Sauber!

Die Natur hat uns mittels Sonne, Biomasse, Druck und hohen Temperaturen über Hunderte Millionen Jahre eine Energieform beschert, die in geradezu idealer Weise erschlossen, veredelt, transportiert, gespeichert und genutzt werden kann.

Wir tun all das jeden Tag und die Rede ist von fossilen Energieträgern, wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Nun ist einigen Leuten ohne naturwissenschaftliche Ausbildung eingefallen, Energie aus Sonne und Wind zu gewinnen, die ja keine Rechnung schreiben. Allerdings fallen sie nicht so zuverlässig an, wie sie in einer entwickelten Gesellschaft benötigt werden. Es braucht Speicher.

greenbusheslithium

Dieses Bild, das nicht so herzerwärmend aussieht, wie Windmühlen in einem Sonnenblumenfeld oder Solarzellen auf einem lauschigen Bauernhaus, zeigt Australiens größte Lithium-Mine, 200 km südlich der Stadt Perth gelegen. Dort wird der Rohstoff abgebaut, der dann für mehrere Aufbereitungs- und Verarbeitungsschritte nach Korea oder Japan verschifft wird und irgendwann als komplette Lithium-Ionen-Batterie in Deutschland oder anderswo ein Elektroauto antreibt.

Im Klartext heißt das, dass auch für die umweltfreundlichen erneuerbaren Energien irgendwo die Erde aufgerissen wird, Diesel-betriebene Bagger und Lastwagen Tag für Tag einen Rohstoff gewinnen, der energetisch aufwändig über die Weltmeere transportiert, in Fabriken verarbeitet werden muss, und nichts davon mit Solar- und Windenergie erledigt werden kann. Soweit zum Thema Batterien.

Für die Herstellung von Windanlagen und Solarzellen braucht es Silizium, seltene Erden, Kupfer sowie Beton und Stahl in Massen – alles Dinge die direkt oder deren Ausgangsprodukte aus der Erdkruste heraus gebrochen und in aufwändigen Prozessen verarbeitet und danach transportiert werden müssen.

Eine neuzeitliche Windkraftanlage wiegt 7.000 Tonnen, Beton und Stahl, also etwa so viel wie 3.500 SUV. (Quelle)

In Deutschland standen Ende 2016 insgesamt 27.270 Windkraftanlagen (Quelle), grob geschätzt wurden also ca. 190 Mio. Tonnen Beton und Stahl für saubere Energie verbraucht. Was bedeutet das?

Die Herstellung einer Tonne Zement braucht 1 MWh, die einer Tonne Stahl bis zu 5,6 MWh Energie (Quelle) und nicht eine einzige kWh davon kann mittels Wind oder Solar gewonnen werden.

Und all diese Windkraft- und Solaranlagen brauchen jetzt noch Batterien, wenn man denn eines Tages das Land de-karbonisiert haben will, was ja der Plan ist. Und die meisten dieser Rohstoffe sind eben nicht so im Überfluss vorhanden, wie fossile Energieträger.

Macht das alles Sinn? Schon lange nicht mehr und für mich sind die Propagandisten solcher Politik Naturfeinde, nicht -schützer.

Wie konnte es soweit kommen?

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass die Manager der großen Industriekonzerne sich schon früh einem grünen Diktat unterworfen haben, weil es ja der Zeitgeist war. Die hochbezahlten Manager der Energie und Autobranche haben die Krokodile jahrelang in der Erwartung gefüttert, ungeschoren davon zu kommen oder doch wenigstens als letzte gefressen zu werden. Die Energiekonzerne haben für ihre schleimige Politik schon bezahlt, derzeit sind die Autokonzerne an der Reihe.

Keiner dieser „Führunsgkräfte“ hat wohl jemals Ayn Rand’s „Atlas shrugged“ („Der Streik“) gelesen, oder es jedenfalls nicht verstanden. Versagen auf ganzer Linie.

Ich fürchte und hoffe zugleich, dass Deutschland anderen Ländern wie z.B. Panama bald schon in diversen Bereichen als abschreckendes Beispiel dienen wird.

 

 

Mit voller (Wind)Kraft zurück

Manchmal fehlen mir wirklich die Worte.

Nachdem ich vor wenigen Tagen mal wieder die Windkraftanlagen bei Penonome

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Quelle: Panaviacion

von oben gesehen habe, stolpere ich wenig später über einen Artikel, der sich mit selbstgebauten Windrädern auf dem Tempelhofer Feld befasst. Kinderspielerei?

Nein: Klimaretter. Holzgeschnitzt und selbstgewickelt.

 

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Kommt aber noch besser: „Einen entscheidenden Schub brachte schließlich die TU Berlin, die das Projekt zum Thema in ihrem Energieseminar machte.“  

Klasse. Ich habe in meiner Kinderzeit mal mit einem Apfel einen Detektor betrieben. Könnte das nicht auch eine Lösung für die Energiewende sein?

Don Quijote lässt grüßen.

lenguaprimaria6_blogspot

Quelle: linguaprimera6.blogspot.com

Zu meinen üblichen Informationsquellen gehören Diamandis und Kurzweil. Es ist danach ein wirklich tolles Gefühl, bei deutschen Eliteuniversitäten und Klimarettern wieder zurück auf den Boden geholt zu werden. Wirklich. Oder?

Ich verkneife mir hier einen ehrlichen Kommentar. Es ist offensichtlich nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis Made in Germany überall als Lachnummer verstanden wird.

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