand wandern und auch im Meer baden. Aber eben illegal, sozusagen.

Die bewaffneten texanischen Milizen haben zwischenzeitlich den Tatoo-Shop von Jamie Williams und den Salon von Shelley Luther vor der Staatsmacht beschützt, die entgegen den Regeln geöffnet und damit sogar Änderungen der Politik befördert hatten.

Will ich bewaffnete Milizen hier in Panama haben? Eher nicht.

In Deutschland? Grundgesetz hochhalten scheint eher kontraproduktiv zu sein.

Quelle: bmi-bund.de

Bin ich ein Waffennarr? Kein bisschen, auch wenn ich eine AK-47 immer noch mit geschlossenen Augen auseinandernehmen und zusammensetzen kann.

Aber ernsthaft: ich habe heute mal das Dokument des Herrn Kohn aus dem BMI quergelesen. Beeindruckend professionelle Arbeit und deutlicher Beleg dafür, dass es in der Ministerialbürokratie qualifizierte und pflichtbewusste Leute gibt, an der Spitze der Ministerien und anderswo längst nur noch unqualifizierte Laiendarsteller sitzen, die im Ernstfall einer Bedrohung nichts anderes beherrschen als CYA – den eigenen Arsch zu retten.

Das sollte den Bürgern Angst machen.

Deutschland hatte mit Corona bisher viel Glück, und das ist gut so. Ein ziemlich gut aufgestelltes Gesundheitssystem und keine hunderttausende einreisender Chinesen. Ob es auch gelingt, die nachfolgende ökonomische und soziale Krise halbwegs erfolgreich zu bewältigen, hoffe ich.

Mit Rückblick auf Euro, Klima, Migration und Energie bin ich alles andere als optimistisch. Man meinte eben andere Prioritäten setzen zu müssen: Radwege, Gendersprech und Unisex-Toiletten sind nur wenige Beispiele.

Der Berichterstatter aus Texas war sich auch nicht sicher, ob das mit den Milizen weiter gutgeht. Ziemlich zufrieden konstatierte er aber, dass er in Houston schon wieder im Straßencafe Margarita schlürfen konnte, anders als seine Kollegen in NYC und Washington D.C.

Quelle: liquor.com

Überraschendes zu Corona-Sterblichkeit

Bei der Olsen-Bande hiess es immer „Egon hat einen Plan“. Ich hingegen habe eine Hypothese, wer bei diesem Covid-19 Virus besonders gefährdet ist. Langweilig, werdet ihr sagen, die Alten natürlich.

Falsch.

Mir ist heute ein interessanter Artikel untergekommen, der sich mit Covid-19 Sterblichkeit befasst, anhand der Daten von Cook County, Illinois. Mit etwas mehr als 3.700 Fällen ist das schon eine ganz nützliche Datenbasis und man erwähnt, dass es anderswo ähnlich aussieht.

Die Grafik sieht genau so aus, wie man sich das schon immer gedacht hat.

Ja, aber das ist mir zu einfach. Wenn nun die Alten alle Vorerkrankungen haben und keiner von den Jungen, dann könnte dieses Bild ja irreführend sein, indem es die Jungen in trügerischer Sicherheit wiegt: „Uns kann nichts passieren.“

Meine Arbeitshypothese formiert sich schon langsam: Der Virus checkt ja nicht den Ausweis, weiß also garnicht, wie alt ich bin. Er sucht nur Einfallstore und da findet er bei den Alten sicher mehr als bei den Jungen. Wenn aber ein Junger und ein Alter die gleiche Vorbelastung haben, spielt möglicherweise das Alter selbst keine Rolle.

Also: über die „Ausfallrate“ entscheidet möglicherweise nicht das Alter, sondern die Vorbelastung des Infizierten. Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Diabetes, Herzerkrankung usw. sind die Risiken, Alter allein ist es nicht oder überhaupt nicht.

Als ich dann den zweiten Teil des Berichts aufschlage, finde ich diese Tabelle:

Nehmen wir mal die Gruppe der 30-Jährigen: 86% der Covid-19-Todesfälle hatten Vorerkrankungen. Und genau die gleiche Rate finden wir sozusagen 20 Jahre später, bei der Gruppe der 50-Jährigen.

Bei den 20-jährigen Vorbelasteten ist es nicht viel weniger und bei den noch älteren Vorbelaststen ist es nicht viel mehr, wobei es dafür eine gute Begründung gibt.

Zusammengefasst: das Risko ein Corona-Opfer zu werden hängt nur vom Gesundheitsstatus, nicht aber vom Alter ab.

Hinzu kommt mit Sicherheit die Frage der Unterbringung. Sonnige Wohnung und frische Luft sind besser als Unterbringung in Krankenhaus bzw. Pflegeeinrichtung.

Wichtige Konsequenz: Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sind ebenso schutzbedürftig, wie alte und kranke Menschen.

Bleibt gesund und genau dafür gibt es ja mein Thema #Langbesserlebigkeit, hier und hier und hier und hier und hier. Und wird fortgesetzt.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Die Coronastatistik Panama sieht vernünftig aus und es gibt einen Plan zur Wiedereröffnung des Landes. Die Etappen sind bis auf eine noch nicht terminiert und man kann nur hoffen, dass diese schüchternen ersten Schritte nicht gleich zu einer Verschlechterung und damit zum Zurückrudern führen.

Gestern wurde ja ein wichtiger erster Schritt gemacht: es darf wieder Alkohol gekauft werden. Neues Wort: Ich gehe alkoholen©

In einigen Regionen machen die Bürgermeister nicht mit und bleiben beim sog. Trockengesetz, was einige unserer Freunde, die in und um Coronado wohnen, dann auch weiter auf dem Trockenen sitzen lässt. Tut mir echt leid, aber besser ihr als wir.

In unserer Provinz sind die betreffenden Supermarktregale wieder frei und man kann nach Herzenslust auswählen, alles da. Allerdings darf man nur ein Sixpack oder eine Flasche von was auch immer kaufen. Zum Glück haben wir jeden Tag zwei Stunden Einkaufszeit und da kann schon mal mehr als ein Laden aufgesucht werden.

Im Sinne der Nichtverbreitung des Virus ist diese Mengenbeschränkung allerdings reines Gift. Wir hatten beschlossen, nur einmal pro Woche einzukaufen und damit die potentiellen Virenquellen, Supermarkt und seine Besucher, weitgehend zu meiden.

Die nun ausgesprochene Alkoholeinkaufsmengenlimitierung (AEKML) macht unsere Vorbildliche Virenvermeidungsstrategie (VVVMS) nun schlagartig obsolet, denn natürlich muss jetzt jeden Tag Alkohol eingekauft und die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Ob die Strategen im Gesundheitsminsterium das bedacht haben? Mit unerwünschten Nebenwirkungen sollte man sich dort doch auskennen.

Beim Schlangestehen vor dem Supermarkt stolperte ich auf Twitter über einen Link zu Spiegel Online, den ich seit ca. 15 Jahren nicht mehr freiwillig lese. Der Artikel setzte sich irgendwie kritisch mit F4F auseinander, glaube ich. Mir reichte schon die Einleitung:

Quelle: spiegel.de

Einleitend entschuldigt sich der Herr Blome gleich mal. Also in etwa: „ich werde jetzt was gegen die Klimahysterie sagen, aber ich möchte trotzdem einer von den Guten bleiben.“

Übrigens gibt es ja inzwischen auch schon Coronaleugner. Wirklich schlimm da drüben.

Dann kommt es knallhart:

  1. Erderwärmung ist ein Fakt.
  2. menschengemacht

Ich glaube das schon mal fast genau so von Frau Dr. Merkel gehört zu haben – was es nicht besser macht.

Das Bild zeigt 4.540 Jahre globale Temperaturentwicklung. Muss man das kommentieren? Haben Journalisten, wie Herr Blohme, die jeden Quatsch nachplappern, in ihrer Schulzeit auch pausenlos für oder gegen irgend etwas protestiert, statt Unterricht?

Es gibt außer den historischen Aufzeichnungen (s.o.) inzwischen unzählige wissenschaftliche Arbeiten aus neuerer Zeit, die gravierende Fehler der bisherigen Klimamodelle aufzeigen und deren Erkenntnisse in die nächste Modellgeneration einfließen werden. Die EU muss sich deshalb beeilen, ihren Green Deal noch rechtzeitig unter Dach und Fach zu bekommen.

Man kann nur hoffen, dass die Coronakrise die dafür geplanten Mittel aufbraucht.

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