Verkehrsrecht wird immer besser – in Deutschland

Das Leben kann so einfach sein. Wenn ich hier per Laserpistole gemessen werden, habe ich genau zwei Möglichkeiten:

Ein Ticket kriegen und bezahlen oder mit dem Polizisten ein nettes Gespräch haben und nichts bis wenig zahlen, ohne Ticket. In Deutschland bekommt man da eine Zahlungsaufforderung mit Fotobeweis. Rechtsschutz vorausgesetzt kann man einen Anwalt dagegen vorgehen lassen, vor Gericht ziehen und ist damit immer mal wieder auch erfolgreich.

Als ob das nicht kompliziert genug wäre, gibt es öfter mal was Neues:

Wenn einem ein Verkehrsverstoß zur Last gelegt wird, man aber kurz vorher erst an das Steuer gewechselt ist, muss man die aktuelle Situation, wie Geschwindigkeitsbegrenzung oder Überholverbot, überhaupt nicht gekannt haben.

Für den abgelösten Fahrer besteht keine Pflicht, das zu kommunizieren. („Ich sag nix, fahr‘ dich doch ruhig tot.“)

Auch wenn das jetzt vielen Fahrern helfen wird, ist es legalisierter Schwachsinn.

Heute kam es dann noch besser: Es besteht ja ein striktes Handyverbot am Lenkrad. Wenn man nun aber gerade an der Ampel steht und eine vorhandene Start-Stopp-Schaltung den Motor kurzzeitig ausgeschaltet hat, darf in genau diesem Moment auch telefoniert werden. Was für eine verbraucherfreundliche Regelung.

Wenn sich ein Kabarettist diese beiden Beispiele ausgedacht und auf der Bühne präsentiert hätte, hätte niemand gelacht, weil es so an den Haaren herbeigezogen erscheint. Wir sehen also, dass deutsche Gerichte manchmal mehr Humor haben als man erwartet.

P.S. Vor einiger Zeit hatte ich mich in diesem Blog über die Umweltzonen in Städten amüsiert. Jetzt ist es amtlich: Umweltzonen haben keinerlei Effekt. Der ganze Aufwand ist völlig umsonst gewesen.

Immerhin noch ein besseres Ergebnis als die sog. Energiewende, denn die hat sich trotz Milliardeneinsatz nicht neutral ausgewirkt, sondern zur Erhöhung des CO2-Ausstoßes geführt. Das Gegenteil war eigentlich das Ziel, glaube ich.

Egal, mehr CO2 ist gut für den deutschen Wald.

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Neu: Absolutes Alkoholverbot in D-land

Das hat ja gerade noch gefehlt.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, wird am 1. Januar 2014 in Deutschland ein flächendeckendes Alkoholverbot eingeführt. Kaum zu glauben.

Glücklicherweise darf jeder Bundesbürger ab 18 Jahre bei seiner zuständigen Stadtverwaltung gegen geringe Gebühr eine personengebundene Ausnahmegenehmigung erwerben, diese ständig bei sich führen, damit uneingeschränkt Alkohol kaufen und konsumieren.

Sie halten das für Schwachsinn?  Zugegeben.

Anlässlich unseres Weihnachtsausflugs nach Deutschland war ich mehrmals versucht, auf die Bremse zu treten wegen diesem Schild:

Es schreibt ein absolutes Einfahrverbot in jede deutsche Innenstadt vor.

umweltzone

Allerdings kann fast jeder Fahrzeughalter gegen geringe Gebühr bei der zuständigen Stadtverwaltung eine Ausnahmegenehmigung kaufen, ständig am Fahrzeug bei sich führen und damit alle Innenstädte uneingeschränkt befahren.

Davon wird auch reichlich Gebrauch gemacht. Die angeblichen Umweltzonen sind voll von Autos. Und so könnte es auch mit dem Alkohol funktionieren. Also los.

Klarstellung: Ich habe nichts gegen Autos, sondern gegen sinnlose Regelungen.

Und hier noch das, was mir in der Erfurter Eissporthalle aufgefallen ist:

eisig

 

Wer dieses Schild liest und für sein Kind eine solche Hilfe wünscht, wird aus der Halle zurückgeschickt zum Eingang, wieder zurück in die Halle usw. Und das alles, damit nicht jemand zum Feierabend die „Wichtel“ an der Bahn einsammeln und abstellen muss.

Wer das Eislaufen so kompliziert macht, braucht keinen Nachwuchs.

Für alle meine Leser ein Dankeschön und einen Guten Rutsch in ein glückliches 2014.

 

 

 

 

 

 

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