Dieses Wirtschaftswoche-Interview müssen Sie lesen

Es wird unendliches Leid über Europa gebracht“ – der Titel eines Interviews in der Wirtschaftswoche vom 30.5.2012.

Aus den Tageszeitungen sind wir ja seit 2008 zunehmend schriller werdende Meldungen zum Zustand der Banken, der Staatsverschuldung, der Europäischen Union, der Eurozone und des EURO als Währung gewöhnt. Immer wieder werden diese Meldungen aber auch kaschiert mit beruhigenden Nachrichten zum Zustand der deutschen Wirtschaft, so als ob das Land unabhängig von dem wäre, was da vor der Haustür, im gemeinsamen Währungsraum passiert.

Inzwischen klingen auch die seriösen Wirtschaftszeitungen wie Wirtschaftswoche und Handelsblatt überhaupt nicht mehr optimistisch. Die Ökonomen, die uns anhand eindrucksvoller Theorien die Wirtschaft erklärt haben, haben die Krise nicht vorhergesehen (mit wenigen Ausnahmen), konnten sie nicht verhindern und wissen auch nicht, wie man wirksam gegensteuert. Politiker reisen von einem Gipfel zum anderen, aber wenn ihre Berater schon ratlos sind, was ist dann noch zu erwarten?

Hier erstmal der Link zum Wirtschaftswoche-Interview mit Felix Zulauf, einem renommierten Schweizer Vermögensverwalter: http://bit.ly/JOuKKZ. Wer das Geld anderer Leute verwaltet, muss zwangsläufig eine gute Nase für Entwicklungen am Markt haben, da ihm sonst die Kunden abhanden kommen. Zulauf ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäft. (www.zuam.ch)

Ein paar Zwischenüberschriften des 11 seitigen Interviews sind:

– Naiver Glaube an die Eurozone

– Europa will Gleichgewicht auf Deutschland’s Kosten

– Unwissende Bevölkerung

– Euro wird nicht überleben können

– Deutschland in der Falle.

Weniger Demokratie, weniger Freiheit, mehr Dirigismus – das ist es, was die Bevölkerung Europas in den nächsten Jahren erwartet. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit Währungsreformen, heftige soziale Unruhen, weiter schwindendes Vertrauen in die Politik – wo das noch möglich ist. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass die aufgeblähte und völlig unnütze EU-Verwaltung, inklusive des sog. Parlament und der Kommissionen, in Brüssel und Strasburg lange Bestand haben wird.

An dieser Stelle interessieren deshalb nicht die Anlageempfehlungen des Interviewpartners (Staatsanleihen, Gold), sondern viele werden sich sehr berechtigt die Frage stellen, ob es in dieser neuen europäischen Welt noch lebenswert zugeht.

Oder ob dies nicht der richtige Zeitpunkt ist, die eigene Lebensplanung neu zu durchdenken, Konsequenzen zu ziehen und die alte Welt (EU & USA) hinter sich zu lassen. Als der US-Verteidigungsminister vor einigen Jahren Westeuropa mit Blick nach Osten als das „alte Europa“ bezeichnet hat, war die Empörung groß. Aus heutiger Sicht war das eine prophetische Äusserung: Europa heute ist permanente Krisenbekämpfung statt Umsetzung von Zukunftsvisionen.

Das alles kann ich aus 9.000 km mit einiger Gelassenheit beobachten und konstatieren, vor einigen Jahren die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Wie sehen Sie die Zukunft Deutschlands und Europas? Und ist das die Situation in der ihre Kinder aufwachsen sollen? Da gibt es viele bessere Alternativen. Nur Mut.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... (Kai Krause in "Das Wissen von morgen")

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