Als Investor und Unternehmer in Panama … Teil 1

Dieses Thema wird mehr als ein Posting umfassen.

Anstoß ist ein Artikel gewesen, der eine Reihe einflussreicher Expats vorstellt, also Leute die aus anderen Ländern gekommen sind, sich in Panama niedergelassen haben und ein erfolgreiches, einflussreiches Geschäft aufgebaut haben. Neben diesen Erfolgsgeschichten gibt es Tausende, die nicht in der Zeitung stehen, wo man im Gespräch die Geschichte erfährt, immer wieder staunt und gelegentlich den Hut zieht. Und keiner von denen will zurück.

Wenn in Europa und den USA wirtschaftlich alles bestens wäre, würden Leute nur wegen des schönen Wetters hierher kommen. Inzwischen denke ich, dass dies für viele nur das Sahnehäubchen obendrauf ist. Ausschlaggebend ist das wirtschaftliche Umfeld, die Bedingungen unter denen man hier ein Geschäft aufbauen und betreiben kann.

Ein sehr schönes Beispiel ist ein bayerisches Paar, das vor Jahren zum Surfurlaub nach Panama kam, geblieben ist und über die Jahre eine kleine, feine Hotelanlage aufgebaut hat. (www.hibiscusgarden.com)

Oder der Webdesigner, der seine europäischen Kunden von überall bedienen kann. Er meldet sich in Deutschland steuerlich ab, zieht nach Panama und lebt hier von seinen „ausländischen“ Einnahmen, die in Panama legal nicht besteuert werden. Das ist die Idealkonstellation, wenn jemand auch hier leben will.

Wie man in Panama einreisen und leben kann, habe ich wohl schon mal beschrieben. Nochmal in Kurzfassung und bezogen auf das genannte Beispiel:

Sie haben Kunden in der Welt, die Sie von überall online bedienen können.

Sie gründen eine offshore Firma. Kostet um die 1.000 USD und jährlich wiederkehrend ca. 600 USD, was Registrierung und Pauschalsteuer umfasst. Wenn sie nur Geschäfte ausserhalb Panama machen, hat diese Firma keine weiteren Verpflichtungen, d.h. kein Steuerberater, keine Buchführungspflicht, kein Jahresabschluss. Achtung: Bankkonto sollte Bestandteil des Pakets sein.

Sie melden sich wirksam in Deutschland ab, so dass da keine Steuerpflicht mehr besteht.

Sie reisen visafrei in Panama ein, können ununterbrochen bis 180 Tage bleiben. Danach verlassen Sie das Land für einen Kurztrip in die Nachbarschaft (Costa Rica, Karibik), die USA oder um die alte Heimat zu besuchen. Nach Rückkehr beginnen die 180 Tage von vorn.

Sie mieten Wohnung oder Haus, finden heraus wo es am besten gefällt. City, Strand, Berge …  Oder wohnen erstmal in einem Bed & Breakfast. (http://www.casanitapanama.com/deutsch)

Jederzeit können Sie ein Apartment oder Haus kaufen und zahlen bei neuen Objekten für 20 Jahre keine Grundsteuer. An Objekten gibt es eine riesige Auswahl und die Preise sind deutlich besser als in Deutschland. (http://www.panamaequity.com)

Wenn Sie jetzt zwar eine Firma, aber kein Bankkonto haben, dann wird es Zeit, eine Bank aufzusuchen. Panama hat eine Menge davon und strikte Regeln. Das sorgt für Stabilität und war ein Faktor, dass Panama von der grauen OECD-Liste auf die weiße kam.

Liste aller Banken in Panama

Sie brauchen: lange Hose (ernsthaft), Pass, Bankreferenz aus Deutschland, 2 persönliche Empfehlungen von Geschäftsfreunden, die die Bank auch anrufen kann, einen ersten Einzahlungsbetrag. Lassen Sie die Banker wissen, wovon Sie leben werden und dass Sie auf der Suche nach einer guten Bank sind, nicht die erste beste nehmen werden. Wenn Sie außerdem vielleicht noch ein Depot,  Autofinanzierung oder Versicherung brauchen, oder künftige Geschäfte glaubhaft darstellen, umso besser.

Die panamesischen Banken haben alle eine Englisch sprechende Auslandsabteilung.

Erledigt? Glückwunsch. Sie haben es schon weit gebracht.

Wenn Sie jemand kennen, den das interessieren könnte, gern weiterleiten.

Wenn Sie die Information in diesem Blog gut finden, bitte bewerten.

Fragen und Anmerkungen gern per email (siehe Profil).

Danke für den Besuch.

Vollgas im Panama-Kanal

OK, nur ein  kurzes Stück, dafür aber teilweise selbst gesteuert.

Wir sind auf Einladung unserer Freunde Gerald und Kiki heute in die City gefahren und treffen uns bei Motores Britannicos, einer Firma, die Vertriebs- und Reparturpartner für die Seadoo-Palette ist.

ATV, Jetski und Boote mit Jetantrieb. Auf uns wartet ein Seadoo 230 SE, ein über 7 Meter langes Boot für bis zu 12 Personen, zwei Maschinen und 430 PS Antriebsleistung.

www.seadoo.com

Der Betrieb liegt am Panamakanal, zwischen dem Containerhafen Balboa und der Miraflores-Schleuse. Das Boot steht auf dem Trailer und wir fahren zur Diablo-Rampe, die nur einige Minuten entfernt ist.

Als wir das Boot zu Wasser lassen, taucht vor uns im Kanal die ZIM Beijing auf, ein riesiges vollbeladenes Containerschiff, das soeben die Miraflores-Schleuse passiert und den Pazifik erreicht hat.

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Wir lassen ihr Vorfahrt, drehen noch eine Weile vor der Rampe und warten auch noch ab, bis der Lotse von Bord geht und mit dem Lotsenboot davonfährt.

Jetzt ist es soweit. Gas geben und hinter dem Dampfer her in Richtung der Puente de Las Americas. Wir holen auf, sind gemeinsam unter der Brücke und dann fahren wir davon.

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Über diese Brücke sind wir schon oft gefahren, selbst geflogen und heute auch am Steuer eines schnellen Bootes durchgefahren. Phantastisch.

Nachdem wir die „Beijing“ hinter uns haben geht es mit fast voller Fahrt in der Fahrrinne des Kanals nach Süden. Dieses Boot schafft über 50 Knoten, was ich aber selbst nicht ausprobieren will, als Anfänger. Stattdessen ein paar Manöver, Kurvenfahren, volle Drehung und Abbremsen aus voller Fahrt. Sehr gut zu handhaben.

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Inzwischen ist das Containerschiff an uns vorbei und nimmt wohl Kurs auf Asien. Wir fahren zurück, die Vorstellung des Seadoo 230 ist beendet und hat uns sehr gut gefallen.

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Wir haben noch eine Menge Fragen und bekommen sachkundige Auskunft. Vielen Dank an Jan und Stefan, und natürlich an unsere beiden Freunde.

Schnell mal in die Hauptstadt

80 km sind es nur von Chame nach Panama City, immer auf der Panamericana in Richtung Feuerland. Die Nachrichten der letzten Woche haben gesagt, dass die Puente de Las Americas ab sofort repariert wird, was Sperrung von 2 Spuren und unsägliche Staus bedeutet, zumindest zu den täglichen Hauptverkehrszeiten, also früh in die Stadt und zum Feierabend wieder raus aus der Stadt. Ist auch ohne halbierte Brücke kein Spaß.

Wir sparen den Stress und werden fliegen, können bei der Gelegenheit gleich ein paar Arbeiten an unserem Light Sport Aircraft mit der Registrierung HP-1708 erledigen lassen.

Es ist ein schöner Morgen, blauer Himmel, leicht diesig und windig, wie meist in der Trockenzeit. Maschine fertigmachen, bei Panama Radio unser Ziel anmelden und auf geht es vom Flugplatz Chame, Piste 36. Unser Ziel ist der Aeropuerto Marcos A. Gelabert, am Stadtrand von Panama City, nahe am Kanal und beim Puerto Balboa, einem großen Containerhafen gelegen.

Wir fliegen über dem Wasser gemütlich, mit 200 km/h,an der Pazifikküste entlang, links mit Blick auf Berge, Regenwald und Flüsse, rechts viele kleine und größere Inseln im türkisfarbenen Wasser. Markant ist die Halbinsel Punta Chame, die zwei davor liegenden Inseln Otoque, einige schneeweisse Strände und dann auch ein neues Tankerterminal. Immer mehr Schiffe liegen da und warten auf die Kanalpassage.

Links passieren wir Panama Pacifico, ein früherer US-Militärflughafen (Howard AFB) zum Schutz des Kanals, jetzt eine Sonderwirtschaftszone, wo Dell, 3M, Caterpillar und andere große Unternehmen produzieren oder ihre Lateinamerika-Zentrale betreiben. Dann kommt die Stadt aus dem Dunst in Sicht, beeindruckend. Eine Unmenge von Wolkenkratzern: weit mehr als 200 Gebäude, die mehr als 30 Stockwerke haben. Das höchste, mit 70 Geschossen und 284 m ist seit kurzem der Trump Ocean Tower. Es ist zugleich auch das höchste Gebäude Lateinamerikas. Dessen Ocean Club liegt 80 km südlich im Pazifik, auf der Las Perlas Inselgruppe.

Wir sind nur noch 5 nautische Meilen vom Flugplatz entfernt und wechseln die Sprechfrequenz von Panama Control zum Tower Gelabert. Direkt zur Piste 36, mit 12 Knoten Wind aus 330 Grad. Wir sind Nummer 1 im Anflug, hinter uns kommt eine Cessna von der Insel Contadora und bestätigt nach Kommunikation mit dem Tower „cleared to land“. Kaum möglich, weil ich ja vor ihr fliege. Und schon kommt der Tower zurück: “ Sie haben KEINE Landeerlaubnis, sondern sind Nummer 2″. Peinlich für meinen Kollegen da hinten. Stattdessen wird für HP-1708 jetzt die Freigabe zur Landung erteilt und von mir zur Bestätigung wiederholt.

Die Freigabe für Start „cleared for take-off“ oder Landung „cleared to land“ ist immer eine wichtige Ansage vom Tower, muss bestätigt  werden und ohne solche Freigabe darf weder gestartet noch gelandet werden.

Im Überflug haben wir übrigens gesehen, dass auf der großen Amerikabrücke der Verkehr ganz normal lief, keine Sperrung, kein Stau.

Wir sind nach 30 Minuten Flugzeit gelandet, haben 2,5 Gallonen 95er Benzin verbraucht, was nicht mehr als 10 Dollar gekostet hat.

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