Schatzsuche in Panama

Vor ziemlich genau 500 Jahren hatte der spanische Eroberer Vasco Nunez de Balboa die Landenge des heutigen Panama überquert und stand als erster Europäer am Ufer des Pazifik. Die Landenge, der Isthmus, war gut geeignet, Gold aus Südamerika auf an der Karibikküste ankernde Schiffe und weiter nach Europa zu transportieren. Das Aufkommen war offensichtlich so groß, dass König Carlos I. von Spanien schon 1535 erkunden ließ, ob man nicht eine Wasserstraße finden oder erbauen könnte – die erste Idee zum heutigen Panamakanal.

Panama selbst war damals wegen seiner Perlenfunde berühmt. Die „Pelegrina“, die größte Perle der Welt, kommt von dem im Golf von Panama gelegenen Las Perlas Archipel.

Wenige Jahre erst ist es her, dass Panama selbst als Rohstoff-Lieferant bekannt wurde. Im zentralen Gebirgszug wird mit Cobre Panama eine Kupfer-/Goldmine erschlossen. Unter der Federführung der kanadischen Inmet (www.inmetmining.com) werden bis 2016 insgesamt 6,5 Mrd. USD investiert, bevor die Förderung beginnen kann. Dazu gehört der Bau eines Verladehafens auf der Karibikseite, einer Straße und die Ausbildung von Fachkräften.

Eine Projektübersicht ist hier: http://bit.ly/K9MSDx

Erwartet werden auf Basis geologischer Gutachten die Förderung von jährlich 289.000 t Kupfer und 108.000 Unzen Gold in den ersten 16 von geplanten 30 Betriebsjahren.

Auf Basis heutiger Preise hat das geförderte Gold einen Wert von mehr als 1 Mrd. USD, das Kupfer mehr als 2 Mrd. USD. Pro Jahr.

Neben den Einnahmen aus Panamakanal und Tourismus wird deshalb der Bergbau zunehmend und erheblich zum Wachstum der panamesischen Wirtschaft beitragen und die Ausbildung von Fachkräften forcieren.

Neben Gold und Kupfer wird ein weiterer Bodenschatz in absehbarer Zeit hinzukommen: Das karibische Meer entlang der Grenze zu Kolumbien beherbergt wohl größere Vorkommen an Erdöl. Aufträge zur geologischen Erkundung sind ausgelöst und Panama könnte damit in den Kreis der Ölförderländer aufsteigen.

Schon heute und seit 1982 gibt es die 130 km lange Trans-Panama-Pipeline, die Öl-Terminals in Karibik und Pazifik mit einer Kapazität von 180.000 Barrels pro Tag verbinden. Ursprünglich für den Transport von Alaska-Öl an die Golfküsten-Raffinerien genutzt, wurde auch zeitweise ecuadorianisches Öl dorthin geschickt, oder venezolanisches Öl für China in umgekehrter Richtung.

Man muss dazu wissen, dass der Panamakanal für die großen Öltanker zu klein ist, die deswegen den Umweg um Kap Hoorn nehmen müssen. Die Pipeline ist damit eine willkommene Alternative.

Panama – Tropenparadies, Finanzzentrum und Rohstofflieferant.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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