Wenn einer eine Reise tut

Reisebericht

Von Frankfurt nach Panama City am 2. Mai 2012

Abfahrt Erfurt um 7:15, früh genug für den Abflug um 11:30 mit Condor via San Juan, Puerto Rico.

Auf der A5 warnt das Navigationssystem vor Stau und leitet uns von der Autobahn.

Es geht über Landstraßen Richtung Gießen und am Reiskirchener Dreieck, während ich mit Condor telefoniere, nehme ich die falsche Auffahrt. Nochmal 20 km Umweg.

Zurück auf die A5 ist schon die Auffahrt dreispurig vollgestaut.

Zeitweise wird als Ankunftszeit am Flughafen 10:25 angezeigt; kritisch weil der Check.in um 10:30 schliesst. Wir nehmen die Standspur und gewinnen etwas Zeit.

Erst wenige Kilometer vor dem Frankfurter Kreuz löst sich der Stau auf.

Wir versuchen Sixt am Flughafen zu erreichen und die Übergabe abzusprechen, aber vergeblich.

Wenn wir das Auto ordnungsgemäß abgeben wollen, verpassen wir den Flug.

Also planen wir es anders rum: erst einchecken und dann noch schnell das Auto abgeben.

Um 10:17 ziehen wir ein Ticket am Kurzzeitparkplatz Abflug B. Wir flitzen in Halle C zum Check-in und haben Glück. Als wir alle Bordkarten haben, erwähne ich, dass ich nur noch schnell ein Auto abgeben muss. Die Condor-Dame sagt: „Dazu ist keine Zeit mehr. Der Flieger wartet nicht.“

Ich frage ob ich am Schalter Autoschlüssel und Parkticket für Sixt hinterlassen kann. Natürlich nicht.

Also fix in Halle B zum Info-Schalter. Dort stehen 5 Leute an und machen keine Anstalten mich vorzulassen. „Wir haben auch nur eine Frage.“

Also zum Check-in, Passkontrolle, Sicherheitskontrolle und dann zum Gate C7.

Condor, Bundespolizei, Security … niemand darf einen Autoschlüssel zur Aufbewahrung annehmen.

Immerhin erreiche ich jetzt endlich die Sixt-Station am Flughafen. Sachverhalt, Vertragsnummer, Kennzeichen, Standort von Auto und von uns durchgeben. Der junge Mann ist kompetent und schickt sofort eine Kollegin zum Gate. Die kommt nur bis zur Passkontrolle …

Wir besteigen die Condor Boeing 767 die uns nach San Juan, Puerto Rico bringen soll und es geht pünktlich auf und davon. Der Flieger ist kaum halbvoll.

Quelle: fotocommunity.de

Unser erster Flug mit Condor und die Entscheidung für Premium Economy war goldrichtig:

– Platz die Beine voll auszustrecken

– Exzellente Verpflegung

– Junge und supernette Stewardessen.

Der Aufpreis für die Comfort-Klasse hätte sich nicht gelohnt.

Sieht so aus, als ob United gerade zwei Gold-Status-Kunden verliert.

Nach ca. 9 1/2 Stunden landen wir auf Puerto Rico. Hier waren wir schon mal auf dem Weg zu den British Virgin Islands, gleich um die Ecke.

US-übliche Einreise und dann 2 Stunden Zeit. Neues Bier probiert: Landshark – sehr gut.

Dann kommt der Aufruf zum Copa Flug 143 nach Panama City. Nochmal 2 1/2 Stunden, mit reichlich Platz in den hinteren Reihen.

Wir landen gegen 20:15 und brauchen eine halbe Stunde für Immigration und Gepäck. Dann erwartet uns unsere Freundin Kiki, bei der auch unser Auto abgestellt war. Wir holen es ab und machen uns auf die letzten 120 km.

Kurz hinter Coronado sind wir auf so einer Rückfahrt schon zwei Mal in eine Radarkontrolle gefahren, kurz vor Mitternacht. Das soll mir heute nicht passieren.

Diesmal steht die Polizei blöderweise schon 10 km vorher. 94 km/h statt 80. Gut dass ich wegen Müdigkeit zurückhaltend gefahren war. An dieser Stelle fahre ich sonst eher 120.

Der Polizist prüft Führerschein und Pass, murmelt etwas von „Ticket“. Dann checkt er im Pele-System online, ob etwas gegen mich vorliegt. Nichts natürlich.

Ich erzähle dass ich direkt aus Deutschland komme, wir reden über Fussbal („Bayern Munchen“) und ob Heineken das beste deutsche Bier ist („nein“). Und dann verabschieden wir uns mit Handschlag, ohne Ticket und ohne Bakschisch. Die Welt ist gut.

Da große Supermärkte in Panama rund um die Uhr geöffnet haben, können wir in Coronado noch einkaufen und sind dann kurz vor Mitternacht zu Hause.

Wieder mal ein 24-Stunden-Trip über mehr als 9.200 km. 380 km/h Durchschnitt.

Der Pazifik hat uns wieder.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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