Jung gegen Alt?

Panama ist ein Land mit einer jungen Bevölkerung. Kleinkinder wohin man schaut und schon Mittelstandsfamilien beschäftigen ein Hausmädchen, das sich um diese kümmert.

In Europa sieht die Bevölkerungspyramide deutlich anders aus und das verleitet manche zu kühnen Schlussfolgerungen: Eine Statistik zum Brexit suggeriert, dass 73% der unter 25-jährigen mit Stay gestimmt haben und nur die Alten mit Leave, also die, die das nicht mehr lange ausbaden müssen. Das führt dann bis hin zu Diskussionen, ob man die Alten eigentlich noch wählen lassen sollte. 

Wie so oft muss man bei Statistiken aber etwas genauer hinschauen. In der o.g. Altersklasse haben nämlich nur 36% der Wahlberechtigten gewählt, was den Anteil der Stay-Stimmen in ihrer Altersgruppe auf 26,3% reduziert. Sieht nicht wie eine satte Mehrheit aus, oder? (Quelle: Sky Data)


Im übrigen wäre es schon verwunderlich, wenn gerade die britischen Jugendlichen angesichts von 50% Jugendarbeitslosigkeit in den EU-Südstaaten dafür votieren würden. 

Sieht aber wieder so aus, als ob eine schnell lancierte Falschmeldung hartnäckiger in den Köpfen bleibt, als die nachfolgende Korrektur. 

Kurz zum Brexit

Für Panama ist heute ein historischer Tag und das ganze Land feiert. In Europa kann nach dem historischen Volksentscheid der Briten keine Feierstimmung aufkommen. 

Auf die Frage nach den 3 wichtigsten Ausstiegsgründen hat ein Lord Monckton geantwortet: Demokratie, Demokratie, Demokratie. (Link)

1. Das EU-Parlament kann nicht mal Gesetze vorschlagen. 

2. Nicht gewählte „Kommissare“ haben alle Macht und können das Parlament umgehen.

 3. Der ESM kann von jedem Mitgliedsland beliebige Beträge abverlangen; seine Mitglieder sind immun vor jedweder zivil- oder strafrechtlichen Verfolgung.

Alles Merkmale einer Diktatur, nicht aber einer Demokratie. 

Die Berichterstattung hat das gewohnte Niveau: die Tatsache dass infolge des Entscheids Börsenwerte temporär fallen, wird zu einem „Milliardenverlust“ aufgebauscht.

Noch besser ist das Argument, dass junge Menschen, „die lange Zeit mit der Entscheidung leben müssen“ ja mehrheitlich mit Stay gestimmt hätten. Ich denke, ein Blick auf die exorbitante Jugendarbeitslosigkeit in den Südländern der EU sollte diesen Wählern die Augen öffnen. 

Zusammengefasst: „Die Zwangsbeglücker haben es versaut.“ (Link)

Brexit -von hier aus gesehen

Am 23. Juni werden die Bewohner Großbritanniens über Verbleib oder Ausstieg aus der EU abstimmen. Dazu ist hier seit 2 Tagen ein spannender Film zu sehen: Brexit The Movie.

Der Film ist sehr gut gemacht und argumentiert überzeugend.  In vielen Dingen ein eye opener, wie die Engländer zu sagen pflegen.

So zeigt ein Vergleich mit dem Nicht-EU-Mitglied Schweiz, dass der Verbleib des Vereinigten Königreichs wirtschaftlich keinesfalls alternativlos ist, wie so vieles heutzutage.

Besonders zum Nachdenken regt der Teil über die EU-Bürokratie, deren Machtfülle und fehlende demokratische Legitimation an, zumal dieser Riesenapparat kein einziges der Ziele erreicht hat, für die er ursprünglich einmal angetreten ist:

Wachstum und Beschäftigung, sozialer Frieden und geregelte Freizügigkeit.

Stattdessen ist man mit voller Kraft dabei jegliche Grundregeln außer Kraft zu setzen – Maastricht, Schengen, Dublin – und sich stattdessen ausführlich mit Scheinproblemen wie Klimawandel und Genderitis zu befassen, damit den Bürgern und Unternehmen  immer mehr Reglementierung aufzuerlegen, den bürokratischen Apparat immer weiter auszubauen, mit Einrichtungen und Beamten, die mit endlosen Privilegien bis hin zu Schutz vor Strafverfolgung ausgestattet sind.

Als die DDR sich selbst auflöste und in der Bundesrepublik Deutschland aufging, hätte wohl keiner erwartet, dass er sich binnen 25 Jahren in einem unvergleichlich größeren und letztlich ebenso wenig demokratischen Konstrukt wiederfinden würde.

Aus der Ferne und als ehemaliger DDR-Bürger kann ich das nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen. Das Erstarken national-patriotischer Bewegungen überall in Europa ist eine direkte Folge der EU-Politik und Verschulden ihrer abgehobenen Repräsentanten.

Kein Wunder dass man mit Kampagnen wie den Panama Papers jegliche Alternativen ersticken, das Abwandern von Unternehmern und Unternehmen verhindern will, dahin, wo die Bedingungen besser sind.

Und mit Unternehmer meine ich Unternehmer in eigener Sache. Menschen also, die keine Bevormundung brauchen, sondern eigenständig aus einem globalen Angebot wählen, wo sie die besten Bedingungen für sich, ihre Familie, ihr Geschäft und ihr Vermögen finden.

Und es ist völlig legal, auch wenn der Gesetzgeber einige Hürden eingebaut hat.

Mehr dazu werde ich im dritten Teil von Wind of Change bringen. (Vorige Posts sind hier und hier)

Wenn Ihnen dieses Blog gefällt, freue ich mich über jedes Feedback, insbesondere über Teilen. Danke im voraus.

 

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: