Mehr Touristen

Gegen 11 Uhr gestern hatten wir es uns am östlichen Ende des Strandes von Decameron gemütlich gemacht.  Da wo nur ein paar Villen stehen, leer während der Woche, und wo ein felsiger Vorsprung die Strände von Farallon und Santa Clara trennt. Direkt vor Noriegas zerschossener Villa und genau unter der Einflugschneise zum Runway 35 des Flughafens.

Der ehemalige Militärflughafen von Rio Hato, wo 1989 die US Luftlandetruppen den Sturz von Noriega eingeleitet hatten. Der Platz, der seitdem von der Panamericana zerteilt, zivil genutzt, aber zunehmend verfallen war. Und der Platz, der in den letzten zwei Jahren zum Capitan Scarlett Martinez  International Airport ausgebaut worden war, den die Charterflieger von Sunwing auf ihrer Website treffend als Playa Blanca Airport bezeichnen und wo seit gestern wöchentlich eine Maschine aus Toronto Urlauber an den panamesischen Pazifikstrand bringt. Später im Herbst, wenn es im Norden kalt wird, sollen noch Montreal und Quebec dazukommen.

So lagen wir also gestern am Strand und warteten, dass die Sunwing 737 direkt über uns einschweben würde. Planmäßige Ankunftszeit war 11:35, aber flightaware.com zeigte uns, dass es 12:45 werden sollte. Kein Problem, die Zeit im Wasser zu überbrücken. Warm, klar, seidig …

 

decameron beach

 

Wenn man am Strand sitzend übers Meer schaute, war der Himmel blau. Wenn man den Stuhl um 180° landwärts drehte, war er schwarz. Ein Gewitter braute sich zusammen. Und so kam die 737 dann zwar aus Richtung Taboga VOR angeschwebt, drehte über die Insel Farallon raus auf das Meer, um dann in den downwind Anflug für Runway 17 zu gehen. Anflug von Norden statt über unseren Strand.  Die lokale Wettersituation hatte die normalerweise vorherrschende Windrichtung geändert. Schade.

 

sunwing_mpsm

 

Und es tut sich noch mehr in Sachen Fliegen nach Panama:

Copa will ab Herbst die Route Panama City – Tampa FL täglich fliegen. Und Vivacolombia will jetzt ebenfalls täglich von Bogota und 3 mal pro Woche von Medellin nach Panama Pacifico fliegen.  Dieser Flugplatz liegt westlich vom Kanal, so dass man nicht erst die Hauptstadt durchqueren muss, um an die Pazifikstrände zwischen Punta Chame und Buenaventura zu gelangen.

Von Europa aus gibt es derzeit Condor von Frankfurt (mit Stopp in Santo Domingo), KLM von Amsterdam, Air France von Paris und Iberia von Madrid als Direktverbindungen.  Ab 2015 soll auch Lufthansa dazukommen. Wenn Condor dann mehr Strandurlauber als Transitpassagiere transportiert, wäre Panama Pacifico eine gute Alternative. Der Platz, eine ehemalige US Airforce Base, sollte auch für 767 ausreichen, anders als Rio Hato (MPSM).

Falls Nordamerika wieder einen Winter bekommt, wie 2013/14 prognostiziere ich jetzt schon, dass wir nächstes Jahr an dieser Stelle über noch mehr neue Verbindungen reden werden.

 

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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