EU-Krise und Panama

Was sucht die EU-Krise in einem Panama-Blog und wieso EU-Krise, wenn es doch nur eine Euro-Krise ist.

Wer die Entwicklung in Europa verfolgt, kann nur entsetzt sein. Wie hieß es doch immer?

– Europa wird ein Musterbeispiel für das friedliche Zusammenleben der Völker

– Europa wird einer der stärksten Wirtschaftsblöcke der Welt

– der Euro wird den US-Dollar bald als Leitwährung ablösen …

Liest sich wie ein Märchenbuch. Nichts davon ist in Sicht, bei jedem dieser Punkte sind wir weiter vom Ziel entfernt als bei der Gründung der EU bzw. Einführung des Euro.

Kaum hatte der damalige Bundesfinanzminister Steinbrück im Sommer 2008 verkündet, dass die Finanzkrise in den USA ein rein amerikanisches Problem sei, holte ihn die Realität ein. Deutsche Banken hatten die minderwertigen US-Papiere en gros eingekauft.

Nicht genug damit, Europa hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst seine eigene Krise organisiert und es sieht so aus, als ob wir derzeit auf einen Kulminationspunkt zulaufen.

Die nackten Zahlen sagen, dass Europa nicht innerhalb von wenigen Jahren seine Krise bewältigen, die Folgen überstehen und wieder auf den Wachstumspfad gelangen kann. Das wird Jahrzehnte dauern und Opfer kosten: Steuern und Inflation.

Der deutsche Exportboom in die Eurozone war überwiegend kreditfinanziert und  die Forderungen sind nicht einbringbar. Ein massives Schneeballsystem.

Selbst Frieden, Demokratie und Rechtsstaat sind bedroht, wie Matthias Elbers in dieser Veröffentlichung warnt: http://www.scribd.com/doc/99210338/Das-Euro-Desaster

Ein exzellenter Beitrag. Hier wird in verständlicher Sprache und anhand von Fakten dargestellt, was passiert ist und zwar nicht erst in den letzten Jahren, sondern bereits mit den Weichenstellungen für die Euro-Einführung.

Sie wollen das durchstehen und es auch Ihren Kindern zumuten? Viel Glück.

Für alle, die das nicht wollen, will dieses Blog Hilfe bieten. Information zum Leben, Arbeiten, Investieren unter der Sonne Panamas. Entscheiden müssen Sie selbst.

Und denken Sie an Gorbatschow’s Spruch: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Als Investor und Unternehmer in Panama … Teil 1

Dieses Thema wird mehr als ein Posting umfassen.

Anstoß ist ein Artikel gewesen, der eine Reihe einflussreicher Expats vorstellt, also Leute die aus anderen Ländern gekommen sind, sich in Panama niedergelassen haben und ein erfolgreiches, einflussreiches Geschäft aufgebaut haben. Neben diesen Erfolgsgeschichten gibt es Tausende, die nicht in der Zeitung stehen, wo man im Gespräch die Geschichte erfährt, immer wieder staunt und gelegentlich den Hut zieht. Und keiner von denen will zurück.

Wenn in Europa und den USA wirtschaftlich alles bestens wäre, würden Leute nur wegen des schönen Wetters hierher kommen. Inzwischen denke ich, dass dies für viele nur das Sahnehäubchen obendrauf ist. Ausschlaggebend ist das wirtschaftliche Umfeld, die Bedingungen unter denen man hier ein Geschäft aufbauen und betreiben kann.

Ein sehr schönes Beispiel ist ein bayerisches Paar, das vor Jahren zum Surfurlaub nach Panama kam, geblieben ist und über die Jahre eine kleine, feine Hotelanlage aufgebaut hat. (www.hibiscusgarden.com)

Oder der Webdesigner, der seine europäischen Kunden von überall bedienen kann. Er meldet sich in Deutschland steuerlich ab, zieht nach Panama und lebt hier von seinen „ausländischen“ Einnahmen, die in Panama legal nicht besteuert werden. Das ist die Idealkonstellation, wenn jemand auch hier leben will.

Wie man in Panama einreisen und leben kann, habe ich wohl schon mal beschrieben. Nochmal in Kurzfassung und bezogen auf das genannte Beispiel:

Sie haben Kunden in der Welt, die Sie von überall online bedienen können.

Sie gründen eine offshore Firma. Kostet um die 1.000 USD und jährlich wiederkehrend ca. 600 USD, was Registrierung und Pauschalsteuer umfasst. Wenn sie nur Geschäfte ausserhalb Panama machen, hat diese Firma keine weiteren Verpflichtungen, d.h. kein Steuerberater, keine Buchführungspflicht, kein Jahresabschluss. Achtung: Bankkonto sollte Bestandteil des Pakets sein.

Sie melden sich wirksam in Deutschland ab, so dass da keine Steuerpflicht mehr besteht.

Sie reisen visafrei in Panama ein, können ununterbrochen bis 180 Tage bleiben. Danach verlassen Sie das Land für einen Kurztrip in die Nachbarschaft (Costa Rica, Karibik), die USA oder um die alte Heimat zu besuchen. Nach Rückkehr beginnen die 180 Tage von vorn.

Sie mieten Wohnung oder Haus, finden heraus wo es am besten gefällt. City, Strand, Berge …  Oder wohnen erstmal in einem Bed & Breakfast. (http://www.casanitapanama.com/deutsch)

Jederzeit können Sie ein Apartment oder Haus kaufen und zahlen bei neuen Objekten für 20 Jahre keine Grundsteuer. An Objekten gibt es eine riesige Auswahl und die Preise sind deutlich besser als in Deutschland. (http://www.panamaequity.com)

Wenn Sie jetzt zwar eine Firma, aber kein Bankkonto haben, dann wird es Zeit, eine Bank aufzusuchen. Panama hat eine Menge davon und strikte Regeln. Das sorgt für Stabilität und war ein Faktor, dass Panama von der grauen OECD-Liste auf die weiße kam.

Liste aller Banken in Panama

Sie brauchen: lange Hose (ernsthaft), Pass, Bankreferenz aus Deutschland, 2 persönliche Empfehlungen von Geschäftsfreunden, die die Bank auch anrufen kann, einen ersten Einzahlungsbetrag. Lassen Sie die Banker wissen, wovon Sie leben werden und dass Sie auf der Suche nach einer guten Bank sind, nicht die erste beste nehmen werden. Wenn Sie außerdem vielleicht noch ein Depot,  Autofinanzierung oder Versicherung brauchen, oder künftige Geschäfte glaubhaft darstellen, umso besser.

Die panamesischen Banken haben alle eine Englisch sprechende Auslandsabteilung.

Erledigt? Glückwunsch. Sie haben es schon weit gebracht.

Wenn Sie jemand kennen, den das interessieren könnte, gern weiterleiten.

Wenn Sie die Information in diesem Blog gut finden, bitte bewerten.

Fragen und Anmerkungen gern per email (siehe Profil).

Danke für den Besuch.

Finanzzentrum Panama

Panama ist bekannt als Finanzzentrum und hat Singapore als Vorbild gewählt.

Um von der grauen OECD-Liste der Steuerparadiese zu verschwinden, sind in den letzten Jahren eine Anzahl Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden. Panama sollte jetzt besser dastehen, als Europa, das sich ja gern als Musterknabe aufspielt. Und eine Menge Schlupflöcher hat, wie Jersey, Isle of Man, Andorra usw.

Zudem hat Panama in den letzten Jahren Wachstumsraten von 8 bis 10% geschafft. Europa? Fehlanzeige.

Rückgrat der Wirtschaft ist der Panamakanal. http://tinyurl.com/76c75d6    (Copyright: VoltageProductionPTY)

Was hat es nun mit dem Ruf Panamas als Finanzentrum auf sich?

Zum Jahreswechsel recherchierte Welt Online zum Thema „Wie lege ich 50.000 EUR an?“

Das Ergebnis ist blamabel für die befragten Banken. Keinem der Vorschläge mochten die verdeckt recherchierenden Redakteure folgen. Geradezu makaber die Empfehlung des eigenen Instituts, weil „es wegen Systemrelevanz ja nicht crashen könne“. Ansonsten wohl schon.

Satire? Nein, europäische Bankenwirklichkeit 2012.

Anderswo sieht das besser aus. In Panama, minimal verschuldet, hat man den US-Dollar als Währung bzw. den Balboa, den es aber nur als Münzen gibt. Trotzdem ging während der US-Bankenkrise in Panama keine einzige Bank pleite. Eine US-Pleitebank musste ihre Niederlassung schliessen. Sonst nichts.

Auf normale Sparkonten zahlen die hiesigen Banken unaufgefordert um die 2% für täglich verfügbare Guthaben. Die Nationalbank gibt 5% auf Certificates of Deposit.

Stellt sich die Frage, wozu man in Europa überhaupt noch eine Bank benötigt und ob Kreditgeber und -nehmer sich nicht besser direkt finden und einigen können.

Und beantwortet die Frage, wo man sein Geld eigentlich halbwegs rentierlich anlegen kann. 


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