Seit Februar 2022 tobt ein Krieg in Europa, nicht mehr als 1500 km von unserer alten Heimat entfernt. Es ist ein gutes Gefühl, nun mehr als 9000 km weg zu sein.
Begonnen hat diese Konfrontation schon in 2014, als sich Moskau die Krim einverleibte und in der Ostukraine russische Separatisten kriegerische Handlungen begannen. Putin hat später der Ukraine das Existenzrecht abgesprochen, russische Truppen im Rahmen einer „militärischen Spezialoperation“ einmarschieren lassen, damit unzweifelhaft einen Angriffskrieg begonnen und lässt im großen Stil Kriegsverbrechen begehen.
Man muss kein Amerikafreund sein, aber das Vorgehen der Russen zu entschuldigen und ein Kriegsende zu Lasten der Ukraine zu fordern, ist hanebüchen. Gab es eine solche Situation nicht schon einmal?
Das Münchner Abkommen von 1938 sollte den Frieden in Europa bewahren, auf Kosten der Tschechoslowakei. Wir kennen den Ausgang. Der Aggressor wurde belohnt und ermutigt zugleich.
Vergessen wir nicht, dass, wie in der Ostukraine, auch in den baltischen Staaten Estland und Lettland jeweils ca. 25% und in Litauen 4% ethnische Russen leben, die aus russischer Sicht jederzeit ein Schutzbedürfnis artikulieren könnten.
Und dann ist da noch die militärisch bedeutsame russische Exklave Kaliningrad, zu der Moskau über eine Annexion des Suwalki-Korridors nicht nur einen ungehinderten Landzugang gewinnen, sondern auch die baltischen Staaten vom Rest des NATO-Territoriums isolieren könnte.

Das ist eine komplexe geostrategische Konstellation und wer heute die Ukraine um des Friedens willen aufgibt, wird sich morgen möglicherweise einer viel größeren Herausforderung stellen müssen. Nicht umsonst hat Polen gerade beschlossen, seine Militärmacht zu verdoppeln.
Keine guten Aussichten mit einer Aussenministerin, wie Deutschland sie derzeit hat und mit einer Bundeswehr, die zur Landesverteidigung offensichtlich untauglich ist.
Noch ein Wort zu BRICS, was viele als mittelfristige Ablösung der derzeit wichtigsten Wirtschaftsnationen sehen.
Der nachstehende Vergleich des Pro-Kopf-Bruttosozialprodukts der Länder (nur 5 der G7) zeigt den dramatischen Abstand, was indirekt Produktivität und Lebenstandard abbildet.

Natürlich spielen bevölkerungsreiche Länder, wie China und Indien, eine beachtliche Rolle, als Absatzmärkte. Als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen mit hoher Qualität und Wertschöpfung haben sie einen langen Weg vor sich.
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