Panama überholt Chile

Mal wieder ein Ranking. Und am Ende des Posts eine dazu passende Vorankündigung.

Diesen Post hatte ich heute schon mal mit dem reißerischen Titel „Panama #1 in Lateinamerika“ veröffentlicht … und zurückgezogen. Ich hatte die Rechnung nämlich ohne Uruguay, die Schweiz Südamerikas, gemacht. Das kleine Land am Rio de La Plata, mit seinen exzellenten Steakhäusern, toppt nämlich die Liste und vermasselt mir die Kernbotschaft des Posts.

Das World Economic Forum (WEF) hat das 2018 Global Competetiveness Ranking veröffentlicht. Das sind die Herrschaften, die mit 1500 Privatjets in Davos eingefallen sind und dem Rest der Welt erzählen, dass unbedingt weniger CO2 emittiert werden muss. Na klar.

Nichtsdestotrotz sind einige Statistiken des Reports nützlich und daraus mache ich mal ein eigenes Ranking: die lateinamerikanischen Staaten bezüglich Bruttosozialprodukt pro Kopf und durchschnittliches Wirtschaftswachstum der letzten 10 Jahre. Dazu noch die Platzierung in der Wettbewerbsfähigkeit.

Das Bemerkenswerte daran ist aus hiesiger Sicht natürlich, dass Panama den bisherigen Zweiten, Chile, im Pro-Kopf-GDP (Bruttosozialprodukt) Ranking überholt und jetzt nur noch Uruguay in Lateinamerika vor sich hat. Der erhebliche Unterschied in den Wachstumsraten wird sogar dafür sorgen, dass sich der Abstand zu den Nachfolgenden in den nächsten Jahren weiter vergrößert.

Unsere persönliche Erfahrung: es macht Spaß, in einem Land zu leben, wo man den Fortschritt in vielen Bereichen mit Händen greifen kann. Und auch deshalb haben wir Deutschland in 2008 den Rücken gekehrt.

Konsequenzen für Auswanderer: Wer ein Land mit möglichst niedrigen Lebenshaltungskosten sucht, wird in der unteren Hälfte der Liste fündig. Er muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dies mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität einhergeht: Sicherheit, Gesundheit, soziale Bedingungen.

Wer es sich leisten kann, findet seinen Favoriten im oberen Teil der Liste und wer tropische Bedingungen bevorzugt, ist bei den gelb markierten Anführern der ersten drei Gruppen am besten bedient:

Panama, Costa Rica, Peru.

Vorankündigung:

One by one, industrialists, entrepreneurs, creative souls are checking out of a society, being dismantled by a permanent political class, the self-proclaimed elite of incompetent politicians, their bootlickers in mainstream media, pseudo-sciences and social justice warriors. For them, it is liberating to start fresh in a place far away, under their few own rules, complementing each other, at nobody else’s expense.

Wer sich dafür interessiert, kann in Kürze in diesem Blog mehr dazu lesen. Deshalb gern mit Gleichgesinnten teilen und schon mal als Follower anmelden.

Danke für das Interesse.

Hochsaison

Freitag vor Weihnachten – und wir haben heute drei Sunwing-Maschinen am Playa Blanca Airport (MPSM), die Weihnachtsurlauber aus dem kalten Kanada bringen.

Sheraton, Riu und Playa Blanca Resort werden die all-inclusive Urlauber freundlich aufnehmen und bewirten.

Sonne, Meer und Palmen sind schon da.

Allen Lesern und insbesondere den Followern dieses Blogs danke ich für ihre Treue und anhaltendes Interesse. Im Gegenzug werde ich auch in 2019 versuchen, eine informative und unterhaltsame Lektüre bereitzustellen.
Ganz ohne erfundene Geschichten und Fakenews. Ehrenwort.

Und somit kann dieser Blog auch bedenkenlos weiterempfohlen werden.

Ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein glückliches 2019, wo immer Ihr alle seid.

Photo by Deena on Pexels.com

Panamakanal mit Rekordeinnahmen

Den Rekordbetrag von 1,7 Mrd. USD hat die Panamakanal-Behörde (ACP) für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Staatskasse überwiesen. Nicht schlecht für ein Land mit gerade mal 4 Mio. Einwohnern.

Der Ausblick ist positiv, weil man nach Kanalerweiterung nun auf 1200 ha ein neues Logistikzentrum entwickeln will, für Trocken- und Gefriergut, Ro-Ro- und LNG-Terminal u.v.m.

Für touristische Zwecke plant man neben dem Kreuzfahrt-Terminal eine Seilbahn, die hoch über den Schleusen von Cocoli und Miraflores schweben soll, als perfekte Ergänzung zu den Ausblicken welche die Kanalbrücke #4 an der Pazifikeinfahrt in einigen Jahren bieten wird. 

Quelle: prensa.com

Momentan bereitet sich Panama auf die Weltjugendwoche inklusive Papst-Besuch Ende Januar vor und im Mai wird dann ein neuer Präsident gewählt.

Es wird spannend 

 

Panama verliert im WEF Ranking

Nach all den guten Nachrichten über die wirtschaftliche Entwicklung unseres Gastlandes muss ich diesmal eine weniger gute Nachricht publizieren – und ich tue es nicht gern.

In 2015 und 2016 belegte Panama im Global Competetiveness Index, also der Wettbewerbsfähigkeit zwischen Staaten, hinter Chile stets den zweiten Platz in Lateinamerika.

 

 

Im neuesten Ranking von 2018 ist Panama nun auf den 7. Platz abgerutscht, hinter Chile, Mexiko, Uruguay, Costa Rica, Kolumbien und Peru. Global gesehen ist das Platz 64 von 140.

Schwachstellen Panamas sind insbesondere die Verfügbarkeit qualifizierten Personals, die unbefriedigende Unabhängigkeit der Justiz sowie unzureichende Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: das Finanzsystem, die makroökonomische Stabilität sowie Gesundheit und Lebenserwartung als wichtige Faktoren für Zuwanderer werden positiv bewertet.

Das Ergebnis bestätigt die weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Adminstration von Präsident Varela und es ist zu erwarten, dass das Land nach den Wahlen 2019 auf Aufholjagd geht.  Wir schaffen das.

weflogo

Angeführt wird das globale Ranking wieder von den USA, gefolgt von Singapore, immer noch Deutschland, Schweiz, Japan, Holland, Hongkong, Großbritannien, Schweden und Dänemark.

Apropos „Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal“.

Ich befürchte, dass der ins Haus stehende UN-Migrationspakt die Fachkräftesituation in Entwicklungsländern nicht verbessern wird. Die wenigen gut ausgebildeten oder unternehmerisch denkenden Leute wissen natürlich, dass sie im entwickelten Westen auch als Billig-Arbeitskräfte deutlich besser als zu Hause leben können. Brain-drain von Süd nach Nord? Damit wird das Elend in den Entwicklungsländern auf Dauer zementiert.

 

 

Von Panama direkt nach Tahiti, Fiji, Bali

Pressemeldung: „Copa Airlines kündigt die Aufnahme einer regulären Flugverbindung von Panama City/Panama nach Denpasar/Bali (WADD) an, mit jeweils zweistündigen Zwischenstopps in Papeete/Tahiti (NTAA) und Nani/Fiji (NFFN).“

MPTO NTAA NFFN WADD

Quelle: foreflight.com

Mit einer brandneuen Boeing 787 verbindet Copa Airlines damit jeden zweiten Tag die beliebtesten Tourismusdestinationen im Zentralpazifik. Kombiniert mit 2-tägigen Stopover-Programmen in den 4 Lokationen ist dieses Angebot verlockend für alle, die viel sehen, aber nirgendwo lange bleiben wollen – eine neue Form des Ferntourismus und weiterer Baustein in einer Expressverbindung rund um den Globus.

nyc787blogspot

Quelle: nyc787.blogspot.com

Die Flugdauer:

  • Panama – Papeete (4461 nautische Meilen) 9 Stunden und 20 Minuten
  • Papeete – Nadi (1885 nautische Meilen) 3 Stunden und 55 Minuten,
  • Nadi – Denpasar (3669 nautische Meilen) 7 Stunden und 40 Minuten.

Die neue Verbindung schließt eine Lücke zwischen den bestehenden Pazifik-Transits aus Nordamerika und Chile. Für Reisende aus Europa, die heute schon Panama City für den Umstieg in Richtung Mittel- und Südamerika nutzen, werden damit neue, exotische Ziele auf dem kurzen Weg erschlossen.

Wer z.B. von Amsterdam mit KLM nach Panama und mit Copa nach Bali fliegt, hat von dort einen direkten KLM-Flug zurück nach Amsterdam – und die Erde komplett umrundet.

Notwendiger Nachtrag:

muenchhausen

Quelle: br.de

Diese Meldung der edition besserpanama war mir nicht mehr rechtzeitig zum 1. April eingefallen, ist also frei erfunden, stellt jedoch ein realistisches und wünschenswertes Szenario dar.

Vielleicht liest es jemand bei Copa Airlines, rechnet nach und stellt fest, dass es wirtschaftlich und sowieso eine prima Idee ist.

Zum Jungfernflug sollte ich dann eingeladen werden. Business Class bitte.

10 Jahre Panama – war das eine gute Idee?

Als ich vorige Woche mal wieder den Las Perlas Archipel in niedriger Höhe überflogen habe, lagen irgendwo zwischen Isla del Rey und Isla Casaya 2 große Buckelwale unter mir an der Wasseroberfläche. Immer wieder ein eindrucksvolles Bild. Und ein kleiner Baustein in einem Mosaik, das sich über 10 Jahre gebildet hat.

Als wir uns zum 1. Oktober 2008 aus Deutschland abgemeldet hatten, war noch nicht klar, ob das gut ausgeht. Heute wissen wir: es war keine gute Idee.

Es war eine der besten Ideen, die wir je hatten. Wir haben sozusagen ein neues Leben gewonnen.

Ein neues Leben, mit neuen Menschen, ihrer Kultur und Sprache, ein neues Land mit seiner Natur und seinem Klima, mit neuen persönlichen und geschäftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, mit neuen Reisezielen, die jetzt vor der Haustür liegen.

Eine neue Welt.

Was würden wir heute anders machen? Nichts, alles gut.

Und was sollte man bedenken, wenn man einen solchen Schritt erst plant?

  • Gründlich den Ausstieg planen, insbesondere wenn man in der alten Heimat ein Unternehmen/Anteile oder Immobilien besitzt.
  • Geografie, Geschichte und mögliche Perspektiven des Landes kennen
    • am Beispiel Panama spielt natürlich der Kanal als Ader der Weltwirtschaft eine Rolle, sorgt für stabile Einnahmen, Investitionen und Weltoffenheit
  • die Mentalität der Bewohner und ihre Sprache kennenlernen
    • aufgrund der katholischen Prägung teilt man gewisse Grundwerte, ohne religiös sein zu müssen
  • wichtige Risiken realistisch einschätzen (allg. Sicherheit, Politik, Natur)
    • außerhalb der Drogentransitszene gibt es wenig Kriminalität
    • Panama hat seit Noriega keine Armee mehr, Venezuela als abschreckendes Beispiel für Sozialismus in der weiteren Nachbarschaft und die Bedeutung des Kanals für die Weltwirtschaft ist auch eine Garantie für stabile Verhältnisse
    • was Naturkatastrophen anbelangt, ist Panama wohl eines der glücklichsten Länder in der Region: keine Hurricans, keine schweren Erdbeben
  • komplett umziehen, keine Rückkehr einplanen
    • halb hier und halb da zu Hause sein, führt nur dazu, dass man nirgendwo zu Hause ist
    • Internet-Kommunikation macht die räumliche Trennung von Familie und Freunden einfach und Flugpreise sind ja auch nicht unerschwinglich
  • Plan B für unvorhersehbare Fälle
    • wenn mein Gastland morgen aus whatever Gründen nicht mehr richtig wäre, würden wir irgendwo anders hingehen. Wer es einmal gemacht hat, schafft es immer wieder und überall. Auf keinen Fall einfach zurück.

Wer seinen Lebensunterhalt jeden Monat verdienen muss, hat natürlich einiges mehr zu bedenken. Einige Tips dazu und ein mögliches Modell habe ich hier im Band 2 der edition besserpanama gegeben.

Ich hoffe, mit diesem Post all denen einen Anstoß zu geben, die weg wollen, sich aber noch nicht getraut haben.

„Sonnig, sorglos, steuerfrei“

Nach „besserpanama – Ein Land zum Leben“ gibt es in der edition besserpanama jetzt hier den zweiten Band.

Keine Auswahl schon veröffentlichter Blogposts, sondern eine konkrete Anleitung wie man als Unternehmer in eigener Sache mit Panama-Residenz und -Firma sein Einkommen generiert, um künftig frei und komfortabel am tropischen Strand zu leben.

Keine digitalen Produkte, kein Schneeballsystem, sondern unabhängig und eigenständig.

 

besserpanama2front-page-002

 

%d Bloggern gefällt das: