Nach Boca Chica am Golf von Chiriqui

Unsere kleine Panama-Rundreise begann am 30.1. Auf der Panamericana, wie der Inter-American Highway hier heißt, geht es über Penonome, die „Hauptstadt der Provinz, in Richtung Alaska. Was nach Norden klingt, aber Westen ist.

Zwischen Penonome und Aguadulce ist gerade die Zuckerrohrernte im vollen Gang. Aguadulce heißt Süßwasser. Als Kontrast zum Zuckerrohr gibt es zwischen der Stadt und der wenige Kilometer entfernten Küste große Flächen, die durch die Gezeiten vom Meerwasser überflutet werden und wo mittels Verdunstung Salz gewonnen wird. Zucker- und Salz-Gewinnung in der gleichen Gegend. Die Salzteiche konkurrieren wiederum mit denen, die der Aufzucht von Garnelen (camarones) dienen, was entlang der Küste ebenfalls verbreitet ist.

In Divisa geht die Straße nach Azuero ab, erschleßt die Touristenregionen um Chitre, Las Tablas, die Isla Iguana, sowie Pedasi und den beliebten Surfstrand Playa Venao. Erst kürzlich ist diese Straße nach Süden 4-spurig ausgebaut und in Pedasi ein neuer größerer Flughafen eröffnet worden. Von der Südküste Azueros sind es bis zum Äquator nur noch knapp 800 km.

Wir sind nur in Gedanken nach Süden abgebogen, fahren stattdessen nach Santiago weiter, die Hauptstadt der Provinz Veraguas. Sie hat 80.000 Einwohner. Von hier an ist die Panaaericana nur noch 2-spurig, führt ziemlich geradlinig durch eine Mittelgebirgslandschaft. Wir haben keinen übermäßigen Verkehr und kommen gut vorwärts.  Auf den Straßen ist 100 km/h erlaubt, in Siedlungen wird auf 80 oder 60 km/h begrenzt. Die Straße hat dort breite Randstreifen, für Fußgänger, Radfahrer und Reiter. Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit ist zu empfehlen, insbesondere auch weil jeder Polizist ein Radargerät griffbereit hat.

Kurz vor dem Provinstädtchen Chriqui in der gleichnamigen Provinz biegen wir nach Süden ab und erreichen nach 300 km und 4 Stunden Fahrtzeit unser Ziel.

Das Bocas del Mar ist eine ziemlich neue Anlage mit 10 massiven Bungalows, einem Hauptgebäude mit Restaurant und Büro, an einem kleinen Pool, in einer gepflegten Gartenlandschaft und ca. 15 Meter über dem Meer. Die Bungalows haben eine große Fensterfront, die mit Folie von innen durchsichtig, von außen verspiegelt ist und den Blick ungehindert über Garten und Meer schweifen lässt.

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Besitzer der Anlage ist eine holländische Familie, der Manager kommt aus Großbritannien und das Personal aus der Umgegend. Der Platz ist offensichtlich gut geführt, Anlage, Küche und Service perfekt. Am nächsten Tag lassen wir uns von einem Bootsführer durch die Inselwelt fahren, bizarre Felsformationen und einsame Strände.

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An einem solchen lassen wir uns absetzen. Wir vereinbaren 2 Stunden bis zur Abholung, genießen Ruhe und Einsamkeit. So muss sich Robinson gefühlt haben. Ohne Abholung allerdings.

Wir bleiben 2 Nächte und brechen dann am 1. Februar frühs in Richtung Norden auf, um die Karibikküste um Bocas del Toro zu erkunden. Mehr dazu in den nächsten Tagen in diesem Blog.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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