Endspurt am Panamakanal

Nur noch 6 Monate sind es bis zur Eröffnung der neuen größeren Schleusen im Kanal und die Arbeit ist zu 95% getan. Was in 2006 mit einem Volksentscheid begann, geht jetzt dem erfolgreichen Abschluss entgegen.

Mit der Erweiterung, einem 5-Milliarden-Dollar-Projekt, können dann wesentlich größere Schiffe den Kanal passieren.

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Die Schiffe der Panamax-Kategorie sind optimiert auf die seit 1914 in Betrieb befindlichen Schleusen: 320,04m x 33,35m sowie 12,56m Tiefe. Schiffe dieser Kategorie haben eine maximale Tonnage von 5.000 TEU.  Die Abkürzung steht für Twenty Foot Equivalent Unit.

Die neuen Schleusen haben 427 m Länge, 54 m Breite und 18,3 m Tiefe. Sie definieren die New Panamax Category, mit bis zu 13.000 TEU Kapazität.

Die Kapazität des Kanals wird damit insgesamt verdoppelt, was auch zu einer Verdoppelung der Einnahmen führen wird.

 

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Kanalerweiterung beeinflußt Welthandel

Seit am 15. August 1914 die SS Ancon als erstes Schiff den Panamakanal durchquert hat, sind ihr mehr als 1 Million Schiffe gefolgt und haben 5% des Welthandels bewegt. Die heutigen Panamax-Schiffe können bis zu 5 Tausend 20-Fuß-Container transportieren. In 2011 waren es 6,6 Mio. Container.

Wenn in 2014 sozusagen die dritte Spur eröffnet wird, wird das die Kapazität des Kanals mehr als verdoppeln. Die schon dafür im Bau befindlichen Schiffe werden dann 13.200 Container befördern können, oder das doppelte Trockengewicht bei Schüttgütern. Diese neuen Schiffe werden wesentlich breiter, damit sicherer sein und bis zu 16% weniger Treibstoff verbrauchen.

Klingt wenig spektakulär, ist es aber: Es beeinflusst Häfen und Verladestationen an der US-Atlantikküste, Highways in Texas, Kohlereviere in Kolumbien, Sojafarmer in Brasilien, Flüssiggas-Produzenten auf Trinidad & Tobago, US-Agrarexporteure, Werften in Südkorea … nur um ein paar Beispiele zu nennen.

Das kleine Panama mit nicht mehr als 3,5 Mio. Einwohnern hat mit der Kanalerweiterung ein kühnes und weitreichendes Projekt begonnen, und die Aussichten sind exzellent. Bis 2025 will man damit jährlich bis zu $4 Mrd. einnehmen. Und Panama will zunehmend Umschlagplatz und Endmontage für Güter sowie Dienstleister für die Werftindustrie werden.

Schon heute ist die Freihandelszone in Colon die zweitgrößte in der Welt. Schon heute hat Panama als Hub für fünf große Glasfaser-Kabel die beste Interkonnektivität nach den USA, und schon heute fliegt die panamesische Fluggesellschaft Copa 29 Länder an, mehr als jede andere Airline der Region.

Es ist spannend, solche bedeutenden Entwicklungen aus der Nähe zu verfolgen. Es ist spannend in einem Land zu leben, das Visionen hat und sie auch umsetzt.

(Quelle)

Kanalerweiterung 6 Monate hinter Plan

Bekanntermaßen ist Panama dabei mit einem Aufwand von 5,25 Mrd. USD den fast 100 Jahre alten Kanal zu erweitern. Dazu werden neue Schleusensysteme parallel zu den bestehenden gebaut, um mehr und größere Schiffe passieren zu lassen. Weitere Engstellen im Kanal werden ebenfalls erweitert. Die Website der Kanalverwaltung zeigt Livebilder vom aktuellen Verkehr im Kanal, und auch vom Erweiterungsprojekt: www.pancanal.com

Derzeit können Schiffe von bis zu 294 Meter Länge und 32 Meter Breite den Kanal passieren. Pro Tag können maximal 35 Schiffe die Passage absolvieren, was oft zu Wartezeiten draussen auf Reede führt. Nach Erweiterung sollen es 50 Schiffe sein. Als wir letzte Woche per Fähre vom Las Perlas Archipel zurückkamen, lagen mehr 20 Schiffe in der Pazifikeinfahrt vor Anker.

Die neuen Schleusen sind für Schiffe geeignet, die bis zu 25% länger und 50% breiter sind. Kaum zu glauben, wenn man sieht, was für Dickschiffe da heute schon durchfahren. Die Werften der Welt bauen längst an diesen neuen Post-Panamax-Schiffen.

Aktuelle Meldungen sprechen davon, dass die Eröffnung nicht wie geplant im Oktober 2014, sondern erst im April 2015 stattfinden wird. www.constructiondigital.com

Zu dumm, weil das eigentlich mit der 100-Jahr-Feier der Eröffnung in 1914 zusammen gefeiert werden sollte. Und unschön für Präsident Martinelli, dessen Cambio Democratico das natürlich gut für die dann gerade anstehenden Präsidentschaftswahlen hätte gebrauchen können.

Egal, die Erweiterung dieses Jahrhundert-Projekts bedeutet für Panama eine Ausweitung der Staatseinnahmen, für den Welthandel eine weitere Verbesserung.

Übrigens gibt es für Öltanker, die definitv nicht durch die Schleusen passen, die Trans-Panama-Pipeline, mit einer Länge von 130 km und einer täglichen Förderkapazität von  860.000 Barrel.

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