Die Mystifizierung der Natur

In einem Kommentar zu den katastrophalen Überschwemmungen der vergangenen Woche stand folgendes geschrieben:

„Das war ein Jahrhundertunwetter. Läßt uns darüber nachdenken, was wir der Erde antun, nun schlägt sie zurück.“

Dem Zeitgeist entsprechend halte ich das mal für eine zutiefst rassistische Bemerkung.

Was, so muss man wohl fragen, tun die Bewohner der Karibik denn der Natur an, um seit Menschengedenken jedes Jahr wiederkehrend von schrecklichen Stürmen, Hurricans, heimgesucht zu werden?

Und womit haben die Bewohner rund um den San-Andreas-Graben und entlang des Pazifischen Ring of Fire denn verdient, dass sich die Natur mit gewaltigen Vulkanausbrüchen und zerstörerischen Erdbeben revanchiert?

Selbst die friedvollen Bewohner von Java und Bali scheinen insgeheim die Natur schrecklich zu piesacken, denn anders sind die wiederkehrenden Katastrophen dort nicht zu erklären.

Ende des Sarkasmus.

Nein, die Natur da draußen ist, außer vielleicht an einem mitteleuropäischen Frühlingsmorgen, von Haus aus alles andere als menschenfreundlich. Und sie hat auch zum Glück nicht die nur zu menschliche Eigenschaft, sich für angetane Unbill gewalttätig zu revanchieren. Die Natur ist wie sie ist und wer das nicht ins Kalkül zieht, zahlt dafür einen Preis.

Das romantische Gesäusel und das schlechte Gewissen gegenüber „Mutter Natur“ macht es Manipulatoren aller Coleur leicht, Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie beliebig zu dressieren. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass das Zubauen großer Flächen mit Solaranlagen, das Abholzen jahrhundertealter Wälder für Windkraftanlagen und das Versenken massiver Betonquader im Waldboden gut ist für die Natur oder unsere Umwelt?

Dazu passen Erfindungen wie der Earth Overshoot Day, der Tag des Jahres also, an dem WIR, die Menschheit, die uns zugedachten Ressourcen angeblich aufgebraucht haben und von dem ab WIR, die Menschheit, nun Raubbau an der Natur betreiben. Aus dieser Sicht ist es nicht mehr weit zu den menschenfeindlichen Ansichten eines Thomas Malthus oder Paul Ehrlich, der Klimawandel-Aktivisten oder anderer Untergangsphantasten, deren Weltsicht man mit einem Statement zusammenfassen kann:

Das einzige was die vollendete Harmonie der Natur stört, ist der Mensch.

Ich halte es da lieber mit der Bibel, wo Gott der Schöpfer im 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 28 klar anweist:

Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan.

Das haben WIR, die Menschheit, seit Jahrhunderten getan und damit die Erde, bei aller Unvollkommenheit, zu einem immer besseren Platz gemacht. Wir müssen allerdings aufpassen, dass WIR, die Menschheit, aus einer Periode der Denker und Ingenieure nicht wieder in die dunkle Zeit des Aberglaubens zurückfallen.

Wenn heute argumentiert wird, dass Wissenschaftler sich einig sind, Beispiel Klima und Covid-19, abweichende Meinungen nicht diskutiert, sondern verteufelt und massiv unterdrückt werden, dann wachen WIR, die Menschheit, morgen in einer Welt auf, die so keiner haben will.

Über jaypacific
Verbringe dein Leben in einer ewigen Glückseligkeit der Vorfreude, etwas zu erhoffen, zu erwarten, zu planen oder zu erträumen. ... Könnte von mir sein, ist aber von Kai Krause in "Das Wissen von morgen"

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