10 Millionen Emails

Der CEO von Expensify, ein Online-Abrechnungsservice, hat seinen 10 Millionen Firmenkunden eine Email geschickt, in der er sie auffordert, am 3. November für Biden als Präsident zu stimmen.

„Alles andere als für Biden zu stimmen, ist eine Stimme gegen unsere Demokratie“, schreibt David Barrett.

Quelle: nathanlatka.com

Wer also von 2 Kandidaten den falschen wählt, ist gegen die Demokratie. Sowas habe ich irgendwo schon mal gehört. Wer in der DDR nicht richtig wählte, war gegen den Weltfrieden.

Viel spannender finde ich aber die Begründung, die er in einem Bloomberg Interview gegeben hat: ein Trump-Sieg könnte Unruhen stiften, was schlecht für sein Business wäre, weil ja in einem Bürgerkrieg niemand Kosten abrechnen würde.

Übersehen wir mal das Eigeninteresse seiner Firma und hinterfragen, was er im Kern ausdrückt:

Wenn Trump gewinnt, sind Unruhen wahrscheinlich, bis hin zum Bürgerkrieg, sagt er. Da die Trump-Wähler dazu aber keinen Grund hätten, fordert Barrett also, den Kandidaten der Partei zu wählen, deren extreme Anhänger seit Monaten Amerikas Innenstädte verwüsten, Läden plündern, Denkmäler stürzen und Menschenleben auf dem Gewissen haben.

Klingt wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Durchdacht ist sein Aufruf auch nicht, denn die marxistische Bewegung, einmal an der Macht, von Biden über Harris zu AOC, wird die USA bis zur Unkenntlichkeit verwandeln, letztlich zu einem Vasallen Chinas machen. Wer, ausser „ich habe 25 Stunden in 4-Augen-Gesprächen mit Generalsekretär Xi Jinping verbracht“-Biden und seinem Clan, will das denn?

Das Personal der US-Technologiebranche hat sich innerhalb von 20 Jahren dramatisch verändert. Zu Zeiten des Internet-Booms hatten die meisten der Gründer und Geldgeber mit denen ich im texanischen Austin zu tun hatte, bei einer der special forces gedient, liebten Bier und BBQ, waren pragmatische Macher und wählten damals den republikanischen Kandidaten George W. Bush als Präsident.

Inzwischen, und insbesondere im Silicon Valley, kommen die meisten der Gründer aus dem universitären Umfeld, haben noch nie im Dreck gelegen, stehen auf Tofu und Sojamilch, BLM und SJW und wollen in diesem Sinne radikal die Welt verbessern. Ihr Marktmonopol gibt ihnen nun leider Gelegenheit, zu diesem Zweck die öffentliche Meinung massiv zu beeinflussen. Anfangs schüchtern, wird inzwischen brutal zensiert, was nicht zur linken Weltsicht passt oder dem Kandidaten Biden schaden könnte.

Wer braucht noch altmodische Meinungsfreiheit, wenn Facebook, Google und Twitter die richtige Meinung vorgeben und Abweichler stummgeschaltet werden?

Anmerkung: Mancher mag Zensur gegen alles was nicht Links ist oder als Rechts angesehen werden kann, für angebracht oder gar notwendig halten. Zu bedenken ist aber, dass solche Einschränkung bürgerlicher Grundrechte bei einem politischen Wechsel dann jeder anderen Partei helfen, ihre Macht zu zementieren und Repressionen auszuweiten.

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Satire bei n-tv, nur ein Beispiel

„Donald Trump verachtet … den politischen Diskurs, der geprägt sein sollte vom gegenseitigen Zuhören und vom Respekt vor der Meinung Anderer“, lese ich gerade auf n-tv. Ernsthaft.

President Elect sollte sich doch mal ein Beispiel nehmen an Deutschland, wo

  • die Euro-Rettungspolitik
  • die Energiewende
  • die Migrationspolitik

in einem breiten langanhaltenden Diskurs, geprägt vom gegenseitigen Zuhören und vom Respekt vor der Meinung Anderer ungeachtet deren Rasse, Hautfarbe, politischer Überzeugung, Geschlecht, sexueller Orientierung usw. besprochen und alternativlos beschlossen worden sind. Und nicht ohne Einbeziehung einer Ethik-Kommission.

Gut, dass die Bundeskanzlerin ihm diesbezüglich schon ein paar Hinweise gegeben hat.

Nun kann man sich bei Youtube in den letzten Tagen ein Bild machen, wie einige Leute das Zuhören und den Respekt einfach vergessen, stattdessen erkannte Trump-Anhänger auf offener Straße tätlich angreifen und unter wehenden mexikanischen (!) Fahnen durch US-amerikanische Städte jagen. Mob in Aktion.

 

nbcbayarea_com

Quelle: nbcbayarea.com

Hier in Panama ist gerade der „Monat des Vaterlandes“. Alles erstrahlt in Blau-Weiss-Rot. Keine mexikanischen, keine türkischen und keine IS-Flaggen weit und breit.

Paradiesisch.

 

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