Atlantikbrücke Panamakanal

Ein weiteres bedeutendes Infrastruktur-Projekt nimmt Gestalt an: nur 3 Kilometer vor den Kanalschleusen auf der Atlantikseite entsteht gerade eine neue spektakuläre Brücke. 530 Meter Spannweite, 212 Meter hohe Pylonen und 75 Meter Durchfahrthöhe, völlig ausreichend auch für die Schiffe der Neopanamax-Klasse.

Begonnen hat die französische VINCI Gruppe im Januar 2013 und die Bauzeit war auf 3,5 Jahre veranschlagt. Ich habe sie heute, nach 4,5 Jahren, mal inspiziert:

 

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

Wenn diese Brücke fertiggestellt ist, wird das nicht nur das Tor zum Kanal, sondern auch zu 250 km bisher völlig unerschlossene Karibikküste bis nach Bocas del Toro an der Grenze zu Costa Rica sein. Das bedeutet Ansiedlungs- und Tourismusentwicklung für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus.

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

In den Bildern sieht man außer der Brückenbaustelle die Atlantikschleusen, rechts die alten, links die neuen mit ihren riesigen Wassersparbecken. Dahinter schließt sich der Lake Gatun an, der Wasserweg zum Pazifik.

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(C) 2017 Panaviacion Corp.

Und für alle Luftfahrt-Interessenten hier noch die Streckenführung:

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Screenshot Foreflight

Start war um 1335 UTC in Scarlett Martinez (MPSM), dann hoch zur Karibikküste (VUMAN als Navigationspunkt), nach Osten drehen und an der Küste entlang bis Colon, von da in Richtung Pazifik, über den Navigationspunkt SAMSU und von dort zum Flugplatz in Chame (MP24).  Beim Fliegen nach Sichtflugregeln, sind die Navigationspunkte nur zur groben Orientierung gedacht, zumal man ja gelegentlich Wolken ausweichen muss. Ab MPSM wurden diese auf 4500 ft überflogen, zur Karibik hin und ab VUMAN konnte dann auf 2500 ft weitergeflogen werden. Die Fotos wurden also aus ca. 850 Meter Höhe aufgenommen. Landung in Chame gegen 1505 UTC.

 

Jahreswechsel 2016/17

Wenn ich mir den aktuellen Wetterbericht aus Deutschland so ansehe, bin ich froh, dass wir uns schon am 28.12. wieder in die Lufthansa-Maschine nach Panama gesetzt haben, zusammen mit 2 Besuchern aus der weiteren Familie.

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Quelle: Kim

Am Neujahrsmorgen wurde die traditionelle kleine Runde über Land gefahren, diesmal zuerst zur wunderschönen Basilica Menor Santiago Apostol in Nata de Los Caballeros. Was für ein herrliches Gebäude, erbaut in 1522 und in 2010 auch unter Beteiligung der deutschen Botschaft restauriert.

 

Danach zwischen Zuckerrohr- und Salzfeldern um Aguadulce zur Küste und zum Mittag in das Restaurant „Reina del Mar“, nicht ohne zuvor das namenlose Fischerdorf am Ende der Küstenstraße und an der Mündung eines breiten Flusses in Augenschein genommen zu haben. Das Essen im Reina del Mar ist immer ausgezeichnet und die Preise der ländlichen Umgebung angemessen.

Zwei Tage danach stand eine Tour nach Colon zur neuen Kanalschleuse auf dem Programm. Obwohl unterwegs ein Tanklaster umgekippt und die resultierende Umleitung ganze 4 Stunden dauerte, konnten wir noch teilweise der Passage eines LNG-Tankers beiwohnen, bevor das Besucherzentrum um 16 Uhr geschlossen wurde.

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Wieder 2 Tage später geht es mit Expressfähre von Panama City zur Isla Contadora, unser bevorzugtes Ziel im Las Perlas Archipel. Kaiserwetter und wunderbares Wasser.

Was braucht man im Januar sonst noch?

 

Schon mal über Leben in den Tropen nachgedacht?

 

 

 

 

 

„Silvia“ wird geliftet, ein „Einhorn“ eingefädelt – neue Schleusen in Aktion

Hochbetrieb an der neuen Agua Clara Schleuse des Panamakanals: MSC Silvia kommt auf ihrem Weg von der US-Ostküste nach Asien aus dem Atlantik. Sie wird auf das Niveau des Lake Gatun angehoben, um 26 Meter in 3 Schleusenkammern. Silvia ist 300 Meter lang und 48 Meter breit, ein Schwergewicht. Allerdings nur halb voll mit Containern.

Und kaum hat Silvia die obere Schleusenkammer verlassen, wird die unter taiwanesischer Flagge fahrende Unicorn der chinesischen Yang Ming Reederei auf ihrem Weg von Shanghai nach New York in die Schleusenkammer eingefädelt. Sie ist 333 Meter lang und 43 Meter breit. Perfekte Choreographie.

Anders als Silvia ist die Unicorn voll beladen. Sieht aus, wie ein Symbol für die Handelsbilanz zwischen den USA und China.

 

Sie wollen das mit eigenen Augen sehen? Easy.

Mit Lufthansa non-stop von Frankfurt nach Panama City. Übernachten in einem der vielen erstklassigen Hotels mit Blick über den Pazifik.

Tag 1: Stadtrundfahrt mit Besuch der (alten) Miraflores-Schleuse.

Tag 2: Mit Uber nach Colon (1 Stunde), Besuch von Freihandelszone und neuer AguaClara Schleuse. Mittagessen an der Schleuse, zurück in die City.

Tag 3: Tagestour nach Isla Taboga, abends Rückflug nach Frankfurt.

Besonders zu empfehlen ist eine solche Reise auch den Journalisten des NDR. Daraus könnte dann ein Bericht über das richtige Panama entstehen, nicht nur Zerrbilder ala Panama Papers und Finca Bayano.

 

It’s 5 o’clock somewhere

Die Uhr im Restaurant The Dock geht offensichtlich falsch.

Wir sitzen bei Mittagshitze im Freien, schattig und schauen auf mindestens 100 Segelboote, die hier an der Shelter Bay ihren Liegeplatz haben, sich gemächlich im Wasser wiegen. Zum Essen, Tintenfisch nach karibischer Art, gibt es deshalb auch Papaya-Limonade, keine Margarita.

 

 

Wir sind schon gegen 8:30 in Panama City aufgebrochen, am Flughafen Gelabert und den beiden Pazifikschleusen vorbei auf der Schnellstraße nach Colon gefahren. Obwohl Sonntag vormittag herrscht hier ungefähr so viel Verkehr wie auf der Thüringer- Wald-Autobahn südlich des Suhler Dreiecks. Also wenig.

In Colon angekommen, passieren wir die Freihandelszone und folgen den nagelneuen Wegweisern zum Besucherzentrum der Esclusa Agua Clara. Das ist die neue, erweiterte Schleuse an der Atlantikseite des Kanals. Auch dort ruhiger Betrieb, kaum mehr als 20 Besucherautos.

Wir sind knapp zu spät: Ein überdimensionaler Containerfrachter der Evergreen Reederei hat gerade die Schleuse verlassen und macht sich auf den Weg in Richtung Pazifik. Die Ever Legion ist 335 m lang und 46 m breit, vollgepackt.

 

 

Da gerade kein weiteres Schiff für die neue Schleuse in Sicht ist, wollen wir uns mal die andere Seite der Küste, westlich der Kanaleinfahrt, anschauen. Sie heißt die „obere Küste“, warum auch immer. Dazu müssen wir eine der beiden Fähren nutzen, die abwechselnd hin und her fahren. Das wird nur noch ca. 2 Jahre nötig sein, denn unweit der Anlegestelle recken sich schon die Pfeiler der neuen Kanalbrücke in die Höhe. Das wird ein ebenso beeindruckendes Bild, wie wir es schon von der Pazifikseite kennen und ein neues Kennzeichen der Atlantikeinfahrt in den Panamakanal.

Diese Brücke wird irgendwann 250 km Karibikküste westlich von Colon bis kurz vor Almirante durch eine Autostraße erschließen.

Noch bevor diese Brücke in Betrieb geht, wird man auf der Pazifikseite mit den Arbeiten für die vierte Kanalbrücke beginnen, um die altehrwürdige Puente de las Americas zu entlasten und abzulösen. Weiterhin also viel Arbeit für Bauunternehmen in Panama.

 

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Quelle: La Prensa

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die meisten Infrastruktur-Aufträge unter Präsident Martinelli (2009 bis 2014) an die brasilianische Odebrecht-Gruppe gingen. Deren Chef sitzt inzwischen wegen Bestechung im brasilianischen Gefängnis. Ex-Präsident Ricardo Martinelli hat, völlig unabhängig davon, Panama in 2015 fluchtartig verlassen.

Von Shelter Bay aus blickt man hinüber zur Stadt Colon mit ihren alles überragenden Hafenkränen. Ein toller Blick, den ein Foto nicht so gut wiedergeben kann.

Aktuell gibt es für die Stadt Colon ein dringend notwendiges Modernisierungsprogramm. Wenn das ähnlich funktioniert, wie in der Altstadt von Panama City, wird aus dem Aschenputtel bald eine Goldmarie.

Oder waren das zwei verschiedene Märchen?

 

 

Landpartie

Nicht Party, sondern Partie, wie Ausfahrt.

Wir haben ein langes Feiertagswochenende und ein Technokonzert am Strand, vor der Haustür. Also nix wie weg.

Erkunden wollen wir die neuen Schleusen auf der Atlantikseite und die Karibikküste von Colon Richtung Osten soweit es geht. Und da es dort außer Colon keinen Flugplatz gibt, wird es eine Autotour.

Am Donnerstag nachmittag fahren wir in die City, erledigen einige Wege und steigen im TRYP Hotel Albrook ab. Das Hotel befindet sich mitten im größten Einkaufszentrum, der Albrook Mall mit 400 Geschäften, und direkt neben dem zweitgrößten Flugplatz des Landes, Aeropuerto Marcus A Gelabert (MPMG). Das Hotel ist sehr ordentlich und auf dem Dach in der 8.Etage befindet sich ein Pool von dem man nicht nur die Hochhäuser der City gut sehen kann, sondern auch die Brücke der Amerikas, die Kräne von Puerto Balboa sowie die startenden und landenden Maschinen auf Runway 18/36.

Am nächsten Morgen geht es auf der Schnellstraße Richtung Norden, bis kurz vor Colon. Dann ostwärts entlang der Küste bis Portobello. Das Städtchen,gegründet 1597, liegt an einer geschützten Bucht und war mal ein bedeutender Tiefwasserhafen. Davon zeugen noch heute die historischen Befestigungsanlagen und Kanonen. In spanischem Besitz, wurde es 1668 durch Captain Morgan erobert und ausgeraubt. Die Engländer konnten sich aber nicht halten.

Wir fahren jetzt auf einer Asphaltstraße ostwärts. Alle Orte scheinen irgendwas mit „Nombre del Dios“ im Namen zu führen. Die Strände sind unberührt, nur selten sind touristische Projekte zu sehen. Das wird sich ändern, da es bereits einen Entwicklungsplan für die karibische Küste gibt. Die „Royal Decameron“ Gruppe hat schon ein Projekt irgendwo in der Gegend angekündigt, die wir gerade befahren.

Zwischen Bocas del Toro an der Grenze zu Costa Rica und El Porvenir, dem westlichen Ende der autonomen Gula Yala Region sind es Luftlinie mehr als 300 km karibische Küste, die auf touristische Erschließung warten. Ein gewaltiges Potential.

Unsere Straße endet in einem Kreisel, in einem Dorf hinter Palenque, direkt am Strand. Bis zur Grenze der  Guna Yala Region sind es noch 35 km, ohne befestigte Straße. Und von dort mehr als 200 km karbische Inselwelt bis zur kolumbianischen Grenze, ohne jede Straßenverbindung.

Wir fahren zurück, biegen unterwegs ab zu einer als Cay Tortuga ausgeschilderten Marina. Hinter dem bewachten Tor geht es 5 km unbefestigt durch den Wald.Dann öffnet sich eine Wiese und die Masten von knapp 20 Yachten erscheinen im Bild, wie eine Oase in der Wüste.

Da befindet sich eine Bucht hinter dem schützenden Riff und ist weiter ausgebaut worden, um sicheren Unterschlupf für die seetauglichen Boote zu bieten. Dazu einige Wohnhäuser, Funktionsgebäude, Tankanlage und Restaurant.

Wir machen Rast.

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„On the road again“ biegen wir später Richtung Isla Grande ab, ein beliebtes Wochenendziel. Dann geht es zurück nach Portobello, um unser Hotel zu finden. Das Casa Congo liegt mitten in der Altstadt am Wasser. Anlegestelle, Restaurant, darüber unser Zimmer mit Balkon. Alles ordentlich und besser als die Umgebung erwarten lässt.

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Am Samstag früh geht es wieder zurück nach Colon. Dort befindet sich die zweitgrößte Freihandelszone, nach Hongkong, sowie ein Terminal für Kreuzfahrtschiffe, kurz vor oder nach deren Kanalpassage. Wir machen uns aber auf den Weg zur Gatunschleuse, der einzigen Schleusenanlage an der Atlantikseite des Kanals.

Eine Hochbrücke um den Kanal zu überfahren ist derzeit im Bau und bis zur Fertigstellung geht es auf schwenkbaren Stahlkonstruktionen direkt über bzw. durch die Schleusenkammern der alten Gatun-Schleuse. Und kurz danach fahren wir direkt über die Baustelle und bekommen einen Eindruck von der Größe der erweiterten Anlage. Den größten Platz nehmen dabei die Wasserreservoirs ein, denn die neue Anlage soll Wasser sparen, das bei den alten Schleusen bei jeder Schleusung ungenutzt in Atlantik bzw.Pazifik abfliesst.

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Mehr und viel bessere Bilder gibt es hier. (Link zur Kanalbetreibergesellschaft)

Wir haben nun eigentlich alles geschafft und fahren zurück nach Panama City. Abendessen mit Blick auf die Skyline und Übernachten direkt am Kanal, am Sonntag morgen entspannt zurück nach Hause. Hat Spaß gemacht.

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2 Ozeane in 2 Stunden besucht

Klingt dramatisch, oder? In Panama ist das nur ein Katzensprung. Was wir für gestern geplant hatten, war aber kein „Rund“flug, sondern annähernd ein Quadrat oder Trapez:

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Wir starten in Chame (MP24), nur wenige Kilometer von der Pazifikküste entfernt. Kurs Nord und steigen auf 5500 Fuß. Wir überfliegen dabei den Lake Gatun, durch den ja ein großer Teil des Panamakanal verläuft. Von oben kann man gut die Schiffe sehen und dann die Gatunschleuse. Die alte und seit 100 Jahren in Betrieb befindlich, darüber die Baustelle der Erweiterung mit neuen großen Schleusentoren.

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Das ist die Stadt Colon mit der Colon FreeZone, zweitgrößte Freihandelszone der Welt. Dahinter sieht man den Flugplatz von Colon (MPEJ), den wir als Etappenziel haben, aber nur überfliegen.

Jetzt geht es an der Karibikküste entlang nach Osten. Jede der 4 Etappen ist ungefähr 50 Seemeilen lang.

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Auf dem mittleren Bild kann man die Siedlung El Porvenier sehen, unser nächstes Etappenziel und den Flugplatz (MPVR) mit nur 400 m Landebahn. Und so wie im unteren Bild geht es nun 120 km mit Inseln, Sand und Palmen weiter bis nach Kolumbien hinein. Ein karibisches Paradies. Das werden wir demnächst abfliegen, aber dann in  niedriger Höhe und mit 3 oder 4 Zwischenstopps auf Inselfluplätzen.

Heute drehen wir aber nach Süden, steigen wegen der Wolken auf 9.500 Fuß und nehmen Kurs auf den Las Perlas Archipel im Pazifik.

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Das Wetter meint es gut mit uns und die Bilder sind wieder traumhaft. Kaum gelandet sitzen wir schon wieder in Gerald’s Gartenrestaurant und sehen den Kolibris beim Naschen zu, bevor unser Fisch auf den Tisch kommt. Dann geht es noch mal für eine gute Stunde zum Baden. Das Wasser ist türkis, traumhaft klar, der Sand schneeweiß.

Fertigmachen für die letzte Etappe: 50 Seemeilen auf 4.500 Fuß zurück nach Chame. Es geht nach Westen, der untergehenden Sonne entgegen, ein vollbeladenes Containerschiff auf dem Weg zum Kanal und im Sinkflug noch ein Bild von Punta Chame.

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Wir sind 10:40 Ortszeit gestartet, um 12:50 auf Isla Contadora gelandet (OTD/MPRA). Um 15:55 wieder abgeflogen und 16:40 in Chame gelandet. Insgesamt laut Planung 204 Seemeilen oder 378 km zurückgelegt. Zur geplanten Strecke kommen allerdings noch ein paar Schleifen dazu, um Wolken zu umfliegen oder über Las Perlas Höhe abzubauen und Bilder zu machen. Insgesamt eher 450 km.

Von Chame bis kurz vor Contadora sind wir immer unter der Obhut von Panama Advisory, die uns mit den anderen Maschinen im Luftraum um die drei Flugplätze der Hauptstadt auf dem Schirm haben, das sehr gut machen und uns weitgehend freie Hand lassen. Gracias amigos.

 

 

 

Vom Pazifik zur Karibik in 30 Minuten + Bonus

28 MInuten Flugzeit für 46 Seemeilen, sagt meine Flugplanung.  Genau so weit ist es vom Flugplatz Chame, der nur wenige Kilometer von der Pazifikküste bei Coronado entfernt ist, nach Colon an der Küste des Karibischen Meeres, einem Randmeer des Atlantik.

Colon, da war doch was …

Richtig, die atlantische Einfahrt in den Panamakanal, mit der Gatunschleuse und damit die Gelegenheit, mal zu schauen wie die Kanalerweiterung dort aussieht.  Das als Bonus für meine Leser 🙂

Start in Chame und wir fliegen über Coronado kurz entlang der Pazifikküste, drehen über Punta Chame nach Norden.  Gute Sicht heute, aufgelockerte Bewölkung.

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Zuerst über Bergland, und dann sehen wir schon die ausgedehnte und zerfranste Wasserfläche des Lake Gatun.  Sieht nicht so aus, ist aber ein künstlich aufgestauter See und liegt 26 Meter über Meeresspiegel,  Bestandteil des Panamakanals.

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Im See sind einige Schiffe unterwegs, mehr davon liegen vor Colon vor Anker und warten darauf, an die Reihe zu kommen.

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Colon beherbergt auch einen Containerhafen, Terminal und Tanks für Ölprodukte sowie die zweitgrößte Freihandelszone der Welt. Und ist nördliche Endstation der Panama Canal Railway.

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Viel spannender ist aber die Gatunschleuse, eine von 3 Schleusensystemen des Kanals. Parallel dazu werden 2 neue Anlagen gebaut, die es wesentlich größeren Schiffen erlauben, den Kanal zu benutzen. Kapazität und Einnahmen werden sich ab 2015 verdoppeln. Nur 2 neue Anlagen deshalb, weil auf der Pazifikseite ein neues Schleusensystem sich über die beiden alten Schleusen von Miraflores und Pedro Miguel erstreckt.

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Der Neubau ist ein riesiges Vorhaben wie man schon optisch an den Größenverhältnissen der alten und der neuen Schleusenanlage erkennen kann. Gleiches passiert parallel auf der Pazifikseite des Kanals.

In der alten Schleuse befindet sich gerade ein ziemlich großer weißer Autotransporter.  Einfach anklicken zum Vergrößern.

Die Tore der neuen Schleusen sehen so aus:

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Quelle: http://eandt.theiet.org

Den Fortgang kann man hier beobachten.

Zurück geht es über La Chorrera nach Chame. Ein kurzer Ausflug, trotzdem viel gesehen.

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