Time to say Good-bye, Maduro

„Japan ist ein Nachbarland von Deutschland“ hat Frau Merkel heute gesagt. So gesehen ist Venezuela Mitglied unserer WG. Und umso mehr interessiert, wann und wie das vorerst letzte gescheiterte Sozialismus-Experiment endlich endet. Zum Thema war schon hier zu lesen.

Quelle: prensa.com/AFP

Die in Aussicht erscheinende Machtübernahme durch eine Regierung Guaidó macht deutlich, wo die Chavez/Maduro-Unterstützer sitzen:

  • Kuba, das ohne venezolanisches Öl erhebliche Energieversorgungs- und Transportprobleme bekommen wird
  • China und Russland, die sich mit Sozialismus auskennen sollten und trotzdem sehenden Auges Milliardenkredite in dieses Fass ohne Boden gepumpt, mit Erdöllieferungen und Förderrechten abgesichert haben
  • Iran, Türkei, Syrien
  • Die Linke in Deutschland natürlich, die von einem „dreisten Putschversuch“ schwafelt

Hilfssendungen erreichen nun zuerst Venezolanos in Kolumbien und anderen Nachbarstaaten und hoffentlich bald alle Betroffenen direkt.

Natürlich gibt es im Hintergrund auch Rangeleien: um Goldreserven im Ausland, um die künftige Nutzung bedeutender Schwerölreserven.

Quelle: USGS

Unter den Ölförderländern stand Venezuela in 2016 an 11. Stelle und förderte ein Viertel dessen, was die USA aus dem Boden pumpten. In 2018 waren es 40% weniger.

Im Grund geht es aber nur um eins: Freiheit oder Sozialismus.

Egal ob der Sozialismus nun rot, braun, grün oder bolivarisch daherkommt. Oder in der US-Version von Alexandra Occasional-Cortex …

Noriega – ein Diktator weniger

Der Mann der Panama von 1983 bis 1989 als Diktator unter seinen Stiefeln und schon Jahre vorher als Geheimdienstchef Einfluss auf mehrere Präsidenten hatte, ist gestern verstorben.

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Quelle: La Prensa

Das Flugfeld von Rio Hato nebenan war damals einer der Schauplätze der Operation Just Cause, bei der die Amerikaner seiner Herrschaft ein Ende gemacht haben.

Und bis vor einem Jahr stand auch noch Noriega’s zerschossene Strandvilla nur wenige Kilometer von hier entfernt.

Ein panamesischer Rechtsanwalt meinte vor geraumer Zeit, dass Panama erst seit Ende 1989 eine wirkliche Republik ist. Recht hat er.

Und was Diktatoren so anrichten sieht man an den Castros in Kuba, sowie Chavez und seinem Nachfolger Maduro in Venezuela.

Zeit zum Abtreten.

 

Venezuela – Das verlorene Paradies

Ein uralter DDR-Witz ging so: Was passiert wenn man in der Sahara den Sozialismus einführt? Erst lange nichts und dann wird der Sand knapp.

18 Jahre Bolivianische Revolution haben in Venezuela ein ähnliches Ergebnis gebracht. Chavez‘ großmäulig angekündigter Sozialismus des 21. Jahrhunderts ist krachend gescheitert, vorhersehbar. Eine Katastrophe für die 30 Mio. Einwohner.

Das Land sitzt auf den größten Vorkommen an Erdöl und kann, bei 180% Inflation im Dezember 2015, inzwischen nicht einmal Papier zum Gelddrucken importieren.

Supermärkte und Apotheken sind leer, Warentransporte werden überfallen, Caracas ist zur „Mörder-Hauptstadt“ der Welt geworden.

Die Chavez-Freunde sind verstummt. Noch 2012 hatte die linke Rosa-Luxemburg-Stiftung getönt: „In den letzten zwölf Jahren wurden bedeutende Fortschritte hin zu einer gerechteren, inklusiveren und partizipativeren Gesellschaft gemacht.“ 

 

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In Wirklichkeit haben seit Chavez‘ Machtübernahme ca. 1 Mio. Menschen das Land verlassen, vor allem Jugendliche und Unternehmer.

Allein der lächerliche Gini-Koeffizient, der die Ungleichheit innerhalb eines Landes bewertet, dürfte sich für Venezuela deutlich verbessert haben: alle gleich arm, mit Ausnahme der Genossen an der Spitze. Glückwunsch.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der Sicherheitslage wird ab Mitte Juni auch Lufthansa die bisherigen drei Direktflüge pro Woche nach Caracas unbefristet aussetzen.

 

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