Besuch aus Australien

Auf unserem lokalen Flugplatz, Scarlett Martinez Rio Hato, steht seit 2 Tagen ein großer Business Jet vom Typ Bombardier Global 6000, mit dem Kennzeichen VH-IQR.

Diese Maschine ist in Australien registriert, was ziemlich ungewöhnlich erscheint. Eine kurze Recherche zeigt, dass der Eigentümer First Quantum Minerals (Australia) ist.

First Quantum wiederum besitzt 90% der unweit von hier angesiedelten Cobre Kupfermine. Das Projekt 6 Mrd. USD für die Mine selbst, Kraftwerk und Hafenanlagen an der Karibikküste. Damit sind um die zehntausend Mitarbeiter beschäftigt.

Nach Anlauf werden dort pro Jahr 300.000 t Kupfer produziert, zusätzlich auch Gold, Silber und Molybdän. Ein gigantisches Projekt und ein weiterer signifikanter Beitrag zum Wirtschaftswachstum des Landes.

JP Morgan: Wirtschaftliche Aussichten für Panama sind „beneidenswert“

Da der Untertitel dieses Blogs ja auch „sicher investieren“ ist, soll das Thema heute Schwerpunkt sein.

Die Wachstumsprognosen 2012 für Lateinamerika und die Karibik lagen bei 7 bis 7,5% und wurden von Panama übertroffen. Das Land zählt zu den 20 am schnellsten wachsenden Ländern weltweit. Dazu beigetragen haben der Panamakanal (7,5% mehr Einnahmen für 2012 prognostiziert), die Baubranche, der Tourismus (12% Wachstum in 2012) und der Bergbau.

Das Tempo hält an, mit der Verdopplung der Kanalkapazität in 2014, der wachsenden Nachfrage im Tourismus und steigenden Bettenzahlen in allen Preisklassen, mit dem Anziehen von Nachfrage und Preisen bei Luxusimmobilien, sowie der planmäßigen Erschliessung einer großen Gold-/Kupfermine in den Bergen.

Das alles sind gute Nachrichten für Investoren, die zunehmend auch aus Europa kommen. Etwas verspätet allerdings, denn wer vor einem Jahr 100.000 EUR in USD getauscht und in Panama investiert hatte, konnte über 19.000 USD mehr verfügen und zugleich von niedrigeren Immobilienpreisen profitieren. Trotzdem sind die Preise auch derzeit und verglichen mit Europa mehr als erschwinglich. Einen Vergleich zwischen Trump Ocean Club in Panama und Luxus-Apartments in Rostock-Warnemünde gab es ja an dieser Stelle erst vor einigen Tagen.

Wo in Panama investieren?

Wer sicher gehen will, erwirbt Anleihen der Nationalbank, die mit 5% verzinst werden.

Oder riskiert ein Investment in die kanadische Inmet, der die neue COBRE PANAMA Mine zum Großteil gehört. (INM.TO)

Aber wie steht es mit Immobilieninvestitionen? Boom oder Bubble?

Dazu gibt es qualifizierte und detaillierte Berichte, z.B. hier bei www.panamaequity.com.

Langfristig wirkende Fakten sind: Panama ist ein Boomland und Panama City, Panama ist eine Boomtown.

– Für ganz Lateinamerika löst sie zunehmend Miami als Einkaufszentrum ab

– Für Kapital aus politisch instabilen Ländern wie Venezuela ist Panama ein sicherer Hafen

– Der Bindung der Landeswährung Balboa an den US-Dollar ist ein Stabilitätskriterium (es gibt keine Balboa-Noten, so ist der USD faktisch Zahlungsmittel)

– Das wirtschaftsfreundliche Umfeld und die gute Infrastruktur zieht zunehmend Unternehmen an, die ihre Lateinamerika-Zentrale nach Panama verlegen. So kommen gutbezahlte Manager mit ihren Familien ins Land, der Bedarf an Eigentums- und Mietwohnungen steigt stetig an

– Panama hat in Sachen Tourismus inzwischen Costa Rica überholt und zieht immer mehr Besucher an. Damit steigt auch der Bedarf an Ferienimmobilien im oberen Preisbereich

– Der Las Perlas Archipel, ein tropisches Inselparadies, nur 70 km vor der Hauptstadt gelegen, zieht derzeit Investitionen von 2 Mrd. USD(!) an: Contadora, Viveros, Saboga sind die Namen der aktuell wichtigsten Inseln. Die Hauptinsel Isla del Rey wird folgen. Der Archipel ist eines der besten Reviere für Hochseeangeln und zum Whalewatching.

– An der zentralen Pazifikküste wächst ein Resort nach dem anderen, alles weitläufig und mit Augenmaß entwickelt. Ein neuer internationaler Flughafen in Rio Hato bringt ab 2013 Urlauber zu den all-inclusive Ressorts und Expatriates zu ihren Villen und Apartments.

– die abgelegene Pazifik-Region von Azuero mit ihren Surfstränden wird schrittweise erschlossen. In 2011 fanden dort schon die Surf-Weltmeisterschaften statt.

– für die Karibikküste ist eine neue Brücke über den Panama-Kanal bei Colon sowie eine Küstenautobahn weiter nach Bocas del Toro in Planung.

Meine Ansicht ist, dass Investments in hochwertige Immobilienvorhaben risikoarm und profitabel sind. Entweder erschwingliche Mietappartments in der Avenida Balboa, mit Blick über den Ozean, oder Eigentumswohnungen in guten Citylagen sowie der neuen Sonderwirtschaftszone Panama Pacifico.

Hier wächst eine neue Stadt, zwischen Kanal und Gebirge, mit Strand und Golfplatz vor der Haustür, mit weltbekannten Firmen wie Dell und 3M, Schulen, Sportanlagen und Hotels, eigenem Flugplatz – und nur 20 Autominuten vom Zentrum der Hauptstadt entfernt. (www.panamapacifico.com)

Die Investition in Ferienappartments zum Vermieten ist weniger zu empfehlen, da die Hotellobby das als unfairen Wettbewerb sieht und massiv dagegen vorgeht.

Stattdessen kann man überlegen, die Querelen Europas hinter sich zu lassen, Panama zum Lebensmittelpunkt zu machen. Leben und Arbeiten in einem tropischen Paradies. Ideal für Unternehmer, die ihr Geld irgendwo in der Welt verdienen. Die soeben nochmals verbesserten Immmigrationsgesetze machen den Umzug leicht. Und das Leben hier in den Tropen ist einfach tranquilo.

Und hier ein kleiner Vorgeschmack: http://www.youtube.com/watch?v=smIKYYHRM1A

Neugierig geworden? Mehr Information in diesem Blog oder persönlich über meine Email-Adresse im Profil. Schicken Sie den Link zu dieser Seite gern an Freunde und Geschäftspartner.

Danke für Ihr Interesse.

Schatzsuche in Panama

Vor ziemlich genau 500 Jahren hatte der spanische Eroberer Vasco Nunez de Balboa die Landenge des heutigen Panama überquert und stand als erster Europäer am Ufer des Pazifik. Die Landenge, der Isthmus, war gut geeignet, Gold aus Südamerika auf an der Karibikküste ankernde Schiffe und weiter nach Europa zu transportieren. Das Aufkommen war offensichtlich so groß, dass König Carlos I. von Spanien schon 1535 erkunden ließ, ob man nicht eine Wasserstraße finden oder erbauen könnte – die erste Idee zum heutigen Panamakanal.

Panama selbst war damals wegen seiner Perlenfunde berühmt. Die „Pelegrina“, die größte Perle der Welt, kommt von dem im Golf von Panama gelegenen Las Perlas Archipel.

Wenige Jahre erst ist es her, dass Panama selbst als Rohstoff-Lieferant bekannt wurde. Im zentralen Gebirgszug wird mit Cobre Panama eine Kupfer-/Goldmine erschlossen. Unter der Federführung der kanadischen Inmet (www.inmetmining.com) werden bis 2016 insgesamt 6,5 Mrd. USD investiert, bevor die Förderung beginnen kann. Dazu gehört der Bau eines Verladehafens auf der Karibikseite, einer Straße und die Ausbildung von Fachkräften.

Eine Projektübersicht ist hier: http://bit.ly/K9MSDx

Erwartet werden auf Basis geologischer Gutachten die Förderung von jährlich 289.000 t Kupfer und 108.000 Unzen Gold in den ersten 16 von geplanten 30 Betriebsjahren.

Auf Basis heutiger Preise hat das geförderte Gold einen Wert von mehr als 1 Mrd. USD, das Kupfer mehr als 2 Mrd. USD. Pro Jahr.

Neben den Einnahmen aus Panamakanal und Tourismus wird deshalb der Bergbau zunehmend und erheblich zum Wachstum der panamesischen Wirtschaft beitragen und die Ausbildung von Fachkräften forcieren.

Neben Gold und Kupfer wird ein weiterer Bodenschatz in absehbarer Zeit hinzukommen: Das karibische Meer entlang der Grenze zu Kolumbien beherbergt wohl größere Vorkommen an Erdöl. Aufträge zur geologischen Erkundung sind ausgelöst und Panama könnte damit in den Kreis der Ölförderländer aufsteigen.

Schon heute und seit 1982 gibt es die 130 km lange Trans-Panama-Pipeline, die Öl-Terminals in Karibik und Pazifik mit einer Kapazität von 180.000 Barrels pro Tag verbinden. Ursprünglich für den Transport von Alaska-Öl an die Golfküsten-Raffinerien genutzt, wurde auch zeitweise ecuadorianisches Öl dorthin geschickt, oder venezolanisches Öl für China in umgekehrter Richtung.

Man muss dazu wissen, dass der Panamakanal für die großen Öltanker zu klein ist, die deswegen den Umweg um Kap Hoorn nehmen müssen. Die Pipeline ist damit eine willkommene Alternative.

Panama – Tropenparadies, Finanzzentrum und Rohstofflieferant.

Tigerstaat Panama

Um 1980 wurden Singapur, Südkorea, Taiwan sowie Hongkong als „Tigerstaaten“ bezeichnet, um ihre sprunghafte Entwicklung vom Entwicklungs- zum Industrieland bildhaft zu beschreiben.

Die Welt Online vom 3.2. 2012 sagt in einem ziemlich guten Artikel: „Kanalausbau macht Panama zu einem Tigerstaat“. Recht hat die Autorin. Die Erweiterung des Panama-Kanals ist das zentrale, jedoch bei weitem nicht das einzige Projekt. Alle zusammen werden Panama in den nächsten 5 bis 8 Jahren wirtschaftlich an die Spitze der lateinamerikanischen Staaten bringen.

Natürlich geht das nicht ohne Probleme. In den letzten Wochen wurde beim Kanalausbau gestreikt und man spricht dort bereits von spürbarem Zeitverzug.

Seit Tagen blockieren Angehörige des indiogenen Ngöbe-Bugle-Stammes die Panamericana in Richtung Costa Rica, um gegen eine geplante Kupfermine in ihrer Provinz zu demonstrieren. Allerdings sieht es so aus, als ob die Protester nicht die Mehrheit, sondern eine radikale Minderheit der Volksgruppe darstellen, aufgeputscht von oppositionellen Kräften im Lande und von Umweltaktivisten von ausserhalb.

Klar ist, dass diese Kupfermine einen großen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten würde und in einer Gegend entsteht, die heute weitgehend nicht erschlossen ist.  Klar ist auch, dass dies ein heftiger Eingriff in die Natur ist.

Panamas Fläche ist aber zu mehr als 50% vom tropischen Regenwald bedeckt ist und Bergbaufirmen müssen zu Recht drastische Umweltauflagen erfüllen. Ich denke deshalb, dass die  wirtschaftliche Entwicklung direkt zum Wohlstand des Landes beiträgt und Vorrang haben muss. Nur reiche Länder können sich effizienten Umweltschutz leisten, Naturreservate entwickeln und ausbauen.  Provinzen und ihre Bewohner sozusagen im Urzustand zu belassen ist nicht Bewahrung, sondern Zynismus.

Sieht die Silhouette des Landes nicht schon aus wie ein Tiger?

Panamas Wirtschaft schliesst auf

Ein interessanter Artikel im Panama-Guide, einer englischsprachigen Website mit Nachrichten aus und über Panama (www.panama-guide.com):

Das Bruttosozialprodukt des Landes hat sich seit 2003 von allen lateinamerikanischen Ländern am schnellsten entwickelt und nun zu den führenden aufgeschlossen.

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(Quelle: http://www.panama-guide.com/article.php/20120114131943821)

Besonders beeindruckend, wenn man berücksichtigt, wo das Land vergleichsweise in 2003 stand. Ursachen für den Aufstieg? Die Übernahme des Panamakanal in 1999 sowie wirtschaftsfreundliche, wachstumsorientierte Politik seit etwa 2003. Die derzeitige Regierung von Ricardo Martinelli, einem Geschäftsmann und Inhaber der größten Supermarktkette im Land, setzt diesen Kurs forciert fort. Das Wachstum in 2011 war 9,2%, Spitzenwert in Lateinamerika und sicher auch weltweit.

Der Ausblick ist positiv: Massive Infrastruktur-Investitionen sind im Gang: U-Bahn und Hochstraßen in Panama City, internationaler Flughafen in Rio Hato, eine Vielzahl Hotels in der Hauptstadt und in der Provinz, eine Goldmine produziert, die möglicherweise größte Kupfermine der Welt in Planung, Öl-Exploration vor der Küste und vieles mehr. Zuerst natürlich die massive Erweiterung des Kanals, Verdopplung der Schleusenkapazität und Platz für noch größere Schiffe ab 2014.

Panama wird sich damit in wenigen Jahren ökonomisch an die Spitze Lateinamerikas setzen.

Und hier ein interessanter Ausblick auf die Umgestaltung der Hauptstadt:                                  http://www.youtube.com/watch?v=anD8GbGm4Z4

Sehenswert.

 

 

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