Japanische U-Boote hatten den Kanal im Visier

Glück gehabt.

Spät in 1944 stellte Japan die ersten Modelle der I-400 Klasse fertig, ein mehr als 130 m langes U-Boot, das 3 Bomber transportieren und mit einem 50m-Katapult starten konnte. Die Boote hätten mit vollen Tanks den Globus eineinhalb mal umrunden können.

i-400   catapult   turm

Es gab konkrete Einsatzpläne, den von den USA betriebenen Panamakanal anzugreifen und für Monate außer Betrieb zu setzen. Damit wäre der Schiffsverkehr zwischen US-Ost- und Westküste nachhaltig behindert worden.

Andere Pläne sahen vor, an der US-Westküste mit Krankheitserregern infizierte Ratten auszusetzen, damit Pest, Cholera und Typhus in die Städte zu bringen. Dieser Plan wurde im März 1945 aufgegeben.

Stattdessen nahm man nun die Gatun-Schleusenanlage des Panama-Kanals ins Visier. Die Zerstörung dieser Anlage hätte den Gatun-See zum Auslaufen gebracht und damit den Wasserweg trockengelegt. Das Auffüllen hätte lange Zeit in Anspruch genommen und nur während der Regensaison von April bis November erfolgen können.

Im Juni 1945 waren 4 Boote einsatzbereit, liefen aus nach der Westküste von Honshu und probten dort für die Mission an einem naturgetreuen Modell der Gatun-Schleusen. Inzwischen waren allerdings 3.000 Kriegsschiffe der Allierten im Pazifik Richtung Japan unterwegs, was die japanische Marine so unter Druck setzte, dass der Plan aufgegeben wurde.

Am 15. August 1945, unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erklärte Kaiser Hirohito dann die Kapitulation Japans. Die I-400 Flotte wurde zerstört.

(Quelle: http://www.panama-guide.com)

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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