„Aus Angst vor Fremden in die Fremde“

Der NDR mag Panama. Das hat man schon am Beitrag zu den Briefkastenfirmen gemerkt (hier). Und heute schaue ich mir in der Mediathek mal „Raus aus Deutschland“ an.

Die ganze Sendung handelt eigentlich von der Finca Bayano, einem Aussteigerprojekt, das vom Reporter ziemlich unverhohlen ins Lächerliche gezogen wird. Ängstliche Deutsche reißen vor Fremden in die Fremde aus – so der Grundtenor.

Rücken wir das mal zurecht: Ausgewandert wird wohl in den wenigsten Fällen aus Angst. Menschen wandern aus, weil sie besser leben wollen.

Und besser leben als in Deutschland kann man in vielen Ländern, auch und gerade in Panama. Das allerdings kommt im Beitrag nicht vor.

Stattdessen beginnt es damit, dass der Flughafen von Panama City als „Bruchbude“ bezeichnet wird, was er nicht ist. Ich kenne eine Vielzahl von Flughäfen weltweit, Tocumen schneidet im Vergleich ziemlich gut ab.

Schon komisch, diese deutsche Arroganz …

Seit dem ersten Eröffnungstermin von BER in 2012 hat man hier die Flughäfen Colon, David und Rio Hato ausgebaut, in Kürze wird in Tocumen als drittes das von Sir Norman Foster entworfene futuristische Südterminal in Betrieb gehen und danach die dritte Landebahn gebaut. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie vor der endgültigen BER-Eröffnung in Betrieb sein.

Von der „Bruchbude“ Tocumen geht es ziemlich direkt in die Pampa, um deutschen Angst-Auswanderern zu zeigen, was sie erwartet. Pegida in Panama. 

Alles ganz auf der Linie der inzwischen normalen Berichterstattung.

Zurück in die Realität:

Wer dieses Blog verfolgt, wandert nicht aus Angst aus, sondern will sein Leben optimieren. Wir kennen viele, die das erfolgreich getan haben und nicht im Traum daran denken, zurückzugehen.

Und da die ehemals Bunte Republik Deutschland zunehmend von eigenartigen, grauen und schwarzen Kleidungsstücken erobert wird, kann ich mir vorstellen, dass viele Leute für mehr Buntheit mit dem lebensfrohen und aufstrebenden Panama liebäugeln.

Exzellente Wahl.

 

 

 

 

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... (Kai Krause in "Das Wissen von morgen")

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