Glückliches Panama

Was für eine Woche: Harvey trifft auf die texanische Golfküste, Irma verwüstet die nördliche Karibik und nun Florida, Mexico erlebt das schwerste Erdbeben.

Alles keine 2 Flugstunden von hier entfernt und Panama merkt davon … nichts.

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Das regelmäßige Auftreten von Naturkatastrophen war für uns bezüglich Auswanderungsziel vor 10 Jahren ein klares KO-Kriterium. Auch wenn es selten passiert, das muss man nicht mitmachen.

Zwei unserer nordamerikanischen Nachbarn haben erst letztes Jahr jeder ein Condo in Boca Raton an der Atlantikküste von Florida gekauft, sind jetzt hier und müssen warten, was passiert und wie ihr Eigentum und die Umgebung nach Durchzug von Irma aussehen wird.

Weitgehend unbemerkt in der Öffentlichkeit hat es in diesen Tagen auch drei schwere Ausbrüche auf der Sonne gegeben, die falls genau zur Erde gerichtet, großen Schaden an Energie- und Kommunikationsnetzen hätten anrichten können.

Und natürlich sind nach diesen Monsterstürmen auch die Klimawandel-Alarmisten zur Stelle.  Ihnen sei gesagt, wenn diese Unwetter „menschgemacht“ sind, dann war es die vorausgegangene Flaute ebenfalls. Mehr als 4.000 Tage hatte nämlich kein schwerer Sturm mehr das US-Festland getroffen, eine bis dahin nicht erlebte Ruhepause.

Und das stellte das IPCC in 2013 fest:

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Erdbebenserie entlang der amerikanischen Pazifikküste

Kurz nach dem Mittagessen, ausgestreckt auf der Balkonliege, fängt es an zu wackeln, spürbar aber nicht besorgniserregend. Nach ca. 30 Sekunden ist es vorbei.

Das Nachschauen in der Erdbeben-App zeigt, dass es heute vormittag schon in Alaska und Kanada entlang der Pazifikküste leichte Beben gab. Und wenige Minuten später haben wir die Bestätigung:


Nur 63 Meilen oder 101 km entfernt und direkt im westlichen Las Perlas Archipel, unserem bevorzugtem Ausflugsziel. Mit einer Stärke von 4,7 müssen wir uns allerdings keine Sorgen machen, da passiert nicht viel.

Das ist jetzt in den vergangenen mehr als 8 Jahren erst das vierte oder fünfte Mal, dass wir überhaupt ein Beben mitbekommen und das zweite Mal, dass das Epizentrum überhaupt in panamesischen Gewässern lag. Wenn es nicht schlimmer wird, kein Grund zur Besorgnis.

Willkommen im aufregenden Land am Kanal.

Erneut Erdbeben in Guatemala

Nachdem das Beben am 7. November mit 7,4 auf der Richterskala viele Menschenleben gekostet und erheblichen Schaden angerichtet hat, kam es heute an der selben Stelle zu einem Beben mit Stärke 6,5.

Jeder kann sich wohl vorstellen, was das in der Region ausgelöst hat. Der Herd lag beim ersten Mal ca. 35 km südlich und heute ca. 30 km westsüdwestlich der an der Pazifikküste gelegenen Ortschaft Champerico, jeweils unweit der Küste, erst 24 und heute 27 km tief.

Auslöser ist laut USGS die Tatsache dass sich die sog. Cocos-Platte an dieser Stelle unter die karibische und nordamerikanische Platte schiebt. In den vergangenen 20 Jahren hat das bereits zu ca. 50 Beben geführt, keines so zerstörerisch wie dieses Mal.

Die Geographie ist extrem: Nordöstlich steigt eine Gebirgskette bis auf 3.000 Meter und ca. 60 km südlich ist der Meeresgrund schroff auf 6.000 Meter abgefallen. Innerhalb von 190 km also ein Höhenunterschied von 9.000 Meter.

Panama City ist vom Herd des Bebens ca.1.500 km entfernt. In ganzen Land war das Beben nicht spürbar.  Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Menschen in Guatemala.

Erdbeben 7,3 in Kolumbien – und in Panama?

Um die Mittagszeit saß ich am Computer und hatte auf einmal das Gefühl, dass mein Arbeitstisch sich zart bewegt. Hin und her, schön gleichmäßig und nicht zu schnell. Ein irritierendes Gefühl. Ich stehe auf, trete auf die Loggia zu meiner Frau und merke nichts mehr. Wieder an den Arbeitsplatz und es rüttelt immer noch ein wenig.

Zu viel Alkohol gestern abend? Zu wenig getrunken heute früh? Alles negativ und das leichte Rütteln ist vorbei.

Wenig später habe ich eine abonnierte Meldung in der Inbox: USGS meldet Erdbeben mit 7,3 in Kolumbien. (http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us2012gdap#dyfi)

Verdammt, das war nicht eingebildet. Als ich es jetzt meiner Frau erzähle, meint sie, das auch gefühlt, aber nicht ernst genommen zu haben.

Die USGS Website zeigt, dass in der betroffenen Region die meisten von schwachen bis leichten Erdstößen, wenige von moderat berichten. Das liegt wohl daran, dass der Herd in einer Tiefe von 162 km lag.

Die US Geographical Society spricht vom „Ergebnis normaler Faltung tief unten in der Nazca Platte“ …na also, kein Grund zur Besorgnis.

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