Air India holt Rekord, in Rekordzeit

Wie hier berichtet, hatte Emirates vor geraumer Zeit mit der Strecke von Dubai nach Panama City den längsten Linienflug angekündigt, dann verschoben und bis heute nicht aufgenommen. Mit der Route nach Auckland hielt Emirates trotzdem den Rekord.

Nun hat Air India mit einem geschickten Schachzug den Titel übernommen und zeigt, dass der streckenmäßig längste Flug zeitlich relativ kurz sein kann.

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Quelle: Air India

Seit langer Zeit schon flog Air India mit einer Boeing 777 auf der Atlantikroute direkt von New Delhi nach San Francisco. Insgesamt 8.636 Meilen in mehr als 16 Stunden. Aufgrund der generell widrigen Windverhältnisse betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit über Grund nur 482 mph.

Die Strecke über dem Pazifik ist nun mit 9.506 Meilen deutlich länger, nutzt jedoch die Jetstreams als Rückenwind, fliegt damit über Grund 100 mph schneller und erreicht das Ziel nach nur 14:30 Stunden, fast 2 Stunden eher. Konsequenterweise fliegt man auf dem Heimweg natürlich die Atlantikroute, in etwa der gleichen Flugzeit.

Wenn man allerdings außerhalb irgendwelcher Korridore, direkt auf einem Großkreis, beide Stationen verbindet, beträgt die Entfernung nur 7.687 Meilen. Das sieht so aus:

 

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Diese super-direkte Streckenführung kann wohl aufgrund der ETOPS Regeln (scherzhalber Engines Turn Or Passengers Swim) nicht geflogen werden. ETOPS begrenzt die Zeit, die ein zweistrahliger Airliner vom nächsten geeigneten Flugplatz maximal entfernt sein darf und im ungünstigsten Fall dann eben mit einer Maschine fliegen muss.

Glückwunsch an die Air India. Dieser Rekord wird vermutlich Bestand haben, bis Singapore Airline in 2018 mit einem Airbus 350 direkt nach New York fliegen wird. Das sind dann 10.525 Meilen in 19 Stunden.

Lufthansa kommt an, Emirates verschiebt

Das war knapp.

An Bord der Expressfähre von Isla Contadora nach Panama City habe ich gestern mittels Flightradar24 die Anflüge auf Panama’s Hauptstadtflughafen verfolgt, die überfliegenden Maschinen identifiziert – und den Jungfernflug der Lufthansa um 10 Minuten verpasst.

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Egal, die Strecke ist eröffnet und wird ab jetzt 5 mal pro Woche bis zu jeweils 298 Passagiere bringen und mitnehmen. Mit ca. 700 EUR für ein Rundflugticket und exzellenten Verbindungen nach Süd- und Mittelamerika wird das vermutlich gut angenommen.

Nicht so gute Nachrichten von Emirates: Die ab diesem Monat geplante superlange Linienverbindung von Dubai nach Panama-City ist aus operativen Gründen auf Ende 2016 oder Anfang 2017 verschoben worden.

Damit bleibt der Qantas-Flug zwischen Sidney und Dallas in einer 747 noch eine Weile der längste Linienflug.

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ja.wikipedia.org

BREAKING NEWS – Nonstop zwischen Dubai und Panama

Den weltweit längsten Linienflug im Programm zu haben ist schon etwas Besonderes: für die Fluggesellschaft, den Flugzeughersteller und nicht zuletzt für die Destinationen.

Ab 1. Februar 2016 fliegt Emirates als EK251 täglich um 8.05 Uhr Ortszeit mit einer Boeing 777-200LR non-stop von Dubai nach Panama, wo die Maschine um 16.40 Uhr ankommt. Abends geht es als EK252 um 22.10 zurück nach Dubai (Ankunft 22.40 am nächsten Tag). Die Flugzeit wird für die 13.800 km lange Strecke mit 17 Stunden und 35 Minuten angegeben.

Nach Amsterdam, Frankfurt, Lissabon, Madrid und Paris ist Dubai die sechste transatlantische Direktverbindung mit Panama.

Nach den inzwischen eingestellten ultra-langen Flügen der Singapore Airlines zwischen Singapore und New York bzw. Los Angeles sind dies aktuell die längsten Non-stop-Flüge:

Quantas zwischen Sidney und Dallas (B747)

Delta zwischen Atlanta und Johannesburg (B777)

Emirates zwischen Dubai und Los Angeles (A380)

Emirates zwischen Dubai und Dallas, Houston und San Francisco (B777).

Dies ist die erste Non-stop-Verbindung zwischen Nahost und Mittel-/Südamerika. Die Tatsache dass Emirates dafür Panama ausgewählt hat, spricht für die Attraktivität von Panama als Wirtschaftsstandort und honoriert die Rolle von Tocumen International Airport als „Hub of the Americas“, mit Verbindungen in alle Länder Mittel- und Südamerikas sowie in die Karibik.

terminalsurMit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Emirates als eine der ersten am neuen Süd-Terminal von Tocumen International Airport in Panama City ankommen und abfliegen. Das ist ein markantes Bauwerk, entworfen von Sir Norman Foster.

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