Einfach Auswandern: Persönliche Freiheit

Residenz, Sicherheit, Finanzen, Reisen, Covid

Persönliche Freiheit hat viele Facetten und jeder setzt eigene Prioritäten.

Wer nicht als Illegaler in einem fremden Land leben will, kümmert sich sinnvollerweise zuerst um eine permanente Residenz. Die Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich, je einfacher, desto besser.

Panama, als Beispiel, hatte das mit seinem Friendly-Nations-Visum viele Jahre supereinfach geregelt und damit viele Ausländer angezogen. Inzwischen wurden die finanziellen Bedingungen verschärft, sind aber immer noch leicht zu erfüllen, wenn man sich ernsthaft niederlassen will. Details hier.

Bewegungsfreiheit im Land und ausserhalb. Wer eine Panama-Residenz hat, ist nur gehalten, mindestens alle zwei Jahre einmal einzureisen. Es gibt keine Mindest-Aufenthaltsdauer. Andererseits ist Panama das perfekte Sprungbrett um ganz Südamerika, die Karibik und viele Ziele in Nordamerika zu erreichen. Mehr als 70 Ziele fliegt die nationale Fluggesellschaft Copa derzeit an.

Einmal eingewandert, will ich persönlich von Regierung und Bürokratie weitgehend in Ruhe gelassen werden. Die Covid-Krise in Panama war dafür ein guter Prüfstein.

Ja, die „Maßnahmen“ zu Beginn waren drastisch. Und ja, die Bewohner sind ängstlich allen Anweisungen gefolgt, haben sich ohne Pflicht in langen Schlangen für Pfizer & Co. angestellt. Wir und andere Expats hätten uns problemlos beteiligen können, aber es gab weder Aufforderung, noch Druck.

Finanzielle Freiheit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wer als Resident sein Geld außerhalb Panamas verdient, hat nichts zu deklarieren und nichts mit der Finanzverwaltung zu tun. Mit einer panamesischen Gesellschaft,die ausschließlich ausländisches Einkommen generiert, hinterlegt man jedes Jahr eine einfache Aufstellung seiner Einnahmen beim Anwalt, der schon die Firmengründung begleitet hat und die Unterlagen verwaltet.

Panama liegt an der Drogenroute, auf der überwiegend Kokain aus Kolumbien in Richtung Norden und die Einnahmen aus den USA in Richtung Süden transferiert wird. Das fördert auch hier im Land organisierte Kriminalität und führt zu einer Mordrate, die mehr als 10 Mal so hoch ist, wie in Deutschland und fast doppelt so hoch, wie in den USA. In 2020 waren es 11,5 Mordfälle auf 100.000 Einwohner. Schwerpunkt ist die Hafenstadt Colon, die auch sonst nicht sehr einladend ist. Außerhalb dieser „Branche“ und dieser Lokation merkt man davon nicht viel.

Quelle: numbeo.com

In knapp 15 Jahren Präsenz hat man immer mal wieder von Raubüberfällen gehört, selbst dergleichen nie erlebt. Eher denke ich an den Uber-Fahrer, der mir mein iPhone ins Hotel bringt, nachdem er es im Wagen gefunden hat, oder an die Verkäuferin, die den $50-Schein zurückgibt, den man ihr versehentlich statt eines Zwanzigers gegeben hat.

Und natürlich gibt es überall Gelegenheitsganoven, aber meiner Erfahrung nach deutlich seltener als z.B. auf den Inseln der Karibik. Und wenn ich hier mein iPhone im Auto liegenlasse, muss ich eher nicht damit rechnen, dass Junkies die Scheiben einschlagen, wie in deutschen und US-Großstädten.

Das größte Problem scheint mir die Korruption zu sein, die hier plumper und nicht so institutionalisiert auftritt, wie in Europa.

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