Von Alaska nach Feuerland mit dem Camper und Weihnachtsfeier im „Steinbock“

Nein, nicht wir selbst.

Als wir heute auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt im deutschen Restaurant „Steinbock“ in Panama City sind, fährt auf einmal ein Camper vor uns, der mit „Alemania“ beschriftet ist. Das kommt nicht jeden Tag vor und so nötigen wir ihn anzuhalten.

Ein freundliches Paar aus Paderborn, deren Namen wir schon wieder vergessen haben, wirklich auf dem Weg von Alaska nach Feuerland. Seit Juni unterwegs und noch 6 Monate Zeit für diese Traumreise.

Camper

Sie wollen heute bis Panama City, um morgen in Colon auf die Fähre nach Cartagena, Kolumbien zu gehen. So wird die einzige Unterbrechung der Panamaricana überwunden.

Nach 10 Minuten und besten Wünschen für beide Seiten geht es weiter.

Wir holen unsere Freundin Kiki ab und sind um die Mittagszeit im „Steinbock“. Drei Dollar Eintritt pro Person für einen guten Zweck. Ein paar Geschenke aus dem reichhaltigen Angebot suchen, sehr gut zu Mittag essen, nett unterhalten und dann geht es wieder Richtung Heimat.

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In einer Woche geht es dann in Richtung Flughafen und für 3 Wochen nach Deutschland. Weihnachten in Familie. Wir freuen uns sehr.

Wir treffen Willi aus Weimar

Gerade haben wir unser Mittagessen im Balboa Yacht Club eingenommen und fahren vom Parkplatz, da steht am Straßenrand ein großes Auto mit norddeutschem Kennzeichen. Der Besitzer schaut entspannt aus dem Fenster. Das wollen wir genauer wissen.

„Hurra Deutschland“ und schon steht er auf der Straße. Großes Hallo und in kurzer Zeit erfahren wir eine Menge. Willi stammt aus Weimar, war Mitglied der pazifistischen Schwerter-zu-Pflugschare-Bewegung und wurde deshalb in den 80ern aus der damaligen DDR ausgewiesen. Er hat dann in Norddeutschland gelebt und nun schon seit Jahren in Mexiko. Seine supernette mexikanische Ehefrau ist auch dabei. Und Hund und Katze. Das Auto ist ein umgebauter Mercedes-Krankenwagen, womit die beiden schon alles zwischen Alaska und Feuerland bereist haben. Abenteuerlich.

 

 

Willi gefällt Panama nicht so gut. Zu heiss, zu schwül, zu teuer – jedenfalls wenn man seine Haustiere über die Grenze bringt. Er erzählt mit Begeisterung von den bolivianischen Anden und einem Gebirge im Süden Kolumbiens. Die beiden haben unendlich viel gesehen und erlebt.

Wir empfehlen ihm in Bouquete vorbeizuschauen, was in der Nähe des Vulkan Baru in den panamesischen Bergen liegt und europäisches Frühlingsklima haben soll. Zu kalt für uns.

Willi muss ein paar Tage warten, bis die deutsche Botschaft in Panama City seinen abgelaufenen Pass ersetzt haben wird. Und dann geht es wieder heim nach Mexiko. Doch vorher werden wir die beiden nächste Woche am Strand von Santa Clara treffen und uns sicher gut unterhalten.

Die Welt ist ein Dorf.

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