Feiertagssaison begonnen

Und so sieht das aus

  • Dia de los Difuntos am 2. November
  • Separación de Panamá de Colombia am 3. November
  • Día de la Bandera am 4.11.
  • Día de Colón am 5.11.
  • Primer Grito de Independencia am 10.11.
  • Independencia de Panamá de España am 2.12.
  • Día de las Madres am 8.12.
  • Navidad am 25.12.
  • Fiesta Fin de Año am 31.12.

Danach folgen Karneval und Ostern, alles große Anlässe und verbunden mit dem Exodus der Blechkarawanen aus der Hauptstadt.

Unabhängig davon gibt es auch ernsthafte Nachrichten: Die neue Regierung Cortizo hat eine Verfassungsreform eingeleitet. was letzte Woche zu Studentenprotesten geführt hat. Mehr als 90 Menschen wurden temporär festgesetzt, 11 beteiligte Ausländer deportiert.

In keiner Weise ist dies aber zu vergleichen mit den teils gewalttätigen Protesten in Chile und Ecuador der letzten Wochen.

Soweit ich das verfolgen kann, wird das Ganze mit Augenmaß diskutiert, eine wie in Deutschland um sich greifende Hysterie inklusive Denunziations-Hotline ist hier glücklicherweise unvorstellbar.

Sobald mehr über Inhalt und Ziele der Verfassungsreform bekannt ist, wird das in einem Post kommuniziert werden. Vorweg kann man sicher schon sagen, dass es für Residenten keine einschneidenden Änderungen geben wird.

Malediven und Abu Dhabi

Nach 5 abwechslungsreichen Tagen in Singapore ging es mit Scoot in 4:40 Stunden nach Male, Hauptstadt der Malediven – ein krasser Wechsel.

Die Hauptstadt ist keine Reise wert, aber wir waren dort, um zwei Resorts zu besuchen, dessen Strand- und Überwasservillen von einem Unternehmen kommen, das mich interessiert.

Also ging es am ersten Tag mit Wasserflugzeug zum Vakkaru Resort, ca. 30 Flugminuten entfernt. Trotz regnerischem Wetter gab es von Anfang an großartige Ausblicke auf eine Vielzahl Atolle. Einsam und naturbelassen, mit einer kleinen Ansiedlung lokaler Fischer, oder eben ausgebaut mit einem luxuriösen Resort.

Das Vakkaru Resort besteht aus einer Insel, 2.300 Kokospalmen, 113 Villen und Suiten, Restaurants, Bars, Spa, Kindergarten und Einrichtungen um jederzeit den autonomen Betrieb zu gewährleisten. Zugang nur per Boot oder Wasserflugzeug.

Eine 140 m² Überwasser-Villa kostet Anfang November ab $750 pro Nacht, eine 4-Schlafzimmer-Strandvilla bekommt man ab $11.900, auch pro Nacht.

Baustil und Ausstattung sind durchdacht und wirklich luxuriös. Nach dem geschäftlichen Teil haben wir den Nachmittag frei und eine Strandvilla zur Verfügung, Zeit zum Baden im türkisfarbenen Wasser des Indischen Ozeans.

Am nächsten Tag steht ein noch größeres und namhaftes Projekt auf dem Plan. Mit Speedboot geht es zum Waldorf Astoria Resort Ithaafushi. Über drei Inseln hat man weit verteilt mehr als 120 Villen und zugehörige Einrichtungen angeordnet. Die preiswerteste Villa für zwei kostet dort Anfang November ab $1.790 pro Nacht, hat dafür auch 234 m² Wohnfläche.

Die Idee, das Design und die Ausführung, die gesamte Anlage ist wirklich beeindruckend und gut gebucht, wie die Insider sagen. Die Malediven sind ja aus dem arabischen Raum, aus ganz Asien und Australien schnell zu ereichen und auch Europa ist nicht zu weit entfernt. Um den Ansturm zu bewältigen, wird gerade eine Erweiterung des Hauptstadtflughafens geplant. Woran erinnert mich das nur?

Noch am Abend geht es dann weiter nach Abu Dhabi, wo wir den ganzen nächsten Tag nutzen, um bei mörderischer Hitze die Stadt zu erkunden. Lange nicht so spektakulär, wie Dubai, aber auch mit bemerkenswerter Architektur.

Nach ein paar Stunden in der Diamond Suite geht es am nächsten Morgen um 2 Uhr mit dem Flug EY 001 in einer Boeing 787 in etwas mehr als 5 Stunden nach Frankfurt.

Damit ist der exotische Teil der Reise beendet, nicht jedoch die Weltumrundung komplettiert. Wir freuen uns schon mal auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden in Deutschland.

Fazit bis dahin: Alles bestens.

Alle Bilder (C) 2019 by besserpanama.com

Rätselhaft

Nur ganz selten sehe ich von unserer Loggia im 11. Stock große Schiffe auf dem Weg zum oder vom Kanal. Einerseits, weil man ja nicht ständig beobachtet und andererseits, weil sie weiter draußen ihre Bahn ziehen.

In den letzten vier Tagen lag aber eines dauerhaft in ca. 25 km vor Anker. Erst ein kurzer Blick mit dem Fernglas. Dann ein Nachschauen in der Marine-Datenbank. Und da wurde es rätselhaft:

Quelle: aukevisser.nl

Das ist der russische LNG-Tanker „Velikiy Novgorod“ unter libanesischer Flagge auf dem Weg von Ingleside an der texanischen Golfküste nach irgendwohin, nicht ausgewiesen.

Rätselhaft sind zwei Dinge:

  • Warum liegt das Schiff für 4 oder 5 Tage hier vor Anker? Maschinenschaden?
  • Wieso transportiert der Tanker offensichtlich US-Shalegas in Richtung Asien, wo doch die Russen gerade ihren eigenen LNG Export ausweiten?

Inzwischen, Sonntag mittag, ist der Aufenthalt beendet und das Schiff wieder auf Kurs.

Der längste Flug

Australien ist ein ziemlich abgelegener Kontinent. Flüge von Europa führten in der Vergangenheit meist mit Zwischenstopp über Singapore, in den letzten Jahren oft auch über Dubai. Eine lange Reise.

Verständlich, dass die australische Fluggesellschaft Qantas ein großes Interesse hat, so viele Ziele wie möglich direkt zu erreichen. Das war, Stichwort ETOPS, lange Zeit nur mit 4-strahligen Jets zu machen: Boeing B747, Airbus A340 oder Airbus A380 – und keine besonders wirtschaftliche Lösung.

Inzwischen sind mit Boeing B777, Boeing B787 und dem Airbus A350 Treibstoff-effiziente zweistrahlige Flugzeuge verfügbar, die ultralange Flüge ermöglichen. Der Treibstoffverbrauch auf Langstrecke mit diesen neuen Maschinen liegt übrigens bei ca. 2,5l/100km pro Sitz. Da kann sich jede halbvolle Regionalbahn ein Beispiel nehmen.

Singapore Airlines hat gerade die Direktverbindung zwischen Newark NJ und Singapore mit Flugzeiten um 18 Stunden wieder aufgenommen. Hier stellt sich übrigens nicht die Frage, ob man besser über Atlantik oder Pazifik fliegt. Stattdessen geht es schnurstracks nach Norden, über den Pol.

Qantas hat dafür sein Projekt Sunrise aufgesetzt, denn ultralange Flüge stellen besondere Anforderungen an die Airline, die Besatzung und sind natürlich gerade auch für die Passagiere mit um die 20 Stunden Flugzeit eine Herausforderung.

Wir haben unseren Flug von Los Angeles nach Singapore nicht nur aus touristischen Gründen in Tokyo für einen vollen Tag unterbrochen. Zehn Stunden sind schon anstrengend genug und ich will mir gerade nicht vorstellen, wie sich 20 Stunden da oben anfühlen würden.

Qantas fliegt schon seit einiger Zeit von Sydney nonstop nach Los Angeles, San Franciscco und Dallas. Die nachgefragtesten Langstrecken sind aber Sydney – New York und Sydney – London. Und die werden jetzt möglich.

Im Flug von Abu Dhabi nach Frankfurt im B787 Dreamliner habe ich kürzlich eine der Flugbegleiterinnen gefragt, ob sich höherer Kabinendruck und Luftfeuchtigkeit tatsächlich spürbar auf das Wohlbefinden auswirken. Das hat sie ausdrücklich bestätigt und das macht die B787 wie auch den A350 mit den partiellen Verbundwerkstoff-Rümpfen besonders geeignet für diese Strecken.

Trotzdem sind 20 Stunden eine lange Zeit und die Frage ist nicht nur, wie man die Zeit verbringt, sondern auch, wie man das verträglich gestaltet.

Meine Idealvorstellung wäre ein Business-Class Sessel, mit Unterhaltung, Schlaf- und Arbeitsplatz, sowie der Möglichkeit sich körperlich zu betätigen, also am Platz das eigene Gewicht mit Arm- und Beinkraft zu liften. Ebenso gehört dazu eine Lounge, um sich bei einem Drink stehend mit anderen austauschen zu können. Gemäß dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ werden wir selbst aber auch künftig solche Strecken nicht nonstop planen.

Die Sunrise-Erkundungsflüge haben meines Wissens 50 Freiwillige an Bord und Gerätschaften, um unterschiedliche Parameter der Maschine und der Menschen testen zu können. Vorteilhaft ist, dass die Streckenführung nicht über die Polarregionen führt und damit keine besondere Strahlenbelastung aufweist.

Gespannt bin ich, was bei den Testflügen an Einsichten gesammelt wird und ob sich diese Strecken auf Dauer wirklich rechnen. Hier ist ein erster Bericht. Ich selbst bevorzuge demnächst 2-stündige Flüge über dem tropischen Panama.

Fünf Tage in Singapore

Der Stadtstaat war von Anfang an gesetzt in unserer Weltumsegelungsplanung. Singapore hat zwei neue architektonische Glanzpunkte, scheint aber einen seiner traditionellen kulinarischen Anziehungspunkte zu verlieren.

Fangen wir sogleich damit an: Singapore ist bekannt für seine Hawker Centers, wo man sich an unzähligen Ständen preiswert sattessen kann. Vom letzten Besuch war das in bester Erinnerung geblieben.

Ein Ausflug zum Lau Pa Sat, laut TripAdvisor die #6 der Hawker Centers in Singapore, war dann mehr als enttäuschend. Gelegen mitten im Downtown Finanzdistrikt, die Mittagszeit war längst vorbei und bei weitem nicht alle Stände geöffnet. Atmosphäre und Angebot waren nicht annähernd das, was in Erinnerung geblieben war. Schade, aber es gibt auch gute Nachrichten:

Am Tag zuvor hatten wir in der SunTec City Mall, nach ausgiebiger Stadtrundfahrt einen Platz für eine schnelle Mahlzeit gesucht.

Da gab es im Untergeschoss ein überwältigendes Angebot an attraktiven kleinen Restaurants, jedes mit einem anderen Segment der asitaischen Küchen, superfreundlich und hochprofessionell. Hier ein Blick in die Vielfalt.

Da braucht niemand mehr ein altbackenes Hawker Center.

Spitze unter den architektonischen Glanzpunkten ist seit geraumer Zeit der Marina Bay Komplex mit Hotel, Shopping und Congress Center, Casino, sowie den Gardens by the Bay. Am bekanntesten dürfte davon wohl die dreiteilige Struktur des Marina Bay Sands Hotel und dessen weit überstehende Dachterasse mit Infinity Pool, Observation Deck und Restaurants sein – insgesamt eine Meisterleistung aller Beteiligten.

Direkt am Flughafen Changi steht das Jewel als ein überdimensionaler Donut aus Glas und Beton, mit 40 Meter hohem Wasserfall im Zentrum, einem terassenförmig angelegten Regenwald rundherum, dazwischen Restaurants und Shops. Einfach beeindruckend und perfekt geeignet, einen ganzen Tag mit family & friends zu verbringen.

Singapore ist beeindruckend effizient, sicher und sauber. Es ist in Sachen Wetbewerbsfähigkeit soeben vom WEF auf Platz 1 positioniert worden. Deutschland ist übrigens von Platz 4 auf Platz 7 abgerutscht.

Hier ist ein Beitrag zu Singapore als City of the future.

Super-Service

Aufenthalt in Deutschland vor der letzten Etappe und überfälliger Besuch beim Friseur.

Eine Dame ist in Behandlung und ich frage, wie lange ich etwa warten muss.

“Bis ich hier fertig bin” lautet die Antwort.

Willkommen in Deutschland.

Von Panama nach Singapore

Innerhalb weniger Tage haben wir auf unserer Reise im Schnelldurchlauf völlig unterschiedliche Welten kennengelernt:

Los Angeles, ein riesiger Flughafen, massive Infrastruktur, traumhafte Immobilien und der Charme der Convenience Stores und des Pacific Coast Highway. Beeindruckend und vertraut, aber nichts Neues.

Dann geht es quer über den Nordpazifik nach Japan. Schon im Anflug wird ersichtlich, dass dies ein traditionelles Industrieland ist, mit alternder Bevölkerung und verhaftet in Traditionen.

Und dann der Sprung nach Singapore, das wir seit mehr als 10 Jahren nicht gesehen haben.

Eine völlig veränderte Stadt mit spektakulärer Architektur, die ihr Wachstum innerhalb der engen geografischen Grenzen meisterhaft organisiert.

Überall junge Menschen auf dem Sprung, man sieht förmlich, dass dieser Stadtstaat in Sachen Bildung weltweit führend ist.

Funktionierender Öffentlicher Nahverkehr, sicher und sauber und ohne Graffitis.

Milliarden werden investiert in die Landgewinnung aus dem Meer und in Wasserversorgung der Insel.

Vorausschauende Sachpolitik, statt Hysterie.

Das Marina Bay Sands Hotel

Singapore ist das perfekte Vorbild für Panama. Ob dies angesichts der mentalen Unterschiedlichkeit der Menschen ein Erfolg versprechender Ansatz ist, muss sich zeigen.

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