Panama erwartet 10% Wachstum in 2012 …

und hält seinen Platz unter den am schnellsten wachsenden Ländern der Region. Das Land zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von Krisen aller Art. Auch für 2013 werden mindestens 8% prognostiziert, wobei Finanzminister De Lima für seine vorsichtigen Schätzungen bekannt ist und die Realität meist 2 Punkte besser ausfällt.

Das Wirtschaftswachstum geht überwiegend zurück auf steigende Einnahmen aus Gebühren für die Kanalpassage sowie aus dem Abbau von Gold und Kupfer. Dies sind Aktivitäten, die in den nächsten Jahren noch deutlich mehr beitragen werden.

Faszinierend finde ich, dass die Probleme der europäischen Südländer darauf zurückgeführt werden, dass sie die gleiche Währung wie die Nordländer haben und daher nicht nach Wirtschaftslage abwerten können.  Nun hat aber Panama schon immer den US-Dollar als Währung, nur mit anderem Namen (Balboa). Wie kommt es also, dass Panama aus dieser fixen Bindung seiner Währung an die wirtschaftlich ungleich stärkeren USA nicht nur keinen Nachteil erleidet, sondern während der seit 2008 anhaltenden Dauerkrise in den USA, Europa und anderen Regionen stets beeindruckendes und solides Wachstum generieren konnte?

Und wie ist der unsägliche Hochmut der OECD-Länder zu erklären, die Panama lange Zeit auf der Grauen Liste der in Finanzfragen „nicht vollständig kooperierenden Länder“ geführt hat? Angesichts der Tatsache, dass in Panama in all den Jahren keine einzige Bank „gerettet“ werden und kein Investor um seine Einlagen bangen musste, kann man dem Land zweifellos mehr finanziellen Sachverstand zugestehen, als den großen Vorbildern. Ist es nicht lächerlich, dass die Versager vom Erfolgreichen fordern, es ihm gleichzutun?

Panama hat ein stabiles Finanzsystem, eine sehr moderate Staatsverschuldung und ein funktionierendes Bankgeheimnis. Anders als in Deutschland oder den USA wird hier eben nicht davon ausgegangen, dass jeder Bürger ein potentieller Steuerbetrüger ist, der zeitlebens durchleuchtet werden muss.

Wenn in Deutschland ein Steuerbescheid ins Haus kommt, bedankt sich das Finanzamt nicht etwa für den Beitrag des Steuerpflichtigen, sondern droht ihm schon von Anfang an für den Fall der Nichtzahlung oder unpünktlichen Zahlung. Wie pervers ist das denn?

Die Steuersätze in Panama sind akzeptabel, mit vielen Ländern gibt es Doppelbesteuerungsabkommen und Einnahmen aus dem Ausland sind generell steuerfrei. Kein Wunder, dass immer mehr multinationale Unternehmen ihre globale oder regionale Zentrale hierher verlegen.

Ausnahmsweise empfehle ich hier mal ein Buch zum Thema: „Atlas shrugged“ von Ayn Rand ist ein Wirtschaftsklassiker aus den 50er Jahren. Er handelt davon, wie ein „sozialer“ Staat mit seiner Gleichmacherei und Bürokratie jegliches Schöpfer- und Unternehmertum unterdrückt, bis die Betroffenen sich verweigern, die Last von ihren Schultern abschütteln. Wer es liest wird erschreckende Parallelen finden zu dem, was heute in Deutschland, Europa und den USA passiert.

Das Buch gibt es in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Der Streik“ u.a. auch als Kindle Version. Absolut zu empfehlen. Hier ist der Link.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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