Beinahe-Unfall im Kanal

Der Schüttgut-Frachter „Pacific Bless“ (32.300 BRT) war gestern nachmittag im Kanal in Richtung Norden zur Karibik unterwegs. Er hatte soeben die engste Stelle im Kanal, den Culebra-Cut, passiert und war kurz vor dem Lake Gatun, als das Schiff aus bisher ungeklärten Gründen nach rechts zog, in Richtung der Brücke über den Chagres River, dem wichtigsten Zufluss für den Kanal.

(Kanal von unten nach links, Chagres River von Mitte nach rechts oben, Schiff als Symbol)

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Ein Video zeigt, dass der Steuerbord-Anker alarmmäßig gesetzt wird und das Schiff weniger als einen Meter vor der Brücke zum Halt kam. Das war knapp.

Hier der Link mit dem spektakulären Video. (Quelle: http://www.panama-guide.com)

Eine Seefahrt, die ist lustig …

Samstag nachmittag 14 Uhr. Wir haben mit Freunden zusammen einen Schiffsausflug gebucht. Los geht es an der Marina des Royal Decameron Resort, eine all-inclusive-Anlage mit knapp 1000 Zimmern, immer gut gebucht. Direkt am Strand gelegen, mit einer Vielzahl Restaurants, Pools, Sport-und Freizeiteinrichtungen. Die Marina bietet Schiffsfahrten mit Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen, weiterhin Jetski- und ATV-Verleih, Surfen, Parasailing, Bananaboot, Reiten u.v.m. Das Hotel verkauft Ausflüge aller Art: zum Panamakanal, in den Regenwald, zu den Indios, an die Karibikküste, zum Shopping usw.

Unser Ausflug soll 3 Stunden dauern. Mit Booten werden wir alle, ca. 50 Leute, zum Schiff gefahren, das ein paar hundert Meter vom Strand vor Anker liegt.  Für die Bootsfahrt braucht jeder eine Schwimmweste. Das Schiff hat ein geräumiges Innen- und darüber ein Aussendeck. Es ist bewölkt, so dass das Oberdeck bevorzugt wird. Alle Drinks sind frei: Wasser, Bier, Fruchtsäfte mit und ohne Alkohol. Die zumeist jungen Leute, überwiegend aus Kanada, USA und Kolumbien nehmen das gern an, aber ohne zu übertreiben. Auf dem Oberdeck dröhnt Diskomusik in voller Lautstärke.

Das Schiff läuft zuerst die Insel Farallon an, nur wenige Kilometer vor der Küste. Sie ist nicht sehr groß und Heimat für hunderte Fregattvögel. Das Schiff setzt Anker und fast alle stürzen sich ins Wasser, mit und ohne Schnorchel oder Schwimmhilfe. Manche springen sogar vom Oberdeck. Das Wasser ist kristallklar und hat ca. 26 oder 27 Grad, wie immer.   An 2 Stellen ist die Insel so unterspült, dass an einer schmalen Stelle 2 Tunnel entstanden sind, die bei Ebbe über der Meeresoberfläche liegen. Man kann dann gemütlich durchschwimmen oder sogar laufen.

Die Badepause dauert etwa eine Stunde. Alle haben viel Spaß und wir wollen beim nächsten Mal auch schnorcheln. Der Anker wird gehoben und die Besatzung informiert, dass wir jetzt einige Kilometer raus auf See fahren, um möglicherweise Wale und Delphine zu sehen. Allerdings sind die Chancen dafür im August und September viel größer.

So wird es eine ausgedehnte Runde mit Ausblick auf die langgestreckte Küste und einige der Ressorts, die dort entstanden sind: das unauffällig elegante Buenaventura, das nagelneue Royalton, das ausgedehnte Playa Blanca, unser Ausgangspunkt Decameron, Santa Clara mit seinen neuen Doppeltürmen und Strandvillen, das höhergelegene Seacliff, Bijao mit dem Sheraton und einem besonders hohen Appartmenthaus. Drei dieser Ressorts beherbergen eigene Golfplätze.

Unser Schiff dreht langsam Richtung Küste, ohne Wale und Delphine, was aber die ausgelassene Stimmung nicht beeinträchtigt. Inzwischen ist der Pegelstand angestiegen und wir können ziemlich dicht am Strand entlangfahren.

Gegen 17 Uhr erreichen wir den Ausgangspunkt, eine herrliche Ausfahrt.  Das könnte noch gekrönt werden mit einem pescado entero picante im Lieblingsrestaurant Pipa’s.

Gesagt, getan.

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